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''In Georg Jung verlor Salzburg einen thatkräftigen und über überzeugten ­Förderer, der — wenn auch weder Salzburger, noch Oesterreicher — vom Beginne seiner Niederlassung in unserer Stadt warmfühlend für Salzburgs Aufschwung mit Unternehmungsgeist, Energie und Ausdauer gewirkt hat. Georg Jung,- geboren in Baden-Baden am 10. September 1856, genoss im Hause seiner Eltern, Georg und Elise Jung, eine sorgfältige Erziehung; nach Absolvierung des Gymnasiums seiner Vaterstadt besuchte er das Polytechnikum zu Stuttgart und erlernte das kaufmännische Fach im Hause seines Schwagers, des Hofbankiers Müller in Karlsruhe.
 
''In Georg Jung verlor Salzburg einen thatkräftigen und über überzeugten ­Förderer, der — wenn auch weder Salzburger, noch Oesterreicher — vom Beginne seiner Niederlassung in unserer Stadt warmfühlend für Salzburgs Aufschwung mit Unternehmungsgeist, Energie und Ausdauer gewirkt hat. Georg Jung,- geboren in Baden-Baden am 10. September 1856, genoss im Hause seiner Eltern, Georg und Elise Jung, eine sorgfältige Erziehung; nach Absolvierung des Gymnasiums seiner Vaterstadt besuchte er das Polytechnikum zu Stuttgart und erlernte das kaufmännische Fach im Hause seines Schwagers, des Hofbankiers Müller in Karlsruhe.
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''Inzwischen hatte Jungs Vater das Hotel de l’Europe in Salzburg von seinem Bruder Louis Jung, dem Begründer des Hauses, käuflich erworben, erkrankte jedoch bald so schwer, dass er seinen Sohn ([[1875]]) nach Salzburg berufen musste; dieser, noch nicht 20 Jahre alt und ohne jede Praxis im Hotelbetriebe, übernahm mit frischem Wagemuth die Leitung des damals schon bedeutenden Etablissements, das nach dem Tode des Vaters in seinen Besitz übergieng. 1878 verheiratete sich Jung mit seiner Cousine Marie Jung; strenge Auffassung der Berufspflicht, emsige Thätigkeit und vornehmer Ehrgeiz leiteten ihr gemeinsames Schaffen.
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''Inzwischen hatte [[Georg Jung senior|Jungs Vater]] das Hotel de l’Europe in Salzburg von seinem Bruder Louis Jung, dem Begründer des Hauses, käuflich erworben, erkrankte jedoch bald so schwer, dass er seinen Sohn ([[1875]]) nach Salzburg berufen musste; dieser, noch nicht 20 Jahre alt und ohne jede Praxis im Hotelbetriebe, übernahm mit frischem Wagemuth die Leitung des damals schon bedeutenden Etablissements, das nach dem Tode des Vaters in seinen Besitz übergieng. 1878 verheiratete sich Jung mit seiner Cousine Marie Jung; strenge Auffassung der Berufspflicht, emsige Thätigkeit und vornehmer Ehrgeiz leiteten ihr gemeinsames Schaffen.
    
''Weitausblickend und zielbewusst arbeitete Jung an der Ausgestaltung, Verschönerung und Vergrößerung des Hotel de l’Europe, für die er durch regelmäßige, weitausgedehnte Reisen Anregung suchte und fand; der Weltruf, den er dem Hause errang, hat Salzburg sicher nur Nutzen gebracht. Wo es galt für Salzburgs Hebung und Ansehen einzutreten, war Jung am Platze und stellte Erfahrung und Mittel gerne und reichlich in den Dienst der Sache. Selbstgefälligkeit oder Aufdringlichkeit waren ihm fremd und verhaßt — stilles Wohlthun übte er freudig.
 
''Weitausblickend und zielbewusst arbeitete Jung an der Ausgestaltung, Verschönerung und Vergrößerung des Hotel de l’Europe, für die er durch regelmäßige, weitausgedehnte Reisen Anregung suchte und fand; der Weltruf, den er dem Hause errang, hat Salzburg sicher nur Nutzen gebracht. Wo es galt für Salzburgs Hebung und Ansehen einzutreten, war Jung am Platze und stellte Erfahrung und Mittel gerne und reichlich in den Dienst der Sache. Selbstgefälligkeit oder Aufdringlichkeit waren ihm fremd und verhaßt — stilles Wohlthun übte er freudig.
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