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Textersetzung - „Augustiner Chorherrenstift St. Zeno“ durch „Augustiner-Chorherrenstift St. Zeno“
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[[Datei:Marzoller Türl.jpg|thumb|Das „Marzoller Türl“ beim Gastgarten des Wirtshauses Wartberg am Salzburger Jakobsweg.]]
 
[[Datei:Marzoller Türl.jpg|thumb|Das „Marzoller Türl“ beim Gastgarten des Wirtshauses Wartberg am Salzburger Jakobsweg.]]
 
[[Datei:Obermühle in Weißbach bei Marzoll.jpg|thumb|Die 600 Jahre alte Obermühle in Weißbach bei Marzoll besitzt eine sehenswerte barocke Kapelle.]]
 
[[Datei:Obermühle in Weißbach bei Marzoll.jpg|thumb|Die 600 Jahre alte Obermühle in Weißbach bei Marzoll besitzt eine sehenswerte barocke Kapelle.]]
[[Datei:Augustiner Chorherrenstift St. Zeno.jpg|thumb|Nach der Überquerung des Kirchholzes führt der Salzburger Jakobsweg zum ehemaligen Augustiner Chorherrenstift St. Zeno.]]
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[[Datei:Augustiner-Chorherrenstift St. Zeno.jpg|thumb|Nach der Überquerung des Kirchholzes führt der Salzburger Jakobsweg zum ehemaligen Augustiner-Chorherrenstift St. Zeno.]]
 
[[Datei:Luitpoldbrücke über die Saalach. Im Hintergrund der Predigtstuhl..jpg|thumb|Luitpoldbrücke über die Saalach. Im Hintergrund der Predigtstuhl.]]
 
[[Datei:Luitpoldbrücke über die Saalach. Im Hintergrund der Predigtstuhl..jpg|thumb|Luitpoldbrücke über die Saalach. Im Hintergrund der Predigtstuhl.]]
 
[[Datei:Pilgerwegausblick.jpg|thumb|In der Bildmitte die „Drei Brüder“ ([[Reiter Alm (Gebirge)|Reiter Alm]]) vom Salzburger Jakobsweg bei Schneizlreuth.]]
 
[[Datei:Pilgerwegausblick.jpg|thumb|In der Bildmitte die „Drei Brüder“ ([[Reiter Alm (Gebirge)|Reiter Alm]]) vom Salzburger Jakobsweg bei Schneizlreuth.]]
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Trotz der einträglichen Wallfahrt wird die Entlohnung des Marzoller Mesners für Mesnerdienst, Orgelspiel und Schulunterricht wohl nicht allzu üppig gewesen sein, denn dieser suchte sich weitere Betätigungsfelder, um seine Einkünfte zu erhöhen. Der [[Siezenheim]]er Mesner Michael Greppler bat [[1743]] in einem Brief an das Salzburger [[Domkapitel]], weiterhin seinen Nebentätigkeiten nachgehen zu dürfen. Dabei führte er an, dass sich die Mesner von Marzoll, [[Salzburghofen]] und Nonntal ebenfalls mit dem Schneiden von Haaren und Bärten ein Zusatzeinkommen verdienen würden.  
 
Trotz der einträglichen Wallfahrt wird die Entlohnung des Marzoller Mesners für Mesnerdienst, Orgelspiel und Schulunterricht wohl nicht allzu üppig gewesen sein, denn dieser suchte sich weitere Betätigungsfelder, um seine Einkünfte zu erhöhen. Der [[Siezenheim]]er Mesner Michael Greppler bat [[1743]] in einem Brief an das Salzburger [[Domkapitel]], weiterhin seinen Nebentätigkeiten nachgehen zu dürfen. Dabei führte er an, dass sich die Mesner von Marzoll, [[Salzburghofen]] und Nonntal ebenfalls mit dem Schneiden von Haaren und Bärten ein Zusatzeinkommen verdienen würden.  
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Am Marzoller Schlossweiher verlässt der Pilgerpfad die Straße, biegt nach links ab und führt von nun an über nicht asphaltierte Wanderwege nach [[Augustiner Chorherrenstift St. Zeno|St. Zeno]]. Den Kohlerbach überquert man am ehemaligen Standort der Haggenmühle, wo einst Getreide und Öl verarbeitet wurden. Nach dieser Mühle war der Wasserlauf jahrhundertelang Haggenbach genannt worden, bevor er seinen heutigen Namen vom Kolleranwesen in Türk an seinem Unterlauf erhielt. Seit die Mühlengebäude 1920 abgerissen wurden, sollen an der Haggenmühle Geister umgehen.  
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Am Marzoller Schlossweiher verlässt der Pilgerpfad die Straße, biegt nach links ab und führt von nun an über nicht asphaltierte Wanderwege nach [[Augustiner-Chorherrenstift St. Zeno|St. Zeno]]. Den Kohlerbach überquert man am ehemaligen Standort der Haggenmühle, wo einst Getreide und Öl verarbeitet wurden. Nach dieser Mühle war der Wasserlauf jahrhundertelang Haggenbach genannt worden, bevor er seinen heutigen Namen vom Kolleranwesen in Türk an seinem Unterlauf erhielt. Seit die Mühlengebäude 1920 abgerissen wurden, sollen an der Haggenmühle Geister umgehen.  
    
