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===Geschichte===
 
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Den Türkenkriegen konnte sich auch das [[Erzbischof als Landesherr oder Grundherr#Erzstift|Erzstift]] nicht entziehen. Der Vater des Salzburger [[Fürsterzbischof]]s [[Wolf Dietrich von Raitenau]], [[Hans Werner von Raitenau]], starb als Kommandant des Salzburger Aufgebotes bei einem Feldzug gegen die Türken.
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[[Datei:Karl-Böhm-Saal Deckenfresko 2.jpg|thumb|Ausschnitt aus dem Deckenfresko von [[Michael Rottmayr]] im [[Karl-Böhm-Saal]] im [[Haus für Mozart]] in der [[Stadt Salzburg]]. Es stellt Reiterangriffe auf "Türkenpuppen" und das sogenannte "Türkenkopfstechen" dar.]]
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In [[Kärnten]] seien im [[15. Jahrhundert]] bereits Kirchen geplündert und verbrannt worden, berichtet Historiker [[Peter Klammer]] in seiner Ortschronik von [[Mauterndorf]]. Den Türkenkriegen konnte sich auch das [[Erzbischof als Landesherr oder Grundherr#Erzstift|Erzstift]] nicht entziehen. Der [[Fürsterzbischof]] führte eine Türkensteuer ein, eine Abgabe, mit der militärische Maßnahmen bezahlt werden sollten. Im [[Lungau]], beispielsweise, wurde die [[Wallfahrtskirche St. Leonhard am Wonneberg]] stark befestigt. [[1478]] überschritten 20 000 Osmanen die Grenze des Erzstifts und fielen im Lungau ein. Überlieferungen berichten, dass sie auf dem heutigen Gebiet der Blutigen Alm südlich von [[Thomatal]] plünderten. Aus dem ganzen Land war das Aufgebot an Bauern und Knechten an die Grenzen des Lungaus entsandt worden. Sogar aus dem [[Herzogtum Bayern]] waren Hilfstruppen unterwegs. Es kam aber zu keinen offenen Kämpfen, sondern sie stahlen Pferde und zogen sich wieder nach Süden zurück.
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Der Vater des Salzburger [[Fürsterzbischof]]s [[Wolf Dietrich von Raitenau]], [[Hans Werner von Raitenau]], starb als Kommandant des Salzburger Aufgebotes bei einem Feldzug gegen die Türken.
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Auch wenn die "unmittelbaren Kontakte" zwischen den beiden Reichen auf Salzburger Boden gering waren. "Die Folgen der osmanischen Expansion waren aber mehrfach in Salzburg spürbar. Weitverbreitet war die Türkenangst." Die Osmanen seien als "Falschgläubige" bezeichnet worden, schildert [[Arno Strohmeyer]], Historiker für Geschichte der Neuzeit an der [[Universität Salzburg]]. "Das wurde als Bedrohung der gesamten Lebensweise gesehen. Die Angst wurde durch Flugblätter erhöht, auf denen die Grausamkeiten der Türken verstärkt dargestellt wurden", sagt Strohmeyer, der auch das Institut für die Erforschung des Balkanraumes und der [[Habsburgermonarchie]] an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien leitet. "Weitverbreitet war die Vorstellung, dass die Türken Kinder pfählten." Neben dem Pfählen des Feindes habe auch das Enthaupten zu einer gängigen Art des Tötens während der Türkenkriege gehört, sagt der Historiker. Daran erinnert noch heute ein 600 Quadratmeter großes Deckenfresko von [[Michael Rottmayr]] im [[Karl-Böhm-Saal]] im [[Haus für Mozart]] in der [[Stadt Salzburg]]. Es stellt Reiterangriffe auf "Türkenpuppen" und das sogenannte "Türkenkopfstechen" dar - einen Teil der Kavallerieausbildung.<ref>[[Salzburger Nachrichten]] vom [https://www.sn.at/salzburg/chronik/schattenorte-als-die-osmanen-ueber-den-lungau-herfielen-130075255 21. November 2022] aus der Reihe [[Schattenorte]]</ref>
    
Am [[11. Juni]] [[1988]] erhielt [[Saalbach-Hinterglemm]] beim FIS-Kongress in Istanbul den Zuschlag für die Ausrichtung der [[Ski-WM Saalbach-Hinterglemm 1991|31. Alpinen Ski-WM]].
 
Am [[11. Juni]] [[1988]] erhielt [[Saalbach-Hinterglemm]] beim FIS-Kongress in Istanbul den Zuschlag für die Ausrichtung der [[Ski-WM Saalbach-Hinterglemm 1991|31. Alpinen Ski-WM]].

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