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Der Schwerpunkt der Lehre lag somit neben der Unterrichtung der Arbeitsmethoden hauptsächlich in der Länderkunde. Josef Schramm wurde 1968 für das Gesamtgebiet der Geographie unter besonderer Berücksichtigung der ethnogeographischen Methoden habilitiert und war somit als Universitätsdozent eine wichtige Stütze für das Institut und baute die Entwicklungsländerforschung zu einem neuen Forschungsschwerpunkt aus <ref>Fasching 2013, S. 178 und Bobek & Spreitzer 1969, S. 246-251</ref>.
 
Der Schwerpunkt der Lehre lag somit neben der Unterrichtung der Arbeitsmethoden hauptsächlich in der Länderkunde. Josef Schramm wurde 1968 für das Gesamtgebiet der Geographie unter besonderer Berücksichtigung der ethnogeographischen Methoden habilitiert und war somit als Universitätsdozent eine wichtige Stütze für das Institut und baute die Entwicklungsländerforschung zu einem neuen Forschungsschwerpunkt aus <ref>Fasching 2013, S. 178 und Bobek & Spreitzer 1969, S. 246-251</ref>.
 
Als erste Dissertation am Salzburger Geographischen Institut wurde ein Jahr vor der „Kieler Wende“ jene von Wilhelm Schaup-Weinberg (dem späteren ersten Geschäftsführer des SIR) fertiggestellt. Diese umfassende Arbeit folgt in Aufbau und Inhalt den Vorgaben des so genannten „länderkundlichen Schemas“ <ref>Schaup-Weinberg 1968</ref> .
 
Als erste Dissertation am Salzburger Geographischen Institut wurde ein Jahr vor der „Kieler Wende“ jene von Wilhelm Schaup-Weinberg (dem späteren ersten Geschäftsführer des SIR) fertiggestellt. Diese umfassende Arbeit folgt in Aufbau und Inhalt den Vorgaben des so genannten „länderkundlichen Schemas“ <ref>Schaup-Weinberg 1968</ref> .
Guido Müller promovierte in diesem Jahr in Innsbruck mit einer Dissertation über die Bedeutung der Landwirtschaft in der Stadt Salzburg, die in überarbeiteter Form im Jahr 1972 als zweiter Band der im Jahr 1969 durch Josef Schramm und Helmut Riedl gegründeten Schriftenreihe „Arbeiten aus dem Geographischen Institut der Universität Salzburg“ veröffentlicht wurde <ref>Müller 1971</ref> . Dieser Band begründete den Selbstverlag der Schriftenreihe, da der Band 1 von Josef Schramm über die Westsahara im Freilassinger Pannonia-Verlag veröffentlicht wurde <ref>Schramm 1969</ref>.  Als erstes Heft der "Salzburger Exkursionsberichte" erschien bereits im Jahr 1968 der Bericht über die Tunesienexkursion <ref>Schramm 1968). Damit begründete Josef Schramm beide Salzburger Schriftenreihen <ref>Riedl 2021, S. 41</ref> .
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Guido Müller promovierte in diesem Jahr in Innsbruck mit einer Dissertation über die Bedeutung der Landwirtschaft in der Stadt Salzburg, die in überarbeiteter Form im Jahr 1972 als zweiter Band der im Jahr 1969 durch Josef Schramm und Helmut Riedl gegründeten Schriftenreihe „Arbeiten aus dem Geographischen Institut der Universität Salzburg“ veröffentlicht wurde <ref>Müller 1971</ref>. Dieser Band begründete den Selbstverlag der Schriftenreihe, da der Band 1 von Josef Schramm über die Westsahara im Freilassinger Pannonia-Verlag veröffentlicht wurde <ref>Schramm 1969</ref>.  Als erstes Heft der "Salzburger Exkursionsberichte" erschien bereits im Jahr 1968 der Bericht über die Tunesienexkursion <ref>Schramm 1968</ref>. Damit begründete Josef Schramm beide Salzburger Schriftenreihen <ref>Riedl 2021, S. 41</ref>.
 
Mit Beginn des Sommersemesters 1969 begann Helmut Riedl seine Lehrtätigkeit an der Universität Salzburg, obwohl das Berufungsverfahren zu der im Jahr 1968 eingerichteten zweiten Professur noch nicht abgeschlossen war. Helmut Riedl berichtet in seinen Erinnerungen, dass er während der Berufungsverhandlungen seine erste Lehrveranstaltung im Wallistrakt als Honorarprofessor abgehalten hatte und der Dienstweg vom Hörsaal zum Institut als tägliche Entspannungsübung gesehen wurde <ref>Riedl 2008, S.47,  Arnberger et al 1971, S. 233</ref> .  
 
Mit Beginn des Sommersemesters 1969 begann Helmut Riedl seine Lehrtätigkeit an der Universität Salzburg, obwohl das Berufungsverfahren zu der im Jahr 1968 eingerichteten zweiten Professur noch nicht abgeschlossen war. Helmut Riedl berichtet in seinen Erinnerungen, dass er während der Berufungsverhandlungen seine erste Lehrveranstaltung im Wallistrakt als Honorarprofessor abgehalten hatte und der Dienstweg vom Hörsaal zum Institut als tägliche Entspannungsübung gesehen wurde <ref>Riedl 2008, S.47,  Arnberger et al 1971, S. 233</ref> .  
 
Helmut Riedl wurde schließlich am 3. Juni 1969 als Ordinarius für die Lehrkanzel Geographie II berufen <ref>Riedl 1999, S. 9</ref>  und musste feststellen, dass in den engen Räumlichkeiten des Geographischen Instituts kein Dienstzimmer für ihn vorgesehen war. Letztlich konnte er Dank einer Initiative eines damaligen Studenten und späteren Mitarbeiters ein Studentenzimmer im vierten Stock in räumlicher Nähe des Instituts beziehen <ref>Riedl 2008, S. 47</ref> . 
 
Helmut Riedl wurde schließlich am 3. Juni 1969 als Ordinarius für die Lehrkanzel Geographie II berufen <ref>Riedl 1999, S. 9</ref>  und musste feststellen, dass in den engen Räumlichkeiten des Geographischen Instituts kein Dienstzimmer für ihn vorgesehen war. Letztlich konnte er Dank einer Initiative eines damaligen Studenten und späteren Mitarbeiters ein Studentenzimmer im vierten Stock in räumlicher Nähe des Instituts beziehen <ref>Riedl 2008, S. 47</ref> . 

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