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Textersetzung - „Marokko“ durch „Marokko“
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Fritz Moßhammer war durchaus ein Freund der Tradition. Vor allem dann, wenn man etwas Neues aus ihr machen kann. Mit dem Alphornspielen hatte der Salzburger Multi-Instrumentalist vor vielen Jahren etwa deshalb begonnen, "weil ich sehen wollte, was damit alles möglich ist".
 
Fritz Moßhammer war durchaus ein Freund der Tradition. Vor allem dann, wenn man etwas Neues aus ihr machen kann. Mit dem Alphornspielen hatte der Salzburger Multi-Instrumentalist vor vielen Jahren etwa deshalb begonnen, "weil ich sehen wollte, was damit alles möglich ist".
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Seitdem hatte Moßhammer seinem imposanten Instrument auch schon manche Orte gezeigt, die es ohne ihn vielleicht nicht so schnell kennengelernt hätte: Nach [[Marokko]] war er als Mitglied des Münchener Alphornkollektivs gereist, um dort mit traditionellen Gnawa-Musikern zu musizieren. "Eine unglaubliche Erfahrung", schwärmte er noch später. In San Francisco hatte er Alphorn-Solo-''Performances'' gespielt. Nur in der [[Schweiz]] fanden nicht alle Moßhammers Philosophie immer lustig. Schräge Improvisationen auf einem Nationalheiligtum? " [[1994]] habe ich meine Musik auf einem Schweizer Alphorn-Kongress gespielt", erzählte er. "Danach ist einer gekommen und hat gesagt: 'Das was Sie da machen - das dürfen Sie gar nicht!'"
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Seitdem hatte Moßhammer seinem imposanten Instrument auch schon manche Orte gezeigt, die es ohne ihn vielleicht nicht so schnell kennengelernt hätte: Nach Marokko war er als Mitglied des Münchener Alphornkollektivs gereist, um dort mit traditionellen Gnawa-Musikern zu musizieren. "Eine unglaubliche Erfahrung", schwärmte er noch später. In San Francisco hatte er Alphorn-Solo-''Performances'' gespielt. Nur in der [[Schweiz]] fanden nicht alle Moßhammers Philosophie immer lustig. Schräge Improvisationen auf einem Nationalheiligtum? " [[1994]] habe ich meine Musik auf einem Schweizer Alphorn-Kongress gespielt", erzählte er. "Danach ist einer gekommen und hat gesagt: 'Das was Sie da machen - das dürfen Sie gar nicht!'"
    
Das Dürfen allerdings war für Moßhammer selten eine Kategorie. Egal ob Trompete, Alphorn, oder ein anderes (Blas-)Instrument, egal ob mit der Formation "Hammerling", dem "Alphornkollektiv", dem (ruhend gestellten) "Trio Inflagranti" oder in einem von unzähligen ''Crossover''-Projekten mit Theaterleuten und bildenden Künstlern: "Wichtig ist immer, dass es eine Herausforderung gibt. Sonst könnte ich ja irgendeinen beliebigen Job machen." Die Vielfalt seines Tuns zwischen unkonventionellen Heimatklängen und frei improvisierter Kammermusik war im Jänner [[2009]] in der [[Stadt Salzburg]] geballt zu hören. Moßhammer war der erste Gast einer neuen Reihe im [[Jazzit]], Musiker:Porträt, in der Salzburger Musiker an zwei Abenden ihr Schaffen präsentieren.
 
Das Dürfen allerdings war für Moßhammer selten eine Kategorie. Egal ob Trompete, Alphorn, oder ein anderes (Blas-)Instrument, egal ob mit der Formation "Hammerling", dem "Alphornkollektiv", dem (ruhend gestellten) "Trio Inflagranti" oder in einem von unzähligen ''Crossover''-Projekten mit Theaterleuten und bildenden Künstlern: "Wichtig ist immer, dass es eine Herausforderung gibt. Sonst könnte ich ja irgendeinen beliebigen Job machen." Die Vielfalt seines Tuns zwischen unkonventionellen Heimatklängen und frei improvisierter Kammermusik war im Jänner [[2009]] in der [[Stadt Salzburg]] geballt zu hören. Moßhammer war der erste Gast einer neuen Reihe im [[Jazzit]], Musiker:Porträt, in der Salzburger Musiker an zwei Abenden ihr Schaffen präsentieren.

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