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[[Datei:Udo Jürgens Dietrich Mateschitz Romana Gastberger.jpg|thumb|Romana Gastberger mit [[Udo Jürgens]] und Dietrich Mateschitz zu Besuch bei [[Peter Gastberger]] im [[scalaria]].]]
 
[[Datei:Udo Jürgens Dietrich Mateschitz Romana Gastberger.jpg|thumb|Romana Gastberger mit [[Udo Jürgens]] und Dietrich Mateschitz zu Besuch bei [[Peter Gastberger]] im [[scalaria]].]]
Dkfm. '''Dietrich Mateschitz''' (* [[20. Mai]] [[1944]] in St. Marein, [[Steiermark]]) ist Inhaber des [[Red Bull]]-Imperiums und Milliardär.  
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Dkfm. '''Dietrich Mateschitz''' (* [[20. Mai]] [[1944]] in St. Marein, [[Steiermark]]; † [[22. Oktober]] [[2022]]) war Inhaber des [[Red Bull]]-Imperiums und Milliardär.  
    
== Leben ==
 
== Leben ==
Nach der Matura besuchte Mateschitz die Hochschule für Welthandel in Wien und schloss sein wirtschaftswissenschaftliches Studium mit dem Diplom ab. In den [[1970er]]-Jahren war Mateschitz als Marketing-Fachmann für verschiedene Unternehmen tätig. Danach arbeitete er im Marketing des Unternehmens "Blendax". Auf einer seiner zahlreichen Geschäftsreisen lernte er schließlich zu Anfang der [[1980er]]-Jahre in Asien den absatzstarken Markt von Energie- und Aufputschgetränken kennen.  
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Nach der Matura besuchte Mateschitz die Hochschule für Welthandel, der heutigen Wirtschaftsuniversität, in [[Wien]] und schloss sein wirtschaftswissenschaftliches Studium mit dem Diplom ab. In den [[1970er]]-Jahren war Mateschitz als Marketing-Fachmann für verschiedene Unternehmen tätig. Danach arbeitete er im Marketing des Unternehmens „Blendax“. Auf einer seiner zahlreichen Geschäftsreisen lernte er schließlich zu Anfang der [[1980er]]-Jahre in Asien den absatzstarken Markt von Energie- und Aufputschgetränken kennen.  
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Diese Energiegetränke waren in Europa und den USA zu dieser Zeit noch gänzlich unbekannt, weshalb er [[1983]] in Asien die Lizenz für ein solches Getränk erwarb. Ein Jahr später, [[1984]], gründete er zusammen mit seinen thailändischen Partnern Chaleo und Chalerm Yoovidhya das Unternehmen "[[Red Bull GmbH]]". Die Abwandlung der Rezeptur des thailändischen "Krating Daeng" und die Entwicklung eines Marketing-Konzepts führten [[1987]] schließlich zur Markteinführung von "[[Red Bull (Getränk)|Red Bull]]" in Österreich.
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Diese Energiegetränke waren in Europa und den USA zu dieser Zeit noch gänzlich unbekannt, weshalb er [[1983]] in Asien die Lizenz für ein solches Getränk erwarb. Ein Jahr später, [[1984]], gründete er zusammen mit seinen thailändischen Partnern Chaleo und Chalerm Yoovidhya das Unternehmen [[Red Bull GmbH]]. Die Abwandlung der Rezeptur des thailändischen ''Krating Daeng'' und die Entwicklung eines Marketing-Konzepts führten [[1987]] schließlich zur Markteinführung des Getränks ''[[Red Bull (Getränk)|Red Bull]]'' in Österreich.
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Das Getränk basierte nach dem Vorbild des thailändischen Getränks "Krating Daeng". Es ist eine Mixtur von Koffein, Vitaminen, der Aminosäure Taurin und anderen Substanzen, die den Organismus zu besonderen, lang anhaltenden Anstrengungen verhelfen sollen. Die Markteinführung erwies sich als schwierig. Konsumententests ergaben große Ablehnung gegen den Geschmack, die Zulassung des neuen Produkts zog sich über Jahre. Mateschitz ließ sich davon aber nicht abschrecken und zog sein Vorhaben konsequent durch. In den späten 1980er-Jahren zeigten sich erste Erfolge auf dem österreichischen Markt.  
