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| − | [[File:Blizzard Sport logo.jpg|thumb|Blizzard Sport logo]]Die '''Blizzard Sport GmbH''' ist ein traditionsreiches Unternehmen mit Sitz in der [[Pinzgau]]er Gemeinde [[Mittersill]], das hauptsächlich Skier, Skibindungen, Skistöcke sowie Ski- und Sportbekleidung herstellt. Das Unternehmen wurde [[1945]] von [[Anton Arnsteiner]] gegründet und gehört heute zur internationalen ''Tecnica Group''. | + | [[File:Blizzard Sport logo.jpg|thumb|Blizzard Sport logo]]Die '''Blizzard Sport GmbH''' ist ein traditionsreiches Unternehmen mit Sitz in der [[Pinzgau]]er Stadtgemeinde [[Mittersill]], das hauptsächlich Skier, Skibindungen, Skistöcke sowie Ski- und Sportbekleidung herstellt. Das Unternehmen wurde [[1945]] von [[Anton Arnsteiner]] gegründet und gehört heute zur internationalen ''Tecnica Group''. |
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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| − | Der Mittersiller Anton "Toni" Arnsteiner begann nach der Rückkehr aus dem [[Zweiten Weltkrieg]] in seiner Tischlerei mit der kleinbetrieblichen Produktion von Skiern. Bereits [[1948]] bringt er - noch unter seinem Familiennamen - seine ersten fabriksmäßig erzeugten Ski auf den Markt. Kurz darauf führt die Marke [[Glockner Ski]] ein. Dem damaligen Trend sowie der beginnenden Internationalisierung des Skisports folgend beginnt er aber mit der Suche nach einem dynamischen Markennamen der sein Tempoprodukt Ski auch über die engen Landesgrenzen hinaus bekannt machen soll: [[1953]] wird der Markennamen ''Blizzard'' eingetragen, das Unternehmen in "Blizzard Skifabrik Anton Arnsteiner" umbenannt und das "Blitz"-Logo eingeführt. Zur Hausmythologie der Firma gehört die Geschichte, dass in geselliger Runde im Wörterbuch geblättert worden sein soll, um ein Wort zu finden, dass in allen wichtigen Sprachen geläufig sei. Mit "Blizzard", dem "Eiswind" oder "Schneesturm" kam die Runde auf einen internationalen Begriff der zumindest noch einen gewissen Zusammenhang mit der rauhen und "kalten" Gebirsgwelt des Pinzgaus herstellen ließ. | + | Der Mittersiller Anton "Toni" Arnsteiner begann nach der Rückkehr aus dem [[Zweiten Weltkrieg]] in seiner Tischlerei mit der kleinbetrieblichen Produktion von Skiern. Bereits [[1948]] bringt er - noch unter seinem Familiennamen - seine ersten fabriksmäßig erzeugten Ski auf den Markt. Kurz darauf führt die Marke [[Glockner Ski]] ein. Dem damaligen Trend sowie der beginnenden Internationalisierung des Skisports folgend beginnt er aber mit der Suche nach einem dynamischen Markennamen der sein Tempoprodukt Ski auch über die engen Landesgrenzen hinaus bekannt machen soll: [[1953]] wird der Markennamen ''Blizzard'' eingetragen, das Unternehmen in "Blizzard Skifabrik Anton Arnsteiner" umbenannt und das "Blitz"-Logo eingeführt. Zur Hausmythologie der Firma gehört die Geschichte, dass in geselliger Runde im Wörterbuch geblättert worden sein soll, um ein Wort zu finden, dass in allen wichtigen Sprachen geläufig sei. Mit "Blizzard", dem "Eiswind" oder "Schneesturm" kam die Runde auf einen internationalen Begriff der zumindest noch einen gewissen Zusammenhang mit der rauhen und "kalten" Gebirgswwelt des Pinzgaus herstellen ließ. |
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| | [[1957]] führt Arnsteiner bereits ein florierendes Unternehmen mit 30 Mitarbeitern. In den [[1970er]]-Jahren produziert er 450.000 Paar Ski mit bis zu 700 Arbeitnehmern und feiert mit dem Kurzschwungski [[Blizzard Firebird]] [[1973]] seine ersten großen Weltcuperfolge: [[Monika Kaserer]] und Hansi Hinterseer gewinnen den Riesentorlauf-Gesamtweltcup. | | [[1957]] führt Arnsteiner bereits ein florierendes Unternehmen mit 30 Mitarbeitern. In den [[1970er]]-Jahren produziert er 450.000 Paar Ski mit bis zu 700 Arbeitnehmern und feiert mit dem Kurzschwungski [[Blizzard Firebird]] [[1973]] seine ersten großen Weltcuperfolge: [[Monika Kaserer]] und Hansi Hinterseer gewinnen den Riesentorlauf-Gesamtweltcup. |
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| | + | In der Nacht von Samstag, den [[14. Dezember|14.]] auf Sonntag, den [[15. Dezember]] [[1963]] bricht ein [[Brände (Geschichte)|Großfeuer]] in der Fabrik aus. Vermutlich durch Kurzschluss bricht das Feuer kurz nach Mitternacht in der Schleiferei aus, die fast komplett zerstört wird. Dem raschen Einschreiten von elf [[Freiwillige Feuerwehr|Feuerwehren]] aus dem [[Oberpinzgau]] ist es zu verdanken, dass die Produktionshallen vor dem Feuer geschützt werden können. 150 Feuerwehrleute und zahlreiche freiwillige Helfer legten 30 Schlauchleitung, um Wasser an den Brandherd zu bringen. Es entsteht ein Sachschaden in der Höhe von fünf Millionen Euro. Die Produkt steht 14 Tage still. |
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| | [[1980]] bringt Blizzard nach sechs Jahren Entwicklungszeit eine Weltneuheit auf den Markt: der [[Blizzard Thermo]] ist der erste temperaturgesteuerte Ski und für die Schweizerin Marie-Therese Nadig auch ein Siegerski. Der Ski wird zum [[Blizzard Quattro]] weiterentwickelt und ermöglicht Franz Klammer [[1983]] seinen letzten von fünf Gesamtsiegen im Abfahrtsweltcup. | | [[1980]] bringt Blizzard nach sechs Jahren Entwicklungszeit eine Weltneuheit auf den Markt: der [[Blizzard Thermo]] ist der erste temperaturgesteuerte Ski und für die Schweizerin Marie-Therese Nadig auch ein Siegerski. Der Ski wird zum [[Blizzard Quattro]] weiterentwickelt und ermöglicht Franz Klammer [[1983]] seinen letzten von fünf Gesamtsiegen im Abfahrtsweltcup. |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |
| − | * Homepage
| + | {{homepage|https://www.blizzard-tecnica.com/global/de}} |
| | * [[Salzburger Nachrichten]] u. a. vom [https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/mittersill-blizzard-stellt-skiproduktion-wegen-coronakrise-vorerst-ein-96021886 23. November 2020] | | * [[Salzburger Nachrichten]] u. a. vom [https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/mittersill-blizzard-stellt-skiproduktion-wegen-coronakrise-vorerst-ein-96021886 23. November 2020] |
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| − | ==Weblinks==
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| − | * [http://www.blizzard-ski.com Homepage]
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| | [[Kategorie:Pinzgau]] | | [[Kategorie:Pinzgau]] |