Meist parallel zur Landesgrenze verläuft der Weg nun auf der Anhöhe des Tumpen bis zur Tumpenkapelle, von der sich ein weiter Blick ins Reichenhaller Tal und zum Sonntagshorn bietet. Durch einen Hohlweg gelangt man zur schmucken Obermühle am Weißbach, die zur Einkehr einlädt. Das [[1415]] erstmals erwähnte Anwesen war die oberste der drei Weißbacher Mühlen. Lohnend ist ein Blick in die [[barock]]e Kapelle St. Leonhard, die in das später erbaute Nebengebäude integriert wurde. An dem von einer steinernen Madonna bewachten Hauseck wendet sich der Jakobsweg nach rechts und führt auf einem Steg über den Weißbach. Pilgerfreundliche Anwohner weisen hier den Wanderern mit echten Jakobsmuscheln den Weg. Auf einer Wiese gabelt sich der Pfad und man tut gut daran, den rechten Weg zu wählen, auch wenn es ein „Privatweg“ ist und seine „Benützung auf eigene Gefahr“ erfolgt. Hinter einer Abzweigung nach links beginnt ein leichter Anstieg auf das Kirchholz. Ein romantischer Weg, der auch unter dem Namen „Königsweg“ bekannt ist, führt dann durch schönsten Mischwald am Westabhang des Kirchholzes entlang. Besonders auffällig ist hier der große Bestand an Eiben, wie er sonst kaum irgendwo anzutreffen ist. Sanft bergab verläuft der Weg bis nach St. Zeno, das als die nächste offizielle Station der Jakobspilger gilt. In einem Reiselesebuch wird davon berichtet, dass die Gebeine des heiligen Zeno in der früheren Stiftskirche ruhen würden. In Wahrheit hütet man hier lediglich eine Reliquie des Bischofs in einer silbernen Büste.  
 
Meist parallel zur Landesgrenze verläuft der Weg nun auf der Anhöhe des Tumpen bis zur Tumpenkapelle, von der sich ein weiter Blick ins Reichenhaller Tal und zum Sonntagshorn bietet. Durch einen Hohlweg gelangt man zur schmucken Obermühle am Weißbach, die zur Einkehr einlädt. Das [[1415]] erstmals erwähnte Anwesen war die oberste der drei Weißbacher Mühlen. Lohnend ist ein Blick in die [[barock]]e Kapelle St. Leonhard, die in das später erbaute Nebengebäude integriert wurde. An dem von einer steinernen Madonna bewachten Hauseck wendet sich der Jakobsweg nach rechts und führt auf einem Steg über den Weißbach. Pilgerfreundliche Anwohner weisen hier den Wanderern mit echten Jakobsmuscheln den Weg. Auf einer Wiese gabelt sich der Pfad und man tut gut daran, den rechten Weg zu wählen, auch wenn es ein „Privatweg“ ist und seine „Benützung auf eigene Gefahr“ erfolgt. Hinter einer Abzweigung nach links beginnt ein leichter Anstieg auf das Kirchholz. Ein romantischer Weg, der auch unter dem Namen „Königsweg“ bekannt ist, führt dann durch schönsten Mischwald am Westabhang des Kirchholzes entlang. Besonders auffällig ist hier der große Bestand an Eiben, wie er sonst kaum irgendwo anzutreffen ist. Sanft bergab verläuft der Weg bis nach St. Zeno, das als die nächste offizielle Station der Jakobspilger gilt. In einem Reiselesebuch wird davon berichtet, dass die Gebeine des heiligen Zeno in der früheren Stiftskirche ruhen würden. In Wahrheit hütet man hier lediglich eine Reliquie des Bischofs in einer silbernen Büste.  

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