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Im Emigrationspatent, das von Hofkanzler Cristiani verfasst und am [[31. Oktober]] [[1731]] von ihm und Erzbischof [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]] unterzeichnet wurde, wird zunächst alles geschildert, was bis zur Verhaftung der protestantischen Rädelsführer geschehen ist.
 
Im Emigrationspatent, das von Hofkanzler Cristiani verfasst und am [[31. Oktober]] [[1731]] von ihm und Erzbischof [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]] unterzeichnet wurde, wird zunächst alles geschildert, was bis zur Verhaftung der protestantischen Rädelsführer geschehen ist.
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Besonders wird darin auf die Versammlung der Protestanten am 5. August in [[Schwarzach]] eingegangen.
Besonders wird darin auf die Versammlung der Protestanten am 5. August in [[Schwarzach]], eingegangen.
   
Sodann wird die Absicht, alles Protestantische „von der Wurzel auß zu vertilgen“ bekundet und die Emigration der Protestanten verfügt.
 
Sodann wird die Absicht, alles Protestantische „von der Wurzel auß zu vertilgen“ bekundet und die Emigration der Protestanten verfügt.
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Am Schluss des Patentes wird allen Behörden befohlen, „es gewiß und festiglich zu befolgen und sich dann weder durch Grab, Freund- oder Feinschaft, noch Haß oder Liebe hindern zu lassen.“
 
Am Schluss des Patentes wird allen Behörden befohlen, „es gewiß und festiglich zu befolgen und sich dann weder durch Grab, Freund- oder Feinschaft, noch Haß oder Liebe hindern zu lassen.“
 
   
 
   
 
Auf die Anfrage des Pflegers von Gastein, ob denn das Patent in dieser Jahreszeit wirklich durchgeführt werden müsse, erging der Befehl:
 
Auf die Anfrage des Pflegers von Gastein, ob denn das Patent in dieser Jahreszeit wirklich durchgeführt werden müsse, erging der Befehl:
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„Die Emigrationspatente müssen vollzogen werden, es gehe, wie es wolle, leide daran, wer leiden kann; keine Gnade, keine Mildt, ein anderes ist nicht zu hoffen.“
 
„Die Emigrationspatente müssen vollzogen werden, es gehe, wie es wolle, leide daran, wer leiden kann; keine Gnade, keine Mildt, ein anderes ist nicht zu hoffen.“
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==Folgen==
 
==Folgen==
 
In mehreren Zügen wurden die Unangesessenen (Taglöhner, Handwerker, Dienstboten) binnen weniger Tage vertrieben, die Angesessenen erhielten eine Frist von drei Monaten, um vor der Emigration ihre Besitzangelegenheiten zu regeln.  
 
In mehreren Zügen wurden die Unangesessenen (Taglöhner, Handwerker, Dienstboten) binnen weniger Tage vertrieben, die Angesessenen erhielten eine Frist von drei Monaten, um vor der Emigration ihre Besitzangelegenheiten zu regeln.  
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