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Das Getränk basierte nach dem Vorbild des thailändischen Getränks ''Krating Daeng''. Es ist eine Mixtur von Koffein, Vitaminen, der Aminosäure Taurin und anderen Substanzen, die den Organismus zu besonderen, lang anhaltenden Anstrengungen verhelfen sollen. Die Markteinführung erwies sich als schwierig. Konsumententests ergaben große Ablehnung gegen den Geschmack, die Zulassung des neuen Produkts zog sich über Jahre. Mateschitz ließ sich davon aber nicht abschrecken und zog sein Vorhaben konsequent durch. In den späten 1980er-Jahren zeigten sich erste Erfolge auf dem österreichischen Markt.  
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Dann ging es bald Schlag auf Schlag. Ein Land ums andere wurde erobert. Der Energy Drink avancierte zum Weltmarktführer innerhalb der Branche. Ende der [[1990er]]-erfüllte sich Mateschitz einen großen Traum: Red Bull startete auf dem US-Markt, der Heimat von Coca-Cola. Heute wird bereits jede dritte Dose ''Red Bull'' in den USA verkauft. Weltweit wurden [[2006]] erstmals mehr als drei Milliarden Dosen verkauft. Das rasante Wachstum geht trotzdem weiter und [[2008]] sorgt Mateschitz für den nächsten spektakulären Coup: Die Bullen bringen ein Red Bull Cola auf den Markt und sagen damit dem Weltgiganten Coca Cola offen den Kampf an.
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Dann ging es bald Schlag auf Schlag. Ein Land ums andere wurde erobert. Der ''Energy Drink'' avancierte zum Weltmarktführer innerhalb der Branche. Ende der [[1990er]]-erfüllte sich Mateschitz einen großen Traum: ''Red Bull'' startete auf dem US-Markt, der Heimat von ''Coca-Cola''. Heute wird bereits jede dritte Dose Red Bull in den USA verkauft. Weltweit wurden [[2006]] erstmals mehr als drei Milliarden Dosen verkauft. Das rasante Wachstum geht trotzdem weiter und [[2008]] sorgte Mateschitz für den nächsten spektakulären Coup: Die Bullen brachten ein ''Red Bull Cola'' auf den Markt und sagen damit dem Weltgiganten Coca Cola offen den Kampf an.
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Um gegen die Konkurrenz zu bestehen, wandte Mateschitz als Fachmann immer neue Marketingstrategien an. Besonders erfolgreich erwies sich die Kombination von Produktwerbung und Sport-[[Event]]: Der Manager engagierte sich durch sein außerordentliches Event-Marketing schon frühzeitig im Autorennsport, der zum Symbol für die dynamische Leistungsfähigkeit des 'Red Bull'-Konsumenten wurde. Heute ist Mateschitz mit seinem 'Red-Bull'-Imperium sowohl im Rennsport als auch im Sponsoring von Extremsportarten und Kulturprojekten tätig. In der [[Stadt Salzburg]] ließ Mateschitz unter anderem den Kunst- und Gourmettempel [[Hangar-7]] bauen, brachte [[1997]] die ''Wellness''-Getränkemarke [[Carpe Diem GmbH & Co KG|Carpe Diem]] auf den Markt, initiierte das Gourmetprojekt [[Carpe Diem Finest Fingerfood]] und übernahm den Fußballklub [[SV Austria Salzburg]], heute bekannt als "[[Red Bull Salzburg]]".
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Um gegen die Konkurrenz zu bestehen, wandte Mateschitz als Fachmann immer neue Marketingstrategien an. Besonders erfolgreich erwies sich die Kombination von Produktwerbung und Sport-''[[Event]]'': Der Manager engagierte sich durch sein außerordentliches ''Event-Marketing'' schon frühzeitig im Autorennsport, der zum Symbol für die dynamische Leistungsfähigkeit des 'Red Bull'-Konsumenten wurde. In den [[2010er]]-Jahren war Mateschitz mit seinem ''Red-Bull''-Imperium sowohl im Rennsport als auch im Sponsoring von Extremsportarten und Kulturprojekten tätig. In der [[Stadt Salzburg]] ließ Mateschitz unter anderem den Kunst- und Gourmettempel [[Hangar-7]] bauen, brachte [[1997]] die ''Wellness''-Getränkemarke [[Carpe Diem GmbH & Co KG|Carpe Diem]] auf den Markt, initiierte das Gourmetprojekt ''[[Carpe Diem Finest Fingerfood]]'' und übernahm den Fußballklub [[SV Austria Salzburg]], heute bekannt als [[Red Bull Salzburg]].
