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| | == Zweite Tunnelröhre == | | == Zweite Tunnelröhre == |
| − | | + | Unmittelbar nach dem Unfall versprach die Politik einmal mehr den Bau einer zweiten Tunnelröhre. Lungauer Bürgerinitiativen warnten weiter vor der zu erwartenden Verkehrslawine. Diesmal setzte sich jedoch die Politik durch. Baubeginn war im Juli 2006 und am [[15. September]] [[2006]] erfolgte der Anstich für die zweite Tunnelröhre. Den betroffenen Gemeinden im Lungau wurde ein umfassender Lärmschutz entlang der gesamten Strecke der A 10 durch das [[Zederhaustal]] versprochen. |
| − | Unmittelbar nach dem Unfall versprach die Politik einmal mehr den Bau einer zweiten Tunnelröhre. Lungauer Bürgerinitiativen warnten weiter vor der zu erwartenden Verkehrslawine. Diesmal setzte sich jedoch die Politik durch. Am [[15. September]] [[2006]] erfolgte der Anstich für die zweite Tunnelröhre. Den betroffenen Gemeinden im Lungau wurde ein umfassender Lärmschutz entlang der gesamten Strecke der A 10 durch das [[Zederhaustal]] versprochen. | |
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| − | Die beiden Tunnel werden mit drei befahrbaren und 17 begehbaren Querschlägen, sowie mit sechs Einsatzquerschlägen verbunden, um im Notfall eine Flucht aus der einen in die andere Tunnelröhre zu ermöglichen. Nach Abschluss dieser Bauarbeiten soll der Tauerntunnel ab Juni 2011 ohne Gegenverkehr befahrbar sein. | + | Die beiden Tunnel sind mit drei befahrbaren und 17 begehbaren Querschlägen, sowie mit sechs Einsatzquerschlägen verbunden, um im Notfall eine Flucht aus der einen in die andere Tunnelröhre zu ermöglichen. Die Netto-Gesamtkosten für die "zweite Röhre Tauerntunnel – Talröhre" inklusive notwendiger Grundeinlösen, Planung, Bau und Projektmanagement betrugen ca. 195 Mio. Euro. Die Sanierungskosten für die "erste Röhre – Bergröhre" betrugen ca. 35 Mio. Euro, die Errichtungskosten der zweiten Röhre rund 160 Mio. Euro. 150 Mitarbeiter waren zu Spitzenzeiten im Tunnel tätig. |
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| − | In der Arbeitsbeschreibung schreibt die [[ASFINAG]] zum Thema Kosten: ''Die geschätzten Netto-Gesamtkosten für die "2. Röhre Tauerntunnel – Talröhre" inklusive notwendiger Grundeinlösen, Planung, Bau und Projektmanagement betragen ca. 195 Mio. Euro. Die Sanierungskosten für die "1. Röhre – Bergröhre" betragen aus heutiger Sicht ca. 21 Mio. Euro. Insgesamt kann somit von ca. 216 Mio. Euro Netto-Gesamtkosten ausgegangen werden. (Stand Oktober 2006)''<ref>siehe [http://www.asfinag.at/strassenbau/bauprojekte/A10_Tauerntunnel/a10_2roehre_tauerntunnel.htm#Kosten]</ref>.
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| − | 150 Mitarbeiter waren zu Spitzenzeiten im Tunnel tätig. Die Kosten inklusive Sanierung der alten Röhre betragen 212 Millionen Euro<ref>Quelle [http://www.news.at/articles/1017/95/267322/zweite-tauerntunnel-roehre-ab-2011-a10 www.news.at]</ref>. | |
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| | Weitere 300 Mill. Euro werden bis 2020 zwischen [[Hüttau]] (Pongau) und Seeboden ([[Kärnten]]) in den Bau von Umweltentlastungsmaßnahmen wie Einhausungen und Einschüttungen, eine Autobahnverlegung im Bereich Zederhaus oder die Anschüttung von Lärmschutzdämmen fließen. | | Weitere 300 Mill. Euro werden bis 2020 zwischen [[Hüttau]] (Pongau) und Seeboden ([[Kärnten]]) in den Bau von Umweltentlastungsmaßnahmen wie Einhausungen und Einschüttungen, eine Autobahnverlegung im Bereich Zederhaus oder die Anschüttung von Lärmschutzdämmen fließen. |
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| | ==== Baufortschritt zweite Röhre ==== | | ==== Baufortschritt zweite Röhre ==== |
| − | [[Bild:Tauerntunnel.jpg|thumb|Baustelle 2. Röhre]]Auf der nördlichen Seite in Flachauwinkel mussten sich die Bagger zu Beginn der Arbeiten etwa 430 Meter weit durch die so genannte Hangschuttstrecke plagen: Über Millionen von Jahren hat die Erosion dafür gesorgt, dass sich am Fuß des Berges Material angesammelt hat. Mehr als 400 Meter dick ist diese Schicht. Das lockere Material zu durchwühlen, gleichzeitig dahinter Tunneldecke und Tunnelwand zu fixieren, das ist viel Arbeit und kostet vor allem aus Sicherheitsgründen viel Zeit. Nur 1 bis 2,7 Meter pro Tag waren dabei möglich. Das hat zu einer Verzögerung von etwa 50 Tagen gesorgt. | + | [[Bild:Tauerntunnel.jpg|thumb|Baustelle zweite Röhre]]Auf der nördlichen Seite in Flachauwinkel mussten sich die Bagger zu Beginn der Arbeiten etwa 430 Meter weit durch die so genannte Hangschuttstrecke plagen: Über Millionen von Jahren hat die Erosion dafür gesorgt, dass sich am Fuß des Berges Material angesammelt hat. Mehr als 400 Meter dick ist diese Schicht. Das lockere Material zu durchwühlen, gleichzeitig dahinter Tunneldecke und Tunnelwand zu fixieren, das ist viel Arbeit und kostet vor allem aus Sicherheitsgründen viel Zeit. Nur ein bis 2,7 Meter pro Tag waren dabei möglich. Das hat zu einer Verzögerung von etwa 50 Tagen gesorgt. |
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| − | Ende Februar [[2007]] wurde aber der Fels erreicht. Seither geht es gut voran, so gut, dass die verlorene Zeit langsam wieder aufgeholt wird. 7 bis 7,5 Meter Vortrieb pro Tag schaffen die Arbeiter nun. Die täglich anfallenden 500 bis 600 Kubikmeter Material (etwa 60 Lkw-Fuhren) werden zur Deponie in den Talboden von Flachauwinkel gebracht.
