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[[Datei:Kraftwerk Stegenwald 2009.jpg|thumb|Am Beginn der Planungen 2009 trafen sich vor Ort (von links) Dr. Paul Jäger, [[Bürgermeister der Marktgemeinde Werfen]] [[Franz Meißl]], [[Landesrat]] [[Walter Blachfellner]], DI Dr. Gunter Sperka und Dr. [[Arno Gasteiger]].]]
Das '''Flusskraftwerk Stegenwald''' ist ein geplantes Wasserkraftwerk im nördlichen [[Pongau]] in der [[Salzach]].
== Geschichte ==
Die Projektbetreiber [[Salzburg AG]] und Verbund planen ein Flusskraftwerk im Bereich von [[Stegenwald]] zwischen dem [[Hagengebirge]] im Westen und dem [[Tennengebirge]] im Osten in einer sehr dünn besiedelten Region. Hier verlaufen lediglich die [[Salzburg-Tiroler-Bahn]], die [[Salzachtal Straße]] und die [[Tauernautobahn]] sowie "Stromautobahnen" wie die [[Salzburgleitung]]. Das Kraftwerk soll mit einer Leistung von 14,5 Megawatt und einer Jahreserzeugung von 72 Gigawattstunden 20 000 Haushalte versorgen. Die Salzburg AG rechnet mit 2,5 Jahren Bauzeit und 90 Millionen Euro Gesamtkosten.
Das [[Landesverwaltungsgericht]] wies im Sommer [[2022]] eine Beschwerde der [[Landesumweltanwaltschaft Salzburg|Landesumweltanwaltschaft]] (LUA) gegen den Bau des Salzachkraftwerks Stegenwald ab. Wenn alles glatt gehe, dann sei Februar [[2023]] ein realistischer Termin für den Baustart, hieß es seitens der Salzburg AG. Landesumweltanwältin [[Gishild Schaufler]] ,hatte stets mit dem Artenschutz argumentiert, es handle sich um den letzten unverbauten Abschnitt der mittleren Salzach. Die Energieversorger verweisen auf den Beitrag zur Selbstversorgung des Landes mit Strom.
Doch die Landesumweltanwaltschaft erhob erneut einen Einspruch und will bis ans Höchstgericht gehen. Als Gegnerin eines Ausbaus der erneuerbaren Energie will sich Schaufler nicht hinstellen lassen. Angesichts der Energiekrise dürfe man aber nicht den Fehler machen, die Biodiversitätskrise auszublenden. "Es geht nicht darum, dass irgendwelche Tiere besonders lieb sind. Sie alle spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem und wir steuern auf einen Kipppunkt zu." Der Ausbaugrad der Wasserkraft sei in Österreich mit rund 5 200 Anlagen extrem hoch. "Die meisten der übrig gebliebenen Bereiche sind ökologisch enorm wertvoll." Der vom Kraftwerk Stegenwald beanspruchte Bereich sei die letzte freie Fließstrecke der mittleren Salzach. Der gewässertypische Fischbestand könne sich nur noch in diesem Teilbereich zwischen den bestehenden Stauketten wieder etablieren. Neben den Fischen seien auch zahlreiche weitere Lebewesen betroffen, etwa die Wasseramsel oder die Gebirgsstelze, die dynamisches Fließgewässer für Brut und Nahrungssuche bräuchten, oder der [[Flussuferläufer]], der auf Kiesbänke angewiesen sei. Hilfsmittel wie [[Fischtreppe]]n würden nur bedingt wirken, sagt die Landesumweltanwältin.
In der Gemeinde Werfen gebe es breite Zustimmung für ein Kraftwerk, sagt Bgm. Hubert Stock (ÖVP).
== Weblink ==
* [[Salzburger Landeskorrespondenz]] vom [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&nachrid=42284 5. Februar 2009] "Drei wichtige Gründe für den Bau des Kraftwerkes Stegenwald"
== Quellen ==
* [https://www.sn.at/salzburg/politik/kraftwerk-stegenwald-baubeginn-2023-geplant-126106867 www.sn.at], 25. August 2022
* [https://www.sn.at/salzburg/politik/erneuter-einspruch-gegen-kraftwerk-in-stegenwald-126273466 www.sn.at], 29. August 2022
{{SORTIERUNG: Stegenwald, Flusskraftwerk}}
[[Kategorie:Energie]]
[[Kategorie:Wasserkraftwerk]]
[[Kategorie:Flusskraftwerk]]
[[Kategorie:Wasser]]
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[[Kategorie:Salzach]]
[[Kategorie:Projekt]]