| − | Die Geschichte der Salzburger Cafés beginnt mit [[Johann Georg Fritsch]], einem Deutsch[[Tschechien#Böhmen|böhmen]], der Ende des [[17. Jahrhundert]]s von [[Fürsterzbischof]] [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] die Erlaubnis erhielt, ein ''Cafégewölb'' zu eröffnen. Fürsterzbischof [[Franz Anton Fürst Harrach]] hatte seinem Hofzuckerbäcker [[Franz Virgil Hartensteiner]] eine Kaffeehauskonzession bewilligt, die aber mit jener von Johann Georg Fritsch ident sein dürfte. Auch zwei Italiener, [[Paul Antoni Caribuni]] aus Mailand und [[Antoni Forno]] aus Graz, suchten um Kaffeehausbewilligungen an. Allerdings dürfte Fritsch sein Kaffeehaus erst kurz vor 1705 aufgemacht haben. Er starb [[1720]].<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19251224&query=%22Jean+Fontaine%22&ref=anno-search&seite=8 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], Ausgabe vom 24. Dezember 1925: Dr. [[Franz Martin]]: ''Das erste Kaffeehaus in Salzburg''.</ref> | + | Die Geschichte der Salzburger Cafés beginnt mit [[Johann Georg Fritsch]], einem Deutsch[[Tschechien#Böhmen|böhmen]], der Ende des [[17. Jahrhundert]]s von [[Fürsterzbischof]] [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] die Erlaubnis erhielt, ein ''Cafégewölb'' zu eröffnen. Fürsterzbischof [[Franz Anton Fürst Harrach]] hatte seinem Hofzuckerbäcker [[Franz Virgil Hartensteiner]] eine Kaffeehauskonzession bewilligt, die aber mit jener von Johann Georg Fritsch ident sein dürfte. Auch zwei Italiener, [[Paul Antoni Caribuni]] aus Mailand und [[Antoni Forno]] aus Graz, suchten um Kaffeehausbewilligungen an. Allerdings dürfte Fritsch sein Kaffeehaus erst kurz vor 1705 aufgemacht haben. Er starb [[1720]].<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19251224&query=%22Jean+Fontaine%22&ref=anno-search&seite=8 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], Ausgabe vom 24. Dezember 1925: Dr. [[Franz Martin]]: ''Das erste Kaffeehaus in Salzburg''.</ref> |
| | Der [[1670]] eingewanderte Savoyarde Jean Fontaine heiratete eine Salzburgerin und hatte mit ihr fast ein Dutzend Kinder. Zunächst handelte er mit Galanteriewaren. Da ihm aufgrund des [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#H|Hofschutzes]] der Handel mit Tuch und italienischer Seide verweigert wurde, suchte er nach weiteren Verdienstmöglichkeiten. Mit der Hofratssitzung vom [[31. März]] [[1700]] erhielt er die Genehmigung, ''..daß Ihro Gnaden dem Fontaine die Feilhabung und Verkaufung von Schokolade und Kaffee und dergleichen zu einer Zuebues vor einem andern, jedoch auf wolgfalln und widerruffen gnädigst bewilligt habe''. | | Der [[1670]] eingewanderte Savoyarde Jean Fontaine heiratete eine Salzburgerin und hatte mit ihr fast ein Dutzend Kinder. Zunächst handelte er mit Galanteriewaren. Da ihm aufgrund des [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#H|Hofschutzes]] der Handel mit Tuch und italienischer Seide verweigert wurde, suchte er nach weiteren Verdienstmöglichkeiten. Mit der Hofratssitzung vom [[31. März]] [[1700]] erhielt er die Genehmigung, ''..daß Ihro Gnaden dem Fontaine die Feilhabung und Verkaufung von Schokolade und Kaffee und dergleichen zu einer Zuebues vor einem andern, jedoch auf wolgfalln und widerruffen gnädigst bewilligt habe''. |