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| − | '''Maximilian Karl Lamoral O’Donnell''' (* [[29. Oktober]] [[1812]] in Wien; † [[14. Juli]] [[1895]] in [[Salzburg]]) war k. k. Kämmerer und Feldmarschallleutnant. | + | '''Maximilian Karl Lamoral O’Donnell''' (* [[29. Oktober]] [[1812]] in Wien; † [[14. Juli]] [[1895]] in [[Salzburg]]) war k. k. [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#K|Kämmerer]] und Feldmarschallleutnant. |
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| | ==Leben== | | ==Leben== |
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| | Der junge Kaiser verließ regelmäßig um 12 Uhr sein Arbeitszimmer in der Wiener Hofburg, um auf der Bastei (den Stadtmauern um das alte Wien, heute Ringstraße), etwas spazieren zu gehen. Dabei wurde er nur von einem Adjutanten begleitet. | | Der junge Kaiser verließ regelmäßig um 12 Uhr sein Arbeitszimmer in der Wiener Hofburg, um auf der Bastei (den Stadtmauern um das alte Wien, heute Ringstraße), etwas spazieren zu gehen. Dabei wurde er nur von einem Adjutanten begleitet. |
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| − | Am 18. Februar 1852 geht er wieder spazieren, an diesem Tag in Begleitung von Adjutant Oberst Maximilian Karl Lamoral O’Donnell. Der Monarch, sich beugend über die Brüstung des Stadtwalls, eine Exerzierübung beobachtend, wird plötzlich von einem jungen Mann im Nacken mit einem langen, beidseitig geschliffenen Messer, gestochen. O'Donell geht mit seinem Säbel gegen den Attentäter vor und verhindert Schlimmeres. Beide stürzen zu Boden und der Wiener Fleischermeister Ettenreich eilt zu Hilfe. | + | Am [[18. Februar]] [[1852]] geht er wieder spazieren, an diesem Tag in Begleitung von Adjutant Oberst Maximilian Karl Lamoral O’Donnell. Der Monarch, sich beugend über die Brüstung des Stadtwalls, eine Exerzierübung beobachtend, wird plötzlich von einem jungen Mann im Nacken mit einem langen, beidseitig geschliffenen Messer, gestochen. O'Donell geht mit seinem Säbel gegen den Attentäter vor und verhindert Schlimmeres. Beide stürzen zu Boden und der Wiener Fleischermeister Ettenreich eilt zu Hilfe. |
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| | Der Attentäter wird festgenommen, ein ungarischer Nationalist, der den Kaiser zwei Wochen lang bei seinen Spaziergängen beobachtet hatte. Fünf Tage nach dem Attentat, am [[23. Februar]], wird er auf dem Richtplatz bei der Spinnerin am Kreuz am Galgen aufgehängt. | | Der Attentäter wird festgenommen, ein ungarischer Nationalist, der den Kaiser zwei Wochen lang bei seinen Spaziergängen beobachtet hatte. Fünf Tage nach dem Attentat, am [[23. Februar]], wird er auf dem Richtplatz bei der Spinnerin am Kreuz am Galgen aufgehängt. |
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| − | O'Donnell wird in den Grafenstand erhoben, mit dem Recht, von nun an das habsburgische Familienwappen führen zu dürfen. Und er bekam vom Kaiser einen Wunsch frei. Er wünschte sich eine Villa im Salzburger [[Mirabellgarten]]. Da man den Mirabellgarten nicht zerstören wollte, aber es in der Nähe der Orangerie eine schlosseigene Gärtnerei gab, die direkt an den Park grenzte und als Teil des Mirabellgartens angesehen wurde, errichtete der Kaiser dort die den Salzburgern unter dem Namen ''[[Kast Villa]]'' bekannte Villa. | + | O'Donnell wird in den Grafenstand erhoben, mit dem Recht, von nun an das habsburgische Familienwappen führen zu dürfen. Und er bekam vom Kaiser einen Wunsch frei. Er wünschte sich eine Villa im Salzburger [[Mirabellgarten]]. Da man den Mirabellgarten nicht zerstören wollte, aber es in der Nähe der Orangerie eine schlosseigene Gärtnerei gab, die direkt an den Park grenzte und als Teil des Mirabellgartens angesehen wurde, errichtete der Kaiser dort die den Salzburgern unter dem Namen [[Kast Villa]] bekannte Villa. |
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| − | O'Donnell verstarb in seiner Villa am Mirabellplatz und wurde am [[Salzburger Kommunalfriedhof]] beerdigt. Die Grabstätte existiert jedoch nicht mehr. | + | O'Donnell verstarb in seiner Villa am [[Mirabellplatz]] und wurde am [[Salzburger Kommunalfriedhof]] beerdigt. Die Grabstätte existiert jedoch nicht mehr. |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |