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| | Bereits ab [[1872]] berichteten Zeitungen vom ''Projekt Schafbergbahn''. Zunächst hatte die Salzburger Landesregierung gegen den Bau der Zahnradbahn, gab diesen Widerstand jedoch dann auf. Nach langwierigen, zähen Verhandlungen mit Behörden und der beteiligten Regierung ist die Konzession zum Bau der Zahnradbahn auf den Schafberg zustande gekommen, so dass am [[2. April]] [[1892]] die mühevollen Bauarbeiten unter dem Generalunternehmer Ing. [[Stern & Hafferl]] in Angriff genommen werden konnten. Unzählige Maultierlasten und 350 italienische Bauarbeiter bewältigten die Trassierung der Schafbergzahnradbahn, die Pionierleistung der Firma Stern & Hafferl (die es auch heute noch am Traun- und [[Attersee]] in Oberösterreich gibt) in nur einjähriger Bauzeit. Begünstigt durch das schöne Wetter, konnte am [[10. Oktober]] [[1892]] der 100 Meter lange Tunnel nahe der Schafbergspitze durchbrochen werden. Ein sehr schneereicher Winter [[1892]]/[[1893]] unterbrach die begonnenen Arbeiten bis zum nächsten Frühjahr. | | Bereits ab [[1872]] berichteten Zeitungen vom ''Projekt Schafbergbahn''. Zunächst hatte die Salzburger Landesregierung gegen den Bau der Zahnradbahn, gab diesen Widerstand jedoch dann auf. Nach langwierigen, zähen Verhandlungen mit Behörden und der beteiligten Regierung ist die Konzession zum Bau der Zahnradbahn auf den Schafberg zustande gekommen, so dass am [[2. April]] [[1892]] die mühevollen Bauarbeiten unter dem Generalunternehmer Ing. [[Stern & Hafferl]] in Angriff genommen werden konnten. Unzählige Maultierlasten und 350 italienische Bauarbeiter bewältigten die Trassierung der Schafbergzahnradbahn, die Pionierleistung der Firma Stern & Hafferl (die es auch heute noch am Traun- und [[Attersee]] in Oberösterreich gibt) in nur einjähriger Bauzeit. Begünstigt durch das schöne Wetter, konnte am [[10. Oktober]] [[1892]] der 100 Meter lange Tunnel nahe der Schafbergspitze durchbrochen werden. Ein sehr schneereicher Winter [[1892]]/[[1893]] unterbrach die begonnenen Arbeiten bis zum nächsten Frühjahr. |
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| − | Im Juni 1893 wurde die letzten der fünf Lokomotiven von einer Sachverständigenkommission geprüft. Die Waggons der Grazer Waggon-Firma Weizer waren bereits geliefert und standen in der Talstation. Diese solid gefertigten Waggons hatten eine Länge von 10,5 Metern und eine Höhe von 2,5 Metern. Die Waggons der ersten Klasse hatten ein Gewicht von 6,4 Tonnen, die der zweiten Klasse 6,34 Tonnen. Der erste-Klasse-"Salon"-Waggon, der besonders schön ausgestattet war, bot für 55 Personen Platz. In den Waggons der zweiten Klasse war Platz für 60 Personen.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=18930608&seite=2&zoom=33&query=%22Schafbergbahn%22&ref=anno-search ANNO], [[Salzburger Chronik]], Ausgabe vom 8. Juni 1893, Seite 2ff</ref> | + | Im Juni 1893 wurde die letzten der fünf Lokomotiven von einer Sachverständigenkommission geprüft. Die Waggons der Grazer Waggon-Firma Weizer waren bereits geliefert und standen in der Talstation. Diese solid gefertigten Waggons hatten eine Länge von 10,5 Metern und eine Höhe von 2,5 Metern. Die Waggons der ersten Klasse hatten ein Gewicht von 6,4 Tonnen, die der zweiten Klasse 6,34 Tonnen. Der erste-Klasse-"Salon"-Waggon, der besonders schön ausgestattet war, bot für 55 Personen Platz. In den Waggons der zweiten Klasse war Platz für 60 Personen.<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=18930608&seite=2&zoom=33&query=%22Schafbergbahn%22&ref=anno-search ANNO], [[Salzburger Chronik]], Ausgabe vom 8. Juni 1893, Seite 2ff</ref> |
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| | Am [[1. August]] [[1893]] wurde die Zahnradbahn nach dem System Abt, in einer Gesamtlänge von 5,85 km bei einer Steigung von 250 Promille nach Konzessionsbeschluss freigegeben. Um 05:50 Uhr wurde der erste fahrplanmäßige Zug von der Station "St. Wolfgang", noch auf oberösterreichischem Gebiet, über "[[Schafbergalm|Schafbergalpe]]" zur Station "Schafbergspitze" abgeblasen. | | Am [[1. August]] [[1893]] wurde die Zahnradbahn nach dem System Abt, in einer Gesamtlänge von 5,85 km bei einer Steigung von 250 Promille nach Konzessionsbeschluss freigegeben. Um 05:50 Uhr wurde der erste fahrplanmäßige Zug von der Station "St. Wolfgang", noch auf oberösterreichischem Gebiet, über "[[Schafbergalm|Schafbergalpe]]" zur Station "Schafbergspitze" abgeblasen. |
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| − | [[1887]] wurde 14 238 Passagiere befördert, [[1888]] waren es 21 892.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=18990414&query=%22Schafbergbahn%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom 14. April 1899, Seite 3</ref> | + | [[1887]] wurde 14 238 Passagiere befördert, [[1888]] waren es 21 892.<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=18990414&query=%22Schafbergbahn%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom 14. April 1899, Seite 3</ref> |
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| − | [[1910]] erreichte die Schafbergbahn eine Frequenz von 17 571 Fahrgästen, [[1911]] waren es 26 752.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19120415&query=%22Schafbergbahn%22&ref=anno-search&seite=11 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], Ausgabe vom 15. April 1912, Seite 11</ref> | + | [[1910]] erreichte die Schafbergbahn eine Frequenz von 17 571 Fahrgästen, [[1911]] waren es 26 752.<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19120415&query=%22Schafbergbahn%22&ref=anno-search&seite=11 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], Ausgabe vom 15. April 1912, Seite 11</ref> |
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| − | [[1929]] waren 48 101 Personen befördert worden.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19290906&query=%22Schafbergbahn%22&ref=anno-search&seite=7 ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom 6. September 1929, Seite 7</ref> | + | [[1929]] waren 48 101 Personen befördert worden.<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19290906&query=%22Schafbergbahn%22&ref=anno-search&seite=7 ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom 6. September 1929, Seite 7</ref> |
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| | Der Bau der Zahnradbahn auf den Schafberg gilt als eine der Pionierleistungen des Bahnbaus. Ohne jemals durch neue Lokomotiven oder Personenwagen ersetzt worden zu sein, verrichten fünf Dampflokomotiven seit 1. August 1893 ihren Dienst bis ins [[20. Jahrhundert]]. Dann wurden sie schrittweise durch modernere Lokomotiven und Garnituren ersetzt. | | Der Bau der Zahnradbahn auf den Schafberg gilt als eine der Pionierleistungen des Bahnbaus. Ohne jemals durch neue Lokomotiven oder Personenwagen ersetzt worden zu sein, verrichten fünf Dampflokomotiven seit 1. August 1893 ihren Dienst bis ins [[20. Jahrhundert]]. Dann wurden sie schrittweise durch modernere Lokomotiven und Garnituren ersetzt. |