| | Verwiesen wird auf:<blockquote>''Continuirter Atlas Portatilis Germanicus, Oder Compendieuse Vorstellung Teutschlandes, Den Liebhabern der Geographie und sonderlich der Jugend zum Besten / nach den zehen Creyßen / In 37. saubern und richtigen sowohl gantze Creyße als besondere Gegenden in specie, vorstellenden Land-Chärtgen, mit einer kurtzen Erläuterung heraus gegeben. Andere und mercklich verbesserte Auflage.''“</blockquote><blockquote>„''Nürnberg, Zu finden bey Johann Christoph Weigels, Kunsthändlers seel., Wittib. Gedruckt bey Lorentz Bieling, Anno MDCCXXXIII''.</blockquote>Der (nicht genannte) Verfasser) ist Johann Gottfried Gregorii (* [[1685]]; † [[1770]]), der neben verschiedenen Kartenwerken, wie hier „tragbare“ Taschen-Atlanten, auch geschichtliche Darstellungen und Compendien mit „denkwürdigen“ und „curiosen“ Geschichten verfasst hat. Auflagen dieses Kartenwerks erschienen [[1717]] und [[1723]], eine spätere [[1765]].<ref>Im Internet sind verschiedene Exemplare aus den Bibliotheken vorhanden, manche sind auch online einsehbar (oölandesbibliothek Linz; BayerischeStaatsBibliothek online; Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt, Halle/S.). Bei der Auflage von 1723 wurde vermutet, dass der Altdorfer Professor Johann David Koehler (* [[1684]]; † [[1755]]), der mehrere Atlanten Weigels herausgab, als ein Mitverfasser des Textes diente, bzw. der den Text leicht überarbeitete. In der frühen Ausgabe des Handatlanten von 1717 ist aber Gregorii als Verfasser genannt. Vgl. Wikipedia.de.</ref> Weigel (* [[1661]]; † [[1726]]) war Kupferstecher in Nürnberg; Karten aus diesem Werk wurden an anderer Stelle auch [[1750]] und [[1780]] verwendet. | | Verwiesen wird auf:<blockquote>''Continuirter Atlas Portatilis Germanicus, Oder Compendieuse Vorstellung Teutschlandes, Den Liebhabern der Geographie und sonderlich der Jugend zum Besten / nach den zehen Creyßen / In 37. saubern und richtigen sowohl gantze Creyße als besondere Gegenden in specie, vorstellenden Land-Chärtgen, mit einer kurtzen Erläuterung heraus gegeben. Andere und mercklich verbesserte Auflage.''“</blockquote><blockquote>„''Nürnberg, Zu finden bey Johann Christoph Weigels, Kunsthändlers seel., Wittib. Gedruckt bey Lorentz Bieling, Anno MDCCXXXIII''.</blockquote>Der (nicht genannte) Verfasser) ist Johann Gottfried Gregorii (* [[1685]]; † [[1770]]), der neben verschiedenen Kartenwerken, wie hier „tragbare“ Taschen-Atlanten, auch geschichtliche Darstellungen und Compendien mit „denkwürdigen“ und „curiosen“ Geschichten verfasst hat. Auflagen dieses Kartenwerks erschienen [[1717]] und [[1723]], eine spätere [[1765]].<ref>Im Internet sind verschiedene Exemplare aus den Bibliotheken vorhanden, manche sind auch online einsehbar (oölandesbibliothek Linz; BayerischeStaatsBibliothek online; Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt, Halle/S.). Bei der Auflage von 1723 wurde vermutet, dass der Altdorfer Professor Johann David Koehler (* [[1684]]; † [[1755]]), der mehrere Atlanten Weigels herausgab, als ein Mitverfasser des Textes diente, bzw. der den Text leicht überarbeitete. In der frühen Ausgabe des Handatlanten von 1717 ist aber Gregorii als Verfasser genannt. Vgl. Wikipedia.de.</ref> Weigel (* [[1661]]; † [[1726]]) war Kupferstecher in Nürnberg; Karten aus diesem Werk wurden an anderer Stelle auch [[1750]] und [[1780]] verwendet. |