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Das bekannte US-Wirtschaftsmagazin "''Forbes''" schätzt Mateschitz' Privatvermögen mittlerweile auf drei Milliarden Dollar. Tendenz deutlich steigend. Der Österreicher zählt damit seit Jahren zum fixen Bestandteil der ''Forbes''-Rangliste der reichsten Weltbürger. Entgegen einer weit verbreiteten Meinung gehört 'Red Bull' aber nicht Mateschitz allein. Er hält "nur" 49 Prozent. Den gleichen Anteil hält die thailändische Familie Yoovidhya. Die restlichen zwei Prozent besitzt mit Chalerm Yoovidhya ebenfalls ein Spross dieser thailändischen Familie. Er lebt in London und ist ein guter Freund von Mateschitz (Quelle [[Salzburger Nachrichten]] 2012).
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Das bekannte US-Wirtschaftsmagazin ''Forbes'' schätzte Mateschitz' Privatvermögen mittlerweile auf drei Milliarden Dollar. Tendenz deutlich steigend. Der Österreicher zählte damit seit Jahren zum fixen Bestandteil der ''Forbes''-Rangliste der reichsten Weltbürger. Entgegen einer weit verbreiteten Meinung gehört ''Red Bull'' aber nicht Mateschitz allein. Er hielt nur 49 Prozent. Den gleichen Anteil hält die thailändische Familie Yoovidhya. Die restlichen zwei Prozent besitzt mit Chalerm Yoovidhya ebenfalls ein Spross dieser thailändischen Familie. Er lebt in [[London]] und war ein guter Freund von Mateschitz.<ref>[[Salzburger Nachrichten]] 2012</ref>
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In Salzburg-[[Nonntal]] wohnt Mateschitz in einer 900-Quadratmeter-Villa. Weiters hat er einen Wohnsitz in [[Maria Alm am Steinernen Meer]], ein Landgut, sowie ein 2&nbsp;000 Hektar großes Forstgut in Authal bei Bretstein in der Steiermark.<ref name="OOEN">[https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/Die-Immobilien-des-Herrn-Mateschitz;art4,2530939 www.nachrichten.at]</ref> Sein Vermögen wird auf 24,9 Milliarden Euro geschätzt.<ref>[https://www.sn.at/wirtschaft/oesterreich/porsche-piech-mateschitz-sind-die-reichsten-oesterreicher-123943216 www.sn.at], [[SN]],  8. Juli 2022 und [https://nzzas.nzz.ch/international/die-neue-einstiegsdroge-fuer-corona-leugner-ld.1660981?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE nzzas.nzz.ch] "Servus-TV ist die neue Einstiegsdroge für Corona-Leugner", 18. Dezember 2021</ref>
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In Salzburg-[[Nonntal]] wohnte Mateschitz in einer 900-Quadratmeter-Villa. Weiters hatte er einen Wohnsitz in [[Maria Alm am Steinernen Meer]], ein Landgut, sowie ein 2&nbsp;000 Hektar großes Forstgut in Authal bei Bretstein in der Steiermark.<ref name="OOEN">[https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/Die-Immobilien-des-Herrn-Mateschitz;art4,2530939 www.nachrichten.at]</ref> Sein Vermögen wird auf 24,9 Milliarden Euro geschätzt.<ref>[https://www.sn.at/wirtschaft/oesterreich/porsche-piech-mateschitz-sind-die-reichsten-oesterreicher-123943216 www.sn.at], [[SN]],  8. Juli 2022 und [https://nzzas.nzz.ch/international/die-neue-einstiegsdroge-fuer-corona-leugner-ld.1660981?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE nzzas.nzz.ch] "Servus-TV ist die neue Einstiegsdroge für Corona-Leugner", 18. Dezember 2021</ref>
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== 2019: "Beflügelt. Dietrich Mateschitz zum 75. Geburtstag" ==
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Über sein Privatleben wurde nicht viel bekannt, u. a. dass er einen Sohn hatte. Dietrich Mateschitz war im Alter von 78 Jahren nach einer kurzen, schweren Krebserkrankung verstorben.
Ein Beitrag am 18. Mai 2019 in den 'Salzburger Nachrichten' von [[Gerhard Kuntschik]].
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== 2019: „Beflügelt. Dietrich Mateschitz zum 75. Geburtstag“ ==
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Ein Beitrag am [[18. Mai]] [[2019]] in den „Salzburger Nachrichten“ von [[Gerhard Kuntschik]].
    
