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Frau Jakober bekam kurz darauf die staatliche Niederlassungsbewilligung, erhielt die nötige Grundausstattung über eine örtliche NS-Funktionärin und die Hebammentasche von ihrer Vorgängerin, da die von ihr in München bestellte im Bombenhagel verschollen war. [[1945]] wurde sie selbst von ihrem zweiten Kind, einem Sohn entbunden.  
 
Frau Jakober bekam kurz darauf die staatliche Niederlassungsbewilligung, erhielt die nötige Grundausstattung über eine örtliche NS-Funktionärin und die Hebammentasche von ihrer Vorgängerin, da die von ihr in München bestellte im Bombenhagel verschollen war. [[1945]] wurde sie selbst von ihrem zweiten Kind, einem Sohn entbunden.  
 
==Berufstätigkeit im Wandel der Zeit==
 
==Berufstätigkeit im Wandel der Zeit==
Am Beginn ihrer Berufstätigkeit waren es ausschließlich Hausgeburten, mit denen sich Frau Jakober ihr Geld verdiente. Sie kam dabei – wohlgemerkt zu Fuß oder mit dem Fahrrad, mit dem Bus oder mit dem Milchauto, dessen Chauffeur ein ehemaliger Schulkamerad von ihr war, von Maishofen über [[Viehhofen]] bis nach [[Saalbach]] hinein. Ab den 50er-Jahren nahmen die Geburten im Krankenhaus zu und Frau Jakober bemühte sich um eine Arbeitsgenehmigung im Krankenhaus in Zell am See, die sie etwas später auch bekam. Ab diesem Zeitpunkt arbeitete sie auch im Krankenhaus, wobei anzumerken ist, dass die damals dort tätigen Hebammen keine Anstellung erhielten, sondern ihr Honorar als freiberufliche Hebammen selbständig mit der Sozialversicherung abrechneten.
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Am Beginn ihrer Berufstätigkeit waren es ausschließlich Hausgeburten, mit denen sich Frau Jakober ihr Geld verdiente. Sie kam dabei – wohlgemerkt zu Fuß oder mit dem Fahrrad, mit dem Bus oder mit dem ''Milchauto'' (Lastwagen der Molkerei zur Milchlieferung eingesetzt), dessen Chauffeur ein ehemaliger Schulkamerad von ihr war, von Maishofen über [[Viehhofen]] bis nach [[Saalbach]] hinein. Ab den 50er-Jahren nahmen die Geburten im Krankenhaus zu und Frau Jakober bemühte sich um eine Arbeitsgenehmigung im Krankenhaus in Zell am See, die sie etwas später auch bekam. Ab diesem Zeitpunkt arbeitete sie auch im Krankenhaus, wobei anzumerken ist, dass die damals dort tätigen Hebammen keine Anstellung erhielten, sondern ihr Honorar als freiberufliche Hebammen selbständig mit der Sozialversicherung abrechneten.
    
In den Nachkriegsjahren und auch noch lange Zeit später gab es eine hohe Geburtenrate. Frau Jakober lebte immer auf Abruf, hatte ständig nicht nur alle Hände voll zu tun, sondern litt häufig auch unter erheblichem Schlafmangel, sodass sich ihre Kinder zeitweise Sorgen um sie machten.  
 
In den Nachkriegsjahren und auch noch lange Zeit später gab es eine hohe Geburtenrate. Frau Jakober lebte immer auf Abruf, hatte ständig nicht nur alle Hände voll zu tun, sondern litt häufig auch unter erheblichem Schlafmangel, sodass sich ihre Kinder zeitweise Sorgen um sie machten.  
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