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Zerrklüfte in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] und damit auch im Gebiet des [[Nationalpark Hohe Tauern|Nationalparks Hohe Tauern]] sind in der Spätphase der alpidischen Gebirgsbildung und Metamorphose, als die Alpen durch Ausgleichsbewegungen herausgehoben wurden, durch tektonische Zerrung (Dehnung) entstanden.
 
Zerrklüfte in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] und damit auch im Gebiet des [[Nationalpark Hohe Tauern|Nationalparks Hohe Tauern]] sind in der Spätphase der alpidischen Gebirgsbildung und Metamorphose, als die Alpen durch Ausgleichsbewegungen herausgehoben wurden, durch tektonische Zerrung (Dehnung) entstanden.
 
==Beschreibung==
 
==Beschreibung==
Zerrklüfte verlaufen praktisch senkrecht zur Schieferung des Gesteines. Sie sind von wenigen Zentimetern bis zu einigen Metern in die Tiefe verfolgbar und maximal zwei Meter breit. Vorwiegend sind es die breiten Zerrklüfte, die eigentlich als Spalten zu bezeichnen sind, die einen Hohlraum bergen, in dem sich alpine [[MineralienKluftminerale]] ohne gegenseitige Behinderung in wunderbaren Kristallformen ausbilden konnten. In den meisten Fällen erscheinen alpine Klüfte aber vollkommen auskristallisiert, ohne einen Resthohlraum aufzuweisen.
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Zerrklüfte verlaufen praktisch senkrecht zur Schieferung des Gesteines. Sie sind von wenigen Zentimetern bis zu einigen Metern in die Tiefe verfolgbar und maximal zwei Meter breit. Vorwiegend sind es die breiten Zerrklüfte, die eigentlich als Spalten zu bezeichnen sind, die einen Hohlraum bergen, in dem sich alpine [[Mineralien|Kluftminerale]] ohne gegenseitige Behinderung in wunderbaren Kristallformen ausbilden konnten. In den meisten Fällen erscheinen alpine Klüfte aber vollkommen auskristallisiert, ohne einen Resthohlraum aufzuweisen.
    
   
 
   
 
Art und Größe der Klüfte ist vom Gestein abhängig, genauso wie die darin vorkommenden [[Mineralien]] vom Nebengestein abhängig sind.
 
Art und Größe der Klüfte ist vom Gestein abhängig, genauso wie die darin vorkommenden [[Mineralien]] vom Nebengestein abhängig sind.
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==Die Entstehung der alpinen Kluftminerale==
 
==Die Entstehung der alpinen Kluftminerale==
 
Aus heutiger wissenschaftlicher Sicht wurden die Klüfte nach ihrer Entstehung mit heißen, wässrigen Salzlösungen gefüllt. Durch Freisetzung und Aufheizung dieser Lösungen wurden aus dem jeweiligen Nebengestein noch andere Elemente herausgelöst. Druck- und Temperaturabnahme führten schließlich zur Auskristallisierung der alpinen Kluftminerale. Dieser Prozess erfolgte bei Temperaturen zwischen 600 und 100 Grad Celsius und bei einem Druck von bis zu rund sechs Kilobar. Untersuchungen lassen darauf schließen, dass sich die Kluftmineralbildung im westlichen [[Tauernfenster]] über einen Zeitraum von 15 bis 20 Mill. Jahren erstreckt hat.  
 
Aus heutiger wissenschaftlicher Sicht wurden die Klüfte nach ihrer Entstehung mit heißen, wässrigen Salzlösungen gefüllt. Durch Freisetzung und Aufheizung dieser Lösungen wurden aus dem jeweiligen Nebengestein noch andere Elemente herausgelöst. Druck- und Temperaturabnahme führten schließlich zur Auskristallisierung der alpinen Kluftminerale. Dieser Prozess erfolgte bei Temperaturen zwischen 600 und 100 Grad Celsius und bei einem Druck von bis zu rund sechs Kilobar. Untersuchungen lassen darauf schließen, dass sich die Kluftmineralbildung im westlichen [[Tauernfenster]] über einen Zeitraum von 15 bis 20 Mill. Jahren erstreckt hat.  
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