''Das ist eine ganz heikle Geschichte. Doch sind Journalisten an solche ja gewöhnt. Heikel ist fast alles, wird so von der einen Seite empfunden oder von der anderen. Oder allen. In diesem Fall geht es um den 75. Geburtstag des erfolgreichsten Unternehmers und Sportförderers Österreichs der vergangenen Jahrzehnte. Richtig, um „den Didi“, wie ihn Freunde hierzulande gern und ohne Widerspruch des Betroffenen nennen, oder um „Dietrich“, wie ihn vor allem seine britischen Kameraden aus der Formel 1 mit etwas mehr Respekt rufen.
 
''Das ist eine ganz heikle Geschichte. Doch sind Journalisten an solche ja gewöhnt. Heikel ist fast alles, wird so von der einen Seite empfunden oder von der anderen. Oder allen. In diesem Fall geht es um den 75. Geburtstag des erfolgreichsten Unternehmers und Sportförderers Österreichs der vergangenen Jahrzehnte. Richtig, um „den Didi“, wie ihn Freunde hierzulande gern und ohne Widerspruch des Betroffenen nennen, oder um „Dietrich“, wie ihn vor allem seine britischen Kameraden aus der Formel 1 mit etwas mehr Respekt rufen.
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''Ich fragte ihn kürzlich vorsichtshalber und vor allem scheinheilig: „Didi, was willst du am 20. Mai in den SN lesen?“ Er entgegnete, humorvoll, aber ziemlich bestimmt: „Gar nix.“ Also trafen wir die Entscheidung, am 20. Mai nichts über den Jubilar zu bringen. (Heute ist erst der 18.)
 
''Ich fragte ihn kürzlich vorsichtshalber und vor allem scheinheilig: „Didi, was willst du am 20. Mai in den SN lesen?“ Er entgegnete, humorvoll, aber ziemlich bestimmt: „Gar nix.“ Also trafen wir die Entscheidung, am 20. Mai nichts über den Jubilar zu bringen. (Heute ist erst der 18.)
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''Dietrich Mateschitz wurde als Gründer, Miteigentümer (51 Prozent hält die thailändische Familie Yoovidhya) und Alleingeschäftsführer der Firma Red Bull eine international anerkannte Unternehmerpersönlichkeit und Österreichs Nummer eins in der alljährlichen „Forbes“-Rich-List – ein Faktum, das er überhaupt nicht erwähnt
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''Dietrich Mateschitz wurde als Gründer, Miteigentümer (51 Prozent hält die thailändische Familie Yoovidhya) und Alleingeschäftsführer der Firma Red Bull eine international anerkannte Unternehmerpersönlichkeit und Österreichs Nummer eins in der alljährlichen „Forbes“-Rich-List – ein Faktum, das er überhaupt nicht erwähnt haben will und dessen Aussagekraft ihm eigentlich zuwider ist. Erfolg ist genauso sein Markenzeichen geworden wie die Scheu vor öffentlichen Auftritten, besonders in Gegenwart von Medien. Interviews mit ihm waren immer schon rar und wurden zuletzt noch rarer. Aussagen vor TV-Kameras lehnt er rundweg ab, das gehört zu seinem „Profil“ wie Jeans, Cowboyhemd und Lederjacke.
haben will und dessen Aussagekraft ihm eigentlich zuwider ist. Erfolg ist genauso sein Markenzeichen geworden wie die Scheu vor öffentlichen Auftritten, besonders in Gegenwart von Medien. Interviews mit ihm waren immer schon rar und wurden zuletzt noch rarer. Aussagen vor TV-Kameras lehnt er rundweg ab, das gehört zu seinem „Profil“ wie Jeans, Cowboyhemd und Lederjacke.
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''Doch ein Mal, ein einziges Mal, überwältigte ihn seine Emotion derart, dass er doch ein paar Sätze in die Kameras von ORF, RTL und Sky sprach – am 14. November 2010, im Flutlicht des Yas-Marina-Kurses von Abu Dhabi, als eben Sebastian Vettel im Red Bull-Renault seine erste Formel-1-Weltmeisterschaft gewonnen hatte, als Außenseiter, der gegen Fernando Alonso und Mark Webber zum lachenden Dritten geworden war.
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''Doch ein Mal, ein einziges Mal, überwältigte ihn seine Emotion derart, dass er doch ein paar Sätze in die Kameras von ORF, RTL und Sky sprach – am [[14. November]] [[2010]], im Flutlicht des Yas-Marina-Kurses von Abu Dhabi, als eben Sebastian Vettel im Red Bull-Renault seine erste Formel-1-Weltmeisterschaft gewonnen hatte, als Außenseiter, der gegen Fernando Alonso und Mark Webber zum lachenden Dritten geworden war.
    
