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'''Augustin Friedrich Freiherr von [[Hegi]]''' (* 16.., † [[13. Juni]] [[1686]]) war ein Höfling und Günstling des von 1668 bis 1687 regierenden Salzburger Fürsterzbischofs [[Maximilian Gandolph Graf von Kuenburg|Max Gandolfs von Kuenburg]].
{{Personenstub}}
===Schloss Ursprung===
Hegi war salzburgischer Hof- und Kriegsrat.<ref name="Wp">[[Wikipedia]]-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/ Schloss_Ursprung ''„Schloss Ursprung“''.]</ref>
Er erwarb am 13. September 1670 das [[Schloss Ursprung|Gut Ursprung]] und baute es zu einem Herrensitz aus. Hegi erwarb für die Gebiete des Gutes, die sich damals auf rund 100 Hektar beliefen, das Jagdrecht sowie das Schankrecht. Außerdem erreichte er die Bewilligung eines Bräuhauses.<ref name="Wp"/>
===Missetaten===
Hegis Charakter und Gebaren werden in ungünstigem Licht gezeichnet:
''Im Jahr 1675 wußte er blos aus muthwilliger Schadenfreude einen Studentenaufstand anzuzetteln, der von gefährlichen Aussichten war. Von Worten kam es zu Tätlichkeiten, welche Hegi, ein bekannter Feind der Studenten und aller Gelehrten, zuerst mit Stock und Degen unterstüzte, und dann mit einer Kompagnie Bewaffneter zu dämpfen suchte. Die Studenten stellten sich tapfer zur Gegenwehre, und gegen 300 standen unter Waffen auf dem [[Brodmarkt]]. Der polnische Graf Kuttler war ihr Anführer. Eben standen sie unter dem [[Ritzerbogen|Rizerbogen]] einander gegenüber in Schlachtordnung, als der Erzbischof dazwischen kam, und beiden Theilen Frieden gebot.''<ref name="Melchinger"> Johann W. Melchinger, ''Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Baiern'', ''Dritter und lezter Band'', Ulm 1797. [http://books.google.at/books?id=ohxBAAAAcAAJ&pg=PT262&lpg=PT262&dq=%22freiherren+von+hegi%22 Spalte 583 f.,] gestützt auf [[Joseph Benignus Schlachtner|Schlachtner]]s salzburgische Chronik.</ref>
''Hegi schien aber eine ordentliche Lust an solchen Händeln zu haben; indem er durch sein spöttisches und verächtliches Betragen, womit er nicht nur den Studierenden, sondern allen Gelehrten begegnete, derselben einige von Zeit zu Zeit veranlaßte.''<ref name="Melchinger"/>
Im April 1685 wurde Hegi vom Hof verstoßen und aller seiner Ämter entsetzt, ''„weil er, als ein gar muthwilliger, sein Ansehen mißbrauchender Günstling, aufstellte und absezte, belohnte und strafte nach eigener Willkühr, selbst ohne Wissen des Fürsten, wodurch er dem Erzstifte einen Schaden von mehr als 300.000 Gulden zufügte. Er hatte 71 Büchsenmeister eigenmächtig aufgenommen, und noch vielen andern Wartgelder gegeben, wovon man im [[Erzstift Salzburg|Erzstifte]] kein Beyspiel hatte.''<ref name="Melchinger"/>
===Ende===
Nach anderer Quelle<ref>Brandhuber, Christoph: Artikel ''„Kuenburg, Maximilian Gandolph Graf von (1622-1687), Fürsterzbischof von Salzburg“'', in: ''Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon Bd. 26 (2006) [http://www.bautz.de/bbkl/k/kuenburg_m_g.shtml Sp. 812-823.]</ref> fiel Hegi in Ungnade, nachdem er sich unvorsichtigerweise zu einer kritischen Äußerung an Max Gandolphs Vetternwirtschaft hinreißen hatte lassen.
Ein gutes Jahr nach seinem Sturz starb Hegi auf seinem Schloss Ursprung, angeblich durch genommenes Gift.<ref name="Melchinger"/>
Seine Witwe Maria Katharina Barbara geb. von Nitzwitz (* um 1638, † 13. September 1694) heiratete am 23. November 1692 den Salzburger [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#K|Kämmerer]] Johann Friedrich Freiherrn von [[Rehlingen]] (* 1667, † 1725) und brachte Schloss Ursprung dieser Familie zu.<ref>Artikel „[[Rehlingen]]“.</ref>
==Quellen==
<references/>
[[Kategorie:Person|Hegi, Augustin Friedrich Freiherr von]]
[[Kategorie:Person (Geschichte)|Hegi, Augustin Friedrich Freiherr von]]
[[Kategorie:Geschichte (Person)|Hegi, Augustin Friedrich Freiherr von]]
[[Kategorie:Beamter|Hegi, Augustin Friedrich Freiherr von]]