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, 06:59, 5. Apr. 2011
'''Udo Proksch''' (* [[29. Mai]] [[1934]] in Rostock, [[Deutschland]], † [[27. Juni]] [[2001]] in Graz) war Designer, Unternehmer, Netzwerker und als sechsfacher Mörder im Fall ''Lucona'' zur lebenslangen Haft verurteilt. Er starb in der Strafanstalt Graz-Karlau.
== Salzburgbezug ==
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] flüchtet seine Mutter, überzeugte [[Nationalsozialist]]in 1943 mit den drei Kindern Rudiger, Udo und Roderich nach [[Admont]] in der [[Steiermark]]. Doch im Salzburger [[Lend]] gibt das Fluchtauto seinen Geist auf. Der Vater, ein ranghoher Nationalsozialist, findet 1948 Arbeit bei [[Salzburger Aluminium AG]] (SAG). Auf Initiative des damaligen [[Landeshauptmann]] [[Josef Klaus]] wird Vater Proksch 1954 in das [[Salzburger Landesfremdenverkehrsamt]] als Mitarbeiter für Presse, Statistik und Marketing geholt, wo er sich fortan ''Chefredakteur'' nennt.
Udo Proksch besuchte 1944/45 er eine Nationalpolitische Erziehungsanstalt (NAPOLA), die ''Deutsche Heimschule für Jungen'' in [[Bischofshofen]] am [[Kreuzberg]]. 1945 wechselt Proksch dann an die [[Hauptschule Lend]], wo der spätere Landeshauptmann [[Hans Katschthaler]] sein Schulkollege wird. Nach der Hauptschule machte er in [[Anif]] beim [[Friesacher]] eine Lehre zum Landwirt und wie sein Zeugnis vermerkt, beherrsche er ''das fachgemäße Melken, Abferkeln und Ausmästen''. Anschließend ging er wieder nach Lend zurück und wurde wie zuvor schon sein Vater, Hilfsarbeiter bei der SAG. Schließlich folgte eine Ausbildung in Salzburg an der [[Gewerbeschule Salzburg]], Abteilung Textil.
1952 besuchte er die Salzburger [[Tanzschule Pichy]]. Seine Karriere als Brillendesigner begann er als ''Serge Kirchhofer''. Erst Jahre später fiel er durch seine Sprengübungen am [[Truppenübungsplatz Hochfilzen]] nahe der [[Pinzgau]]-[[Nordtirol]]er Grenze auf. Man vermutet, dass dies bereits ''Vorarbeiten'' zur Sprengung und Versenkung der ''Lucona'' waren. Dann kaufte er die Wiener Zuckerbäckerei Demel. Dort etablierte er den ''Club 45'', der den Anhängern von Verschwörungen als ''Zentrale des Bösen'' galt.
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== Quelle ==
* {{Quelle SN|5. April 2011}}
== Literaturhinweise ==
*Ingrid Thurnherr ''Auf den Spuren des Udo Proksch'', 2011, [[Econwin Verlag]], ISBN 978-3-7110-0002-6
[[Kategorie:Person|Proksch, Udo]]
[[Kategorie:Gesellschaftliches|Proksch, Udo]]