''Schon damals war es nicht mehr vorstellbar, dass Mateschitz seinen ersten, winzigen Bekanntheitsgrad 23 Jahre zuvor in einem Salzburger Gasthaus erlangt hatte. Der
 
''Schon damals war es nicht mehr vorstellbar, dass Mateschitz seinen ersten, winzigen Bekanntheitsgrad 23 Jahre zuvor in einem Salzburger Gasthaus erlangt hatte. Der
 
[[Salzburger Eissportclub|Salzburger EC]] lud am [[28. August]] [[1987]] zur Saisoneröffnungs-Pressekonferenz des Eishockey-Bundesligisten in den [[Liefering]]er [[Gasthof Hartlwirt|Hartlwirt]]. Die Clubführung präsentierte neben der Mannschaft mit den Sowjetstars Viktor Schalimow und Sergej Kapustin auch den neuen Sponsor: „Herrn Mateschitz von der Firma Red Bull.“ Der war tatsächlich persönlich anwesend, stellte seine Firma – die damals niemand kannte –, sein Produkt– kein Mensch wusste mit dem Begriff „Energy Drink“ etwas anzufangen – und sich selbst vor. Die Handvoll Journalisten in dieser kleinen Runde konnte nicht abschätzen, wen sie da eben kennengelernt hatte – und was dieser Herr noch bewegen würde. Mateschitz selbst bestätigte viele Jahre später seine Loyalität zu „seiner“ ersten Sportart: „Dem Eishockey gehört mein Herzblut.“
 
[[Salzburger Eissportclub|Salzburger EC]] lud am [[28. August]] [[1987]] zur Saisoneröffnungs-Pressekonferenz des Eishockey-Bundesligisten in den [[Liefering]]er [[Gasthof Hartlwirt|Hartlwirt]]. Die Clubführung präsentierte neben der Mannschaft mit den Sowjetstars Viktor Schalimow und Sergej Kapustin auch den neuen Sponsor: „Herrn Mateschitz von der Firma Red Bull.“ Der war tatsächlich persönlich anwesend, stellte seine Firma – die damals niemand kannte –, sein Produkt– kein Mensch wusste mit dem Begriff „Energy Drink“ etwas anzufangen – und sich selbst vor. Die Handvoll Journalisten in dieser kleinen Runde konnte nicht abschätzen, wen sie da eben kennengelernt hatte – und was dieser Herr noch bewegen würde. Mateschitz selbst bestätigte viele Jahre später seine Loyalität zu „seiner“ ersten Sportart: „Dem Eishockey gehört mein Herzblut.“
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''Für Dietrich Mateschitz, den graduierten Diplomkaufmann, bildete Marketing immer die Grundlage des Wirtschaftens. Und da wieder Sport in vielen Facetten – je „wilder“, desto besser, coole Typen, coole Sportarten, oft extrem. Der Siegeszug der blau-silbernen Dose gerade bei jungen Konsumenten gab ihm recht. In deutschen
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''Für Dietrich Mateschitz, den graduierten Diplomkaufmann, bildete Marketing immer die Grundlage des Wirtschaftens. Und da wieder Sport in vielen Facetten – je „wilder“, desto besser, coole Typen, coole Sportarten, oft extrem. Der Siegeszug der blau-silbernen Dose gerade bei jungen Konsumenten gab ihm recht. In deutschen Medien wird er oft mit einem Hauch Abschätzigkeit (Neid?) „Brausefabrikant“ tituliert. Die Art, wie der Konzern Red Bull mittlerweile in der Sportwelt auftritt, ist zwiespältig wegen des Anspruchs, überall führend zu sein. Von kritiklosem Applaus bis protestierendem Aktionismus reicht das Reaktionsspektrum, aus einem Grund: Wenn Red Bull = Dietrich Mateschitz etwas anpackt, dann gründlich. Mit Zielstrebigkeit zum Erfolg. Kontrovers wird vor allem sein Engagement im Fußball gesehen, weil das Jetzt viel, die Zukunft mehr und die Historie nichts zählt.
Medien wird er oft mit einem Hauch Abschätzigkeit (Neid?) „Brausefabrikant“ tituliert. Die Art, wie der Konzern Red Bull mittlerweile in der Sportwelt auftritt, ist zwiespältig wegen des Anspruchs, überall führend zu sein. Von kritiklosem Applaus bis protestierendem Aktionismus reicht das Reaktionsspektrum, aus einem Grund: Wenn Red Bull = Dietrich Mateschitz etwas anpackt, dann gründlich. Mit Zielstrebigkeit zum Erfolg. Kontrovers wird vor allem sein Engagement im Fußball gesehen, weil das Jetzt viel, die Zukunft mehr und die Historie nichts zählt.
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''Dabei hat Mateschitz auch die Überzeugung (und die Mittel dazu), Visionen anzudenken und auszuführen: nicht nur im Sport mit den außereuropäischen Fußballschulen
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''Dabei hat Mateschitz auch die Überzeugung (und die Mittel dazu), Visionen anzudenken und auszuführen: nicht nur im Sport mit den außereuropäischen Fußballschulen und der beispielgebenden Nachwuchsakademie (Fußball/Eishockey) in Salzburg, mit Förderung der steirischen Heimat, mit Schaffung eines Bauwerks, das mittlerweile Wahrzeichen ist, sondern auch im Mediengeschäft. Denn als gäbe es mit dem Core Business und allen Sportaktivitäten nicht genug zu tun, wurde Mateschitz auch noch Medienmanager.
und der beispielgebenden Nachwuchsakademie (Fußball/Eishockey) in Salzburg, mit Förderung der steirischen Heimat, mit Schaffung eines Bauwerks, das mittlerweile Wahrzeichen ist, sondern auch im Mediengeschäft. Denn als gäbe es mit dem Core Business und allen Sportaktivitäten nicht genug zu tun, wurde Mateschitz auch noch Medienmanager.
      