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| − | Das Material wird später wieder verwendet: Etwa 250.000 Kubikmeter für die Aufschüttung im Bereich der Raststation, die völlig neu gebaut wird, 150.000 Kubikmeter für Dammschüttungen in diesem Bereich sowie etwa 100.000 Kubikmeter für Lärmschutzmaßnahmen im Pongau-Teil der Tauernautobahn-Scheitelstrecke.
| + | Ende Februar [[2007]] wurde aber der Fels erreicht. Dann ging es gut voran, so gut, dass die verlorene Zeit langsam wieder aufgeholt wurde. 7 bis 7,5 Meter Vortrieb pro Tag schafften die Arbeiter nun. Die täglich anfallenden 500 bis 600 Kubikmeter Material (etwa 60 Lkw-Fuhren) wurden zur Deponie in den Talboden von Flachauwinkel gebracht. |
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| − | Im Süden der Baustelle im Gemeindegebiet von Zederhaus sind die Mineure bereits 900 Meter im Berg. Die gute Geologie des Berges erlaubt es hier, dass pro Abschlag 1,70 Meter tief vorangetrieben werden kann. Das sind 8,5 bis 9 Meter pro 24 Stunden.
| + | Das Material wurde später wieder verwendet: Etwa 250.000 Kubikmeter für die Aufschüttung im Bereich der Raststation, die völlig neu gebaut wurde, 150.000 Kubikmeter für Dammschüttungen in diesem Bereich sowie etwa 100.000 Kubikmeter für Lärmschutzmaßnahmen im Pongau-Teil der Tauernautobahn-Scheitelstrecke. |
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| − | Sämtliches Material - 60 bis 70 Lkw-Fuhren pro Tag - wird auf einer Deponie im hinteren Zederhaustal zwischengelagert. In Summe werden das 400.000 Kubikmeter sein. Das Material wird später für den Bau der Umweltschutzmaßnahmen in und rund um Zederhaus benötigt. | + | Im Süden der Baustelle im Gemeindegebiet von Zederhaus waren die Mineure bereits 900 Meter im Berg. Die gute Geologie des Berges erlaubte es hier, dass pro Abschlag 1,70 Meter tief vorangetrieben werden konnte. Das waren 8,5 bis 9 Meter pro 24 Stunden. Sämtliches Material - 60 bis 70 Lkw-Fuhren pro Tag - wurde auf einer Deponie im hinteren Zederhaustal zwischengelagert. In Summe waren das 400.000 Kubikmeter. Das Material wurde später für den Bau der Umweltschutzmaßnahmen in und rund um Zederhaus benötigt. |
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| − | 100 Arbeiter sind derzeit für diesen Tunnelbau beschäftigt, 70 davon direkt im Vortrieb auf beiden Seiten. (Stand: Februar 2007) | + | 100 Arbeiter waren im Februar 2007 für diesen Tunnelbau beschäftigt, 70 davon direkt im Vortrieb auf beiden Seiten. |
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| − | Am [[8. Juli]] [[2008]] erfolgte der Durchstich der zweiten Tunnelröhre. Um 14.32 Uhr begrüßten sich dabei die Mineure des Nord- und Südtrupps mit Handschlag. Am [[30. April]] [[2010]] konnte die 6.546 m lange zweite Röhre dem Verkehr übergeben werden. Dann wird die alte, erste Röhre ein Jahr lang saniert und ist bis Juni 2011 weiter nur einspurig befahrbar. | + | Am [[8. Juli]] [[2008]] erfolgte der Durchstich der zweiten Tunnelröhre. Um 14.32 Uhr begrüßten sich dabei die Mineure des Nord- und Südtrupps mit Handschlag. Am [[30. April]] [[2010]] konnte die 6.546 m lange zweite Röhre dem Verkehr übergeben werden. Dann wurde die alte, erste Röhre ein Jahr lang saniert, war nur einspurig befahrbar und ist seit [[30. Juni]] [[2011]] wieder in Vollbetrieb im Richtungsverkehr in beiden Tunnelröhren. |
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| | == Weblinks == | | == Weblinks == |
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| | == Fußnote und weitere Quellen == | | == Fußnote und weitere Quellen == |
| | <references/> | | <references/> |
| | + | * {{Quelle PN|7. April 2011}} |
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| | == Quelle == | | == Quelle == |