| − | Sebastian Perfeller, ein Abenteurer und Phantast, der nie in seinem Leben in China gewesen war, erfüllte sich einen Traum: Er errichtete ab etwa 1867 in der Nähe seines Elternhauses in Fürth ein Dorf im chinesisches Baustil mit zierlichen Türmchen, unzähligen Treppen und Pagoden, Galerien und Erkern; ein Ringelspiel, von Wasserkraft betrieben, fand sich dort ebenso wie ein Observatorium, ein Wohnpavillon mit Weltzeituhr und das erste Pinzgauer China-Restaurant mit dem Namen ''Solitude'' (französisch: Einsamkeit). Und natürlich ein chinesischer Rosengarten, den Perfeller im Maßstab 1:20 nachbaute. | + | Sebastian Perfeller, ein Abenteurer und Phantast, der nie in seinem Leben in China gewesen war, erfüllte sich einen Traum: Er errichtete ab etwa 1867 in der Nähe seines Elternhauses in [[Fürth]] ein Dorf im chinesisches Baustil mit zierlichen Türmchen, unzähligen Treppen und Pagoden, Galerien und Erkern; ein Ringelspiel, von Wasserkraft betrieben, fand sich dort ebenso wie ein Observatorium, ein Wohnpavillon mit Weltzeituhr und das erste Pinzgauer China-Restaurant mit dem Namen ''Solitude'' (französisch: Einsamkeit). Und natürlich ein chinesischer Rosengarten, den Perfeller im Maßstab 1:20 nachbaute. |
| | Die künstlerische Elite zwischen [[Zell am See]] und Kitzbühel von Seinerzeit versammelte sich regelmäßig in der ''Chinesen-Stadt''. Nach dem Tod Perfellers, [[1883]], verfiel die Anlage, und was von diesem exotischen Wunderwerk noch stand, fiel Jahre später einem Brand zum Opfer. Heute erinnert nur mehr eine von Perfeller gepflanzte Ahornallee an die ''Chinesen-Stadt Piesendorf''. | | Die künstlerische Elite zwischen [[Zell am See]] und Kitzbühel von Seinerzeit versammelte sich regelmäßig in der ''Chinesen-Stadt''. Nach dem Tod Perfellers, [[1883]], verfiel die Anlage, und was von diesem exotischen Wunderwerk noch stand, fiel Jahre später einem Brand zum Opfer. Heute erinnert nur mehr eine von Perfeller gepflanzte Ahornallee an die ''Chinesen-Stadt Piesendorf''. |