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| | Nach schweren [[Bomben auf Salzburg|Bombenschäden]] im [[Zweiten Weltkrieg]] - nur die Westfassade war einigermaßen unbeschädigt geblieben - wurde die Kirche nach Plänen des bayrischen Architekten Michael Kurz wieder aufgebaut. Den zu der Zeit errichteten Hochaltar schuf der Salzburger Maler [[Karl Weiser]]. | | Nach schweren [[Bomben auf Salzburg|Bombenschäden]] im [[Zweiten Weltkrieg]] - nur die Westfassade war einigermaßen unbeschädigt geblieben - wurde die Kirche nach Plänen des bayrischen Architekten Michael Kurz wieder aufgebaut. Den zu der Zeit errichteten Hochaltar schuf der Salzburger Maler [[Karl Weiser]]. |
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| − | ===Umbau=== | + | ===Umbau im 20. Jahrhundert === |
| | Das ursprüngliche Aussehen der neugotischen Kirche ging im Zuge eines Umbaus in den Jahren [[1969]] bis [[1972]] völlig verloren, als man - auf Anregung des damals 83-jährigen Architekten [[Clemens Holzmeister]] nach Plänen von [[Franz Windhager]] - die für den neugotischen Baustil typischen hohen Spitztürme durch kurze Pyramiden ersetzte und sowie die Ziergiebel und andere Verzierungen entfernte. | | Das ursprüngliche Aussehen der neugotischen Kirche ging im Zuge eines Umbaus in den Jahren [[1969]] bis [[1972]] völlig verloren, als man - auf Anregung des damals 83-jährigen Architekten [[Clemens Holzmeister]] nach Plänen von [[Franz Windhager]] - die für den neugotischen Baustil typischen hohen Spitztürme durch kurze Pyramiden ersetzte und sowie die Ziergiebel und andere Verzierungen entfernte. |
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| | Die Idee, Kirchen einer neuen Kunstepoche bzw. dem Baustil ihrer Umgebung (Holzmeister argumentierte damals mit einer "Sichtlinie" zur [[Dreifaltigkeitskirche]]) anzugleichen, ist nicht neu. Ein Opfer dieser Unart war etwa auch die [[Franziskanerkirche]], der im Zuge der [[Barock]]isierung von Salzburg ein Zwiebeldach ("Welsche Haube") aufgezwungen wurde (mit einem Ergebnis, das man heute noch im [[Sattler-Panorama]] betrachten kann), eine Entscheidung, die Mitte des [[19. Jahrhundert]]s im Zuge einer umfassenden Rekonstruktion des Originalturmes glücklicherweise revidiert wurde. Architekt dieser Wiederherstellung war damals ironischerweise Wessicken, dessen eigener Prestige-Kirchenbau über 100 Jahre später das gleiche Schicksal wie die Franziskanerkirche erleiden sollte. | | Die Idee, Kirchen einer neuen Kunstepoche bzw. dem Baustil ihrer Umgebung (Holzmeister argumentierte damals mit einer "Sichtlinie" zur [[Dreifaltigkeitskirche]]) anzugleichen, ist nicht neu. Ein Opfer dieser Unart war etwa auch die [[Franziskanerkirche]], der im Zuge der [[Barock]]isierung von Salzburg ein Zwiebeldach ("Welsche Haube") aufgezwungen wurde (mit einem Ergebnis, das man heute noch im [[Sattler-Panorama]] betrachten kann), eine Entscheidung, die Mitte des [[19. Jahrhundert]]s im Zuge einer umfassenden Rekonstruktion des Originalturmes glücklicherweise revidiert wurde. Architekt dieser Wiederherstellung war damals ironischerweise Wessicken, dessen eigener Prestige-Kirchenbau über 100 Jahre später das gleiche Schicksal wie die Franziskanerkirche erleiden sollte. |
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| | + | ===Geplanter Umbau im 21. Jahrhundert === |
