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Im Herbst [[2009]] machten Archäologen einen Sensationsfund. Bei Grabungen am Mitterberg entdeckte man am ''Troiboden'' in 1 700 [[m ü. A.]] eine alte Holzkiste. Diese etwa einen mal einen Meter große Kiste ist ein Werkskasten, der auf das 10. bis 15. Jahrhundert vor Christus datiert wird. Der [[Torfstechen|Torfboden]] konservierte nicht nur das Holz, sondern auch die darin befindliche Mechanik.  
 
Im Herbst [[2009]] machten Archäologen einen Sensationsfund. Bei Grabungen am Mitterberg entdeckte man am ''Troiboden'' in 1 700 [[m ü. A.]] eine alte Holzkiste. Diese etwa einen mal einen Meter große Kiste ist ein Werkskasten, der auf das 10. bis 15. Jahrhundert vor Christus datiert wird. Der [[Torfstechen|Torfboden]] konservierte nicht nur das Holz, sondern auch die darin befindliche Mechanik.  
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Kasten und Wasser bildeten für die Bergleute der Bronzezeit ein Spezialgerät. Damit konnten verschieden schwere Sedimentgesteine gesiebt werden - Erze konnte somit gewonnen werden.  
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In Verbindung mit dem Wasser konnten mit Hilfe des Kastens verschieden schwere Sedimentgesteine gesiebt werden und damit Erze gewonnen werden. Der Kasten war für die Bergleute der Bronzezeit damit ein wertvolles Spezialgerät.
    
Man nimmt an, dass zur Bronzezeit mehrere Hundert Bergarbeiter am Troiboden werkten. Es war ja das größte Kupfererzbergwerk Mitteleuropas gewesen!
 
Man nimmt an, dass zur Bronzezeit mehrere Hundert Bergarbeiter am Troiboden werkten. Es war ja das größte Kupfererzbergwerk Mitteleuropas gewesen!
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Die Archäologen entdeckten aber auch noch eine zweite, bisher völlig  unbekannte Fundstelle. Dabei handelte es sich um einen Friedhof aus der  Spätbronzezeit, und zwar aus dem 12. Jahrhundert vor Christus. „''Erstmals  konnten wir in Salzburg ein sogenanntes Schwertgrab aus dieser Zeit  freilegen, das wir auf dem mehr als zwei Kilometer langen Baufeld  entdeckt haben. Dabei fanden wir eine Urne mit Spuren menschlicher  Überreste. In der Urne befanden sich auch eine Art Trink- und  Schöpfgefäß aus Ton sowie ein Schwert aus Bronze. Das Schwert deutet als  Statussymbol darauf hin, dass es sich bei dem Verstorbenen um einen  Mann aus der sozialen Oberschicht handelte. Insgesamt konnten wir zwei  solcher Gräber freilegen, Brandbestattungen waren in der sogenannten  [[Urnenfelderkultur|Urnenfelderzeit]] üblich''“, so der Archäologe.
 
Die Archäologen entdeckten aber auch noch eine zweite, bisher völlig  unbekannte Fundstelle. Dabei handelte es sich um einen Friedhof aus der  Spätbronzezeit, und zwar aus dem 12. Jahrhundert vor Christus. „''Erstmals  konnten wir in Salzburg ein sogenanntes Schwertgrab aus dieser Zeit  freilegen, das wir auf dem mehr als zwei Kilometer langen Baufeld  entdeckt haben. Dabei fanden wir eine Urne mit Spuren menschlicher  Überreste. In der Urne befanden sich auch eine Art Trink- und  Schöpfgefäß aus Ton sowie ein Schwert aus Bronze. Das Schwert deutet als  Statussymbol darauf hin, dass es sich bei dem Verstorbenen um einen  Mann aus der sozialen Oberschicht handelte. Insgesamt konnten wir zwei  solcher Gräber freilegen, Brandbestattungen waren in der sogenannten  [[Urnenfelderkultur|Urnenfelderzeit]] üblich''“, so der Archäologe.
 
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==Quellen ==
 
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* [[Salzburger Nachrichten]], 6. Oktober 2009
 
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