| | Ob sich die ersten Menschen in Salzburg tatsächlich in Tennengauer Höhlen aufhielten, soll [[2022]] eine neue Untersuchung zeigen. Wichtiges Material galt noch vor Kurzem als verschollen. | | Ob sich die ersten Menschen in Salzburg tatsächlich in Tennengauer Höhlen aufhielten, soll [[2022]] eine neue Untersuchung zeigen. Wichtiges Material galt noch vor Kurzem als verschollen. |
| − | Stammen die im vergangenen Jahrhundert in der Schlenken-Durchgangshöhle gefundenen angeblichen Steinwerkzeuge von Neandertalern vor ca. 40 000 Jahren? Sind sie also die ersten menschlichen Zeugnisse im Land? Zuletzt hatten Experten erhebliche Zweifel an früheren Erkenntnissen geäußert. | + | Stammen die im vergangenen Jahrhundert in der Schlenken-Durchgangshöhle gefundenen angeblichen Steinwerkzeuge von Neandertalern, die sich vor ca. 40 000 Jahren hier aufgehalten haben? Sind sie also die ersten menschlichen Zeugnisse im Land? Zuletzt hatten Experten erhebliche Zweifel an früheren Erkenntnissen geäußert. |
| − | Nachdem der der Bad Vigauner Historiker [[Michael Neureiter (Politiker)|Michael Neureiter]] im Sommer [[2022]] anlässlich eines Symposiums von Höhlenforschern in Bad Vigaun von Zweifel an der Echtheit der Funde erfahren hatte, forschte er nach deren Verbleib. Doch zunächst vergeblich. Dann aber erhielt er am Mittwoch, [[28. September]] 2022, vom Leiter des [[Museum Burg Golling|Museums Burg Golling]], Sebastian Krutter, die Nachricht, dass die Originale gefunden worden seien. Der prähistorische Archäologe habe ihm mitgeteilt, dass dessen Kollegenschaft im Naturhistorischen Museum in Wien nach längerem Suchen zwei kleine Schachteln mit dem archäologischen Fundmaterial aus der Höhle gefunden hat. Die Höhle liegt im Grat zwischen dem Schlenken und dem [[Schmittenstein]]. Das Material stehe für eine wissenschaftliche Untersuchung bereit. Von den Steingegenständen standen zuletzt nur Kopien zur Verfügung. | + | Nachdem der der Bad Vigauner Historiker [[Michael Neureiter (Politiker)|Michael Neureiter]] im Sommer [[2022]] anlässlich eines Symposiums von Höhlenforschern in Bad Vigaun von Zweifeln an der Echtheit der Funde erfahren hatte, forschte er nach dem Verbleib der Artefakte. Doch zunächst vergeblich. Dann aber erhielt er am Mittwoch, [[28. September]] 2022, vom Leiter des [[Museum Burg Golling|Museums Burg Golling]], Sebastian Krutter, die Nachricht, dass die Originale gefunden worden seien. Der Fachmann für prähistorische Archäologie habe ihm mitgeteilt, dass dessen Kollegenschaft im Naturhistorischen Museum in Wien nach längerem Suchen zwei kleine Schachteln mit dem archäologischen Fundmaterial aus der Höhle entdeckt hat. Die Höhle liegt im Grat zwischen dem Schlenken und dem [[Schmittenstein]]. Das Material stehe für eine wissenschaftliche Untersuchung bereit. Von den Steingegenständen standen zuletzt nur Kopien zur Verfügung. |
| | Nun sollen "eine konkrete Vorhabens- bzw. Projektbeschreibung für eine artefaktmorphologische Bearbeitung und Dokumentation sowie geoarchäologische Untersuchung dieser vermeintlich paläolithischen Gesteinsartefakte ausgearbeitet werden". Es gelte, Fachkollegen ins Boot zu holen und die notwendigen Finanzmittel einzuplanen. Um geringe Kostenbeteiligungen ersucht Neureiter die Gemeinden Bad Vigaun und Krispl. Vom Vigauner [[Bürgermeister der Gemeinde Bad Vigaun|Bürgermeister]] [[Fritz Holztrattner]] liegt schon ein positives Signal dazu vor. | | Nun sollen "eine konkrete Vorhabens- bzw. Projektbeschreibung für eine artefaktmorphologische Bearbeitung und Dokumentation sowie geoarchäologische Untersuchung dieser vermeintlich paläolithischen Gesteinsartefakte ausgearbeitet werden". Es gelte, Fachkollegen ins Boot zu holen und die notwendigen Finanzmittel einzuplanen. Um geringe Kostenbeteiligungen ersucht Neureiter die Gemeinden Bad Vigaun und Krispl. Vom Vigauner [[Bürgermeister der Gemeinde Bad Vigaun|Bürgermeister]] [[Fritz Holztrattner]] liegt schon ein positives Signal dazu vor. |