| | + | Am [[6. September]] [[2022]] präsentierte die [[Erzdiözese Salzburg|Erzdiözese]] Pläne zur Belebung der Kirche. Dabei spielte auch die [[Loretto-Gemeinschaft]] eine Rolle. Bei zwei Sitzungen vor dem Sommer wurde Vertretern der Pfarre St. Andrä und der in der Kirche ansässigen [[kroatische Pfarrgemeinde der Stadt Salzburg|kroatischen Pfarrgemeinde]] Umbaupläne präsentiert. Mit dabei waren Vertreter des Seelsorgeamts, der [[Finanzkammer der Erzdiözese Salzburg|Finanzkammerdirektion]] und Vertreter der Salzburger Loretto-Gemeinschaft. Laut diesen Plänen soll dort ein Lokal entstehen. Auch soll zusätzlich zum Kirchenbetrieb eine Beherbergung geplant sein: Die Pläne sehen offenbar vor, Hochzeitsuiten einzurichten. Kirchenintern ist von einer Investitionssumme von zehn Millionen Euro die Rede: Das wäre das Doppelte des Baubudgets des Jahres 2022, welches die Diözese zu Jahresbeginn mit 5,6 Millionen beziffert hatte. Wenig Freude hat man mit den Plänen bei der kroatischen Pfarrgemeinde.<ref>[https://www.sn.at/schlagzeilen/gesellschaft-erzdioezese-und-loretto-planen-bar-und-hochzeitsuiten-in-der-salzburger-andraekirche-126188056 www.sn.at], 27. August 2022</ref> |
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| | == Orgel == | | == Orgel == |
| | [[Datei:Franz Mauracher Orgel St. Andrä 1903.jpg|mini|Franz Mauracher-Orgel 1903]] | | [[Datei:Franz Mauracher Orgel St. Andrä 1903.jpg|mini|Franz Mauracher-Orgel 1903]] |
| − | Die Orgel der neugotischen Andräkirche errichtete der [[Orgelbauer]] [[Franz Mauracher]] (1881 – 1949) im Jahre [[1903]]. Sie hatte 38 Register, zwei Manuale und Pedal und wurde mittels pneumatischer Traktur bespielt. Anfangs war das Instrument von [[Direktoren, Präsidenten und Rektoren des Mozarteums|Mozarteumsdirektor]] [[Josef Friedrich Hummel|Hummel]], Domchordirektor [[Hermann Spies|Spies]] und dem Organisten der [[Franziskanerkirche]], P. German Niederstätter, überschwänglich gelobt worden. Es hieß, das angewandte pneumatische System sei ''das einfachste, dauerhafteste, sicherste und präciseste'' und ''gegen alle Witterungseinflüsse gefeit''. Nach einem Jahr war sie allerdings, ''wegen mangelnder Ventilation'', schon unspielbar geworden und sämtliche Ledermembranen mussten erneuert werden.<ref> [[Archiv der Erzdiözese Salzburg|AES]]: St. Andrä, Kasten 5, Fach 60. Zit. nach: [[Gerhard Walterskirchen]]: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart''. Dissertation Universität Salzburg 1982, S. 206.</ref> Bei den [[Bomben auf Salzburg |Luftangriffen]] 1944/45 (s.o.) wurde sie durch Fliegerbomben zerstört. | + | Die Orgel der neugotischen Andräkirche errichtete der [[Orgelbauer]] [[Franz Mauracher]] (1881 – 1949) im Jahre [[1903]]. Sie hatte 38 Register, zwei Manuale und Pedal und wurde mittels pneumatischer Traktur bespielt. Anfangs war das Instrument von [[Direktoren, Präsidenten und Rektoren des Mozarteums|Mozarteumsdirektor]] [[Josef Friedrich Hummel|Hummel]], Domchordirektor [[Hermann Spies|Spies]] und dem Organisten der [[Franziskanerkirche]], P. German Niederstätter, überschwänglich gelobt worden. Es hieß, das angewandte pneumatische System sei ''das einfachste, dauerhafteste, sicherste und präciseste'' und ''gegen alle Witterungseinflüsse gefeit''. Nach einem Jahr war sie allerdings, ''wegen mangelnder Ventilation'', schon unspielbar geworden und sämtliche Ledermembranen mussten erneuert werden.<ref> [[Archiv der Erzdiözese Salzburg|AES]]: St. Andrä, Kasten 5, Fach 60. Zit. nach: [[Gerhard Walterskirchen]]: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart''. Dissertation Universität Salzburg 1982, S. 206.</ref> Bei den [[Bomben auf Salzburg |Luftangriffen]] 1944/45 (s.o.) wurde sie durch Fliegerbomben zerstört. |
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