''Print, Digital, TV. Die mediale Dose zum Lesen, Schauen, Hören, Mitagieren. Klar: Auf besonderem Niveau. Und ohne Betriebsrat, dieser einmalige Versuch verleitete ihn zu einer Massenkündigung, die er tags darauf zurücknahm. Das Delegieren ist nach einer großen Enttäuschung beim Versuch, eine „rechte Hand“ einzusetzen, so gar nicht seins. Was bei ihm am meisten zählt: neben Einsatz vor allem Loyalität.
 
''Print, Digital, TV. Die mediale Dose zum Lesen, Schauen, Hören, Mitagieren. Klar: Auf besonderem Niveau. Und ohne Betriebsrat, dieser einmalige Versuch verleitete ihn zu einer Massenkündigung, die er tags darauf zurücknahm. Das Delegieren ist nach einer großen Enttäuschung beim Versuch, eine „rechte Hand“ einzusetzen, so gar nicht seins. Was bei ihm am meisten zählt: neben Einsatz vor allem Loyalität.
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== Sein Firmenimperium ==
 
== Sein Firmenimperium ==
 
[[Bild:Hangar7 1.jpg|thumb|300px|Der [[Hangar-7]] am [[Airport Salzburg]].]]
 
[[Bild:Hangar7 1.jpg|thumb|300px|Der [[Hangar-7]] am [[Airport Salzburg]].]]
Dietrich Mateschitz hält folgende Beteiligungen:
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Dietrich Mateschitz hielt folgende Beteiligungen:
 
* 100 % Dietrich Mateschitz KEG
 
* 100 % Dietrich Mateschitz KEG
 
* 100 % D&M Beteiligungs GmbH
 
* 100 % D&M Beteiligungs GmbH
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* [[Flying Bulls|The Flying Bulls GmbH]]
 
* [[Flying Bulls|The Flying Bulls GmbH]]
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Im bzw. den Firmen von ihm gehören:
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Ihm bzw. den Firmen von ihm gehören:
 
* die [[Red-Bull-Zentrale]] in Fuschl am See
 
* die [[Red-Bull-Zentrale]] in Fuschl am See
 
* der [[Hangar 7]] am [[Flughafen Salzburg]]
 
* der [[Hangar 7]] am [[Flughafen Salzburg]]
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* 1984 gründet er die Red Bull GmbH, die ihm zu 49 Prozent gehört. 51 % hält die thailändische Unternehmerfamilie Yoovidhya.
 