| − | Das abgebildete Exemplar des „Atlas Portatilis Germanicus...“ von [[1733]] stammt aus dem Besitz von „Franc. Ant. Spangler“ – so der vorne eingeklebte Ex libris-Zettel – , also von [[Franz Anton Spangler]] [in der italienischen Schreibung seiner Heimat]<ref>Ein Merian von [[1638]] enthält als Besitzvermerk des Enkels [[Franz Xaver Gregor Spängler]] (* [[1793]]; † [[1854]]) ebenso ein „Fr. X. Spangler“ mit „a“, während dieser seinem Sohn [[Franz (II.) Xaver Gregor Spängler]] (* [[1839]]; † [[1912]]) ein Stammbuchblatt mit „Fr. X. Spángler“ (a mit ''Accent aigu'') unterschreibt.</ref>, der [[1705]] in Bruneck in [[Südtirol]] geboren wurde. Er zog [[1729]] in die [[Stadt Salzburg]], erwarb dort [[1731]] das [[Bürgerrecht der Stadt Salzburg|Bürgerrecht]] und legte als reich gewordener ''mercator civicus'' (bürgerlicher Kaufmann bzw. Kaufmann und Stadtbürger) in Salzburg den Grundstock für das Handelshaus der [[Spängler]]. Er starb [[1784]]. | + | Das abgebildete Exemplar des „Atlas Portatilis Germanicus...“ von [[1733]] stammt aus dem Besitz von „Franc. Ant. Spangler“ – so der vorne eingeklebte Ex libris-Zettel – , also von [[Franz Anton Spangler]] [in der italienischen Schreibung seiner Heimat]<ref>Ein Merian von [[1638]] enthält als Besitzvermerk des Enkels [[Franz Xaver Gregor Spängler]] (* [[1793]]; † [[1854]]) ebenso ein „Fr. X. Spangler“ mit „a“, während dieser seinem Sohn [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] (* [[1839]]; † [[1912]]) ein Stammbuchblatt mit „Fr. X. Spángler“ (a mit ''Accent aigu'') unterschreibt.</ref>, der [[1705]] in Bruneck in [[Südtirol]] geboren wurde. Er zog [[1729]] in die [[Stadt Salzburg]], erwarb dort [[1731]] das [[Bürgerrecht der Stadt Salzburg|Bürgerrecht]] und legte als reich gewordener ''mercator civicus'' (bürgerlicher Kaufmann bzw. Kaufmann und Stadtbürger) in Salzburg den Grundstock für das Handelshaus der [[Spängler]]. Er starb [[1784]]. |
| | Der Band hat einen gut erhaltenen Ledereinband; der Textteil ist (relativ) geringfügig vergilbt und etwas fleckig. Die gefaltet eingeklebten (und auf dem Titelblatt genannten) ''37 sauberen und richtigen Landkarten'' sind sorgfältig handkoloriert (so auch in anderen eingesehenen Exemplaren) und sehr gut erhalten. Der Taschenatlas war wohl ein Gebrauchsexemplar des Handelshauses, stand aber vielleicht eher im Regal als das er unterwegs im Einsatz war. Lose eingelegt ist eine nicht dazugehörige, handkolorierte Karte vom „Westfälischen Kreis“, Augsburg 1794. | | Der Band hat einen gut erhaltenen Ledereinband; der Textteil ist (relativ) geringfügig vergilbt und etwas fleckig. Die gefaltet eingeklebten (und auf dem Titelblatt genannten) ''37 sauberen und richtigen Landkarten'' sind sorgfältig handkoloriert (so auch in anderen eingesehenen Exemplaren) und sehr gut erhalten. Der Taschenatlas war wohl ein Gebrauchsexemplar des Handelshauses, stand aber vielleicht eher im Regal als das er unterwegs im Einsatz war. Lose eingelegt ist eine nicht dazugehörige, handkolorierte Karte vom „Westfälischen Kreis“, Augsburg 1794. |