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Nach dem Ankauf durch den Erzbischof erlebte der Bergbau „in der Schwarzleo“ einen wirtschaftlichen Aufschwung bei einem jährlichen Reinertrag von 3.000 bis 4.000 Gulden. Allerdings beginnt ab [[1783]] ein Abschwung. Dem wirtschaftlichen Niedergang wird mit Verbesserungs- und Rationalisierungsmaßnehmen begegnet, diese können ihn aber nicht mehr aufhalten. [[1817]] richten darüber hinaus starke Schmelzwässer große Schäden an den Bergwerksanlagen an, [[1825]] musste das Werk still gelegt werden. Ab diesem Zeitpunkt kommt es nur mehr zu kleineren Erzförderungen und [[1833]] wurde das gesamte Inventar für einen geringen Erlös versteigert.
 
Nach dem Ankauf durch den Erzbischof erlebte der Bergbau „in der Schwarzleo“ einen wirtschaftlichen Aufschwung bei einem jährlichen Reinertrag von 3.000 bis 4.000 Gulden. Allerdings beginnt ab [[1783]] ein Abschwung. Dem wirtschaftlichen Niedergang wird mit Verbesserungs- und Rationalisierungsmaßnehmen begegnet, diese können ihn aber nicht mehr aufhalten. [[1817]] richten darüber hinaus starke Schmelzwässer große Schäden an den Bergwerksanlagen an, [[1825]] musste das Werk still gelegt werden. Ab diesem Zeitpunkt kommt es nur mehr zu kleineren Erzförderungen und [[1833]] wurde das gesamte Inventar für einen geringen Erlös versteigert.
 
==Rohmagnesitbergbau Nöcklberg und Inschlagalpe==
 
==Rohmagnesitbergbau Nöcklberg und Inschlagalpe==
Das Rohmagnesiterzvorkommen wurde im 20. Jahrhundert entdeckt und ab 1937 vom Gewerken Weilguny mit dem Abbau begonnen. [[1951]] übernahm den Betrieb die Österr.-Amerikan. Magnesit-AG Radenthein. [[1970]] wurde auch der [[Rohmagnesitbergbau Inschlagalpe]] in Leogang eingestellt, was das vorläufige Ende der Bergbaugeschichte Leogangs gebracht hat.  
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Das Rohmagnesiterzvorkommen wurde im 20. Jahrhundert entdeckt und ab 1937 unter dem Gewerken Weilguny mit dem Abbau begonnen. [[1951]] übernahm den Betrieb die Österr.-Amerikan. Magnesit-AG Radenthein. [[1970]] wurde auch der [[Rohmagnesitbergbau Inschlagalpe]] in Leogang eingestellt, was das vorläufige Ende der Bergbaugeschichte Leogangs gebracht hat.
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==Hütten==
 
==Hütten==
 
Hier entstand das erste Schmelzwerk [[1585]], [[1800]] verfügte die Hütte über vier Stichöfen und einen kleinen Garherd. Das große Gebläse mit vier Windkästen, aus dicken Brettern gezimmert, wurde mittels Wasserrad betrieben. Insgesamt bestanden eine Schmelzhütte mit Probiergaden, eine Wohnung für den Verweser (Verwalter), jenseits des Baches ein Röstofen, ein Flammofen zum Bleirösten, das Verweserhaus, heute ein Forsthaus, das Gasthaus, Hüttwirt genannt, in dessen Garten die [[Kaiser-Franz-Josef-Jubiläumslinde]] Schatten spendet, die [[Knappenkapelle St. Anna]] und vier hölzerne Häuser. Zeitweise wurden auch die Erze vom [[Limberg]] und von [[Thumersbach]] nach Hütten transportiert und hier verarbeitet. Leogangs Silbererze wurden aber wegen der umständlichen Scheidearbeit in die Hütte nach Lend gebracht.  
 
Hier entstand das erste Schmelzwerk [[1585]], [[1800]] verfügte die Hütte über vier Stichöfen und einen kleinen Garherd. Das große Gebläse mit vier Windkästen, aus dicken Brettern gezimmert, wurde mittels Wasserrad betrieben. Insgesamt bestanden eine Schmelzhütte mit Probiergaden, eine Wohnung für den Verweser (Verwalter), jenseits des Baches ein Röstofen, ein Flammofen zum Bleirösten, das Verweserhaus, heute ein Forsthaus, das Gasthaus, Hüttwirt genannt, in dessen Garten die [[Kaiser-Franz-Josef-Jubiläumslinde]] Schatten spendet, die [[Knappenkapelle St. Anna]] und vier hölzerne Häuser. Zeitweise wurden auch die Erze vom [[Limberg]] und von [[Thumersbach]] nach Hütten transportiert und hier verarbeitet. Leogangs Silbererze wurden aber wegen der umständlichen Scheidearbeit in die Hütte nach Lend gebracht.  
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