* 1984 gründet er die Red Bull GmbH, die ihm zu 49 Prozent gehört. 51 % hält die thailändische Unternehmerfamilie Yoovidhya.
 
* 2001 erzielt das Unternehmen erstmals einen Umsatz von über einer Milliarde Euro.
 
* 2001 erzielt das Unternehmen erstmals einen Umsatz von über einer Milliarde Euro.
* 2004 gründet Mateschitz die gemeinnützige Stiftung "Wings-for-Life", die weltweit Spenden sammelt.
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* 2004 gründet Mateschitz die gemeinnützige Stiftung ''Wings-for-Life'', die weltweit Spenden sammelt.
* Ab 2005 steigt Red Bull mit den Rennställen "[[Red Bull Racing]]" und "Scuderia Toro Rosso"<ref>Der in Faenza in Norditalien beheimatete Rennstall ging aus dem ehemaligen Minardi-Team hervor und trat von 2006 bis 2019 unter dem Namen "Scuderia Toro Rosso" in der Formel-1-Weltmeisterschaft an. Seit 2020 heißt der Rennstal "Scuderia AlphaTauri"</ref> in die Formel 1 ein.
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* Ab 2005 steigt Red Bull mit den Rennställen "[[Red Bull Racing]]" und ''Scuderia Toro Rosso''<ref>Der in Faenza in Norditalien beheimatete Rennstall ging aus dem ehemaligen Minardi-Team hervor und trat von 2006 bis 2019 unter dem Namen "Scuderia Toro Rosso" in der Formel-1-Weltmeisterschaft an. Seit 2020 heißt der Rennstal ''Scuderia AlphaTauri''</ref> in die Formel 1 ein.
 
* 2005 übernimmt Red Bull den SV Austria Salzburg, der fortan FC Red Bull Salzburg heißt.
 
* 2005 übernimmt Red Bull den SV Austria Salzburg, der fortan FC Red Bull Salzburg heißt.
 
* 2007 erwirbt Red Bull 95 % der Anteile von [[Salzburg TV]].
 
* 2007 erwirbt Red Bull 95 % der Anteile von [[Salzburg TV]].
 
* 2009 ''Relaunch'' als Servus TV.
 
* 2009 ''Relaunch'' als Servus TV.
 
* Über 60 Milliarden Red-Bull-Dosen werden bis 2016 verkauft. Heute (2019) erhält man sie in 169 Ländern.
 
* Über 60 Milliarden Red-Bull-Dosen werden bis 2016 verkauft. Heute (2019) erhält man sie in 169 Ländern.
Quelle dieser Chronologie: [[Salzburger Nachrichten]], Ausgabe vom 18. Mai 2019 "Beflügelt"
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Quelle dieser Chronologie: [[Salzburger Nachrichten]], Ausgabe vom 18. Mai 2019 „Beflügelt“
 
   
 
   
 
== Quellen ==
 
== Quellen ==
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* Firmenkonstrukt Red Bull, ECHO Salzburg 03/2006, S. 23
 
* Firmenkonstrukt Red Bull, ECHO Salzburg 03/2006, S. 23
 
* {{Quelle SN|8. November 2012}}
 
* {{Quelle SN|8. November 2012}}
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* SN und [[Salzburg24.at]] am Sonntag, den 23. Oktober 2022
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== Einzelnachweise ==
 
== Einzelnachweise ==
 
<references/>
 
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[[Kategorie:Wirtschaftstreibender]]
 
[[Kategorie:Wirtschaftstreibender]]
 
[[Kategorie:Unternehmer]]
 
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[[Kategorie:Unternehmer (Geschichte)]]
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[[Kategorie:Sport]]
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[[Kategorie:Sport (Geschichte)]]
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[[Kategorie:Fußball]]
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[[Kategorie:Fußball (Geschichte)]]
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[[Kategorie:Motorsport]]
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[[Kategorie:Motorsport (Geschichte)]]
 
[[Kategorie:Zuagroaste]]
 
[[Kategorie:Zuagroaste]]
 
[[Kategorie:Steiermark]]
 
[[Kategorie:Steiermark]]
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[[Kategorie:Geboren 1944]]
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[[Kategorie:Gestorben 2022]]

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