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, 10:29, 29. Mär. 2011
'''Wörth''' ist eine Ortschaft im Gemeindegebiet von [[Rauris]] im [[Pinzgau]].
==Lage==
Wörth liegt südlich des Hauptortes Rauris auf 957 [[m ü. A.]]. In Wörth teilt sich die aus Rauris kommende Straße und führt einerseits in das [[Seidlwinkltal]] und andererseits in das [[Hüttwinkltal]] bis nach [[Kolm-Saigurn]]. Der Weg in das Seidlwinkltal führt in der Folge über den [[Fuscher Tauern]] und wurde offenbar seit jeher von Menschen als [[Saumpfad]] genutzt.
==Geschichte==
Wörth war schon in vorgeschichtlicher Zeit wegen des Weges über den Fuscher Tauern, auch Rauriser Tauern genannt, von großer Bedeutung. Auch in der Zeit der Römer und im Mittelalter und in der Neuzeit wurde dieser Tauernpass für den [[Saumverkehr]] genutzt, was Funde aus allen genannten zeitlichen Perioden belegen.
==Funde==
Das ist aus keltischer Zeit der [[Torques von der Maschlalm]] und auch der Fund [[Keltische Münzenkeltischer Münzen]], der im Markt Rauris gemacht wurde. Die beim [[Hochtor]] im obersten Seidlwinkltal aufgefundene Herkulesstatue und funde aus jüngerer Zeit belegen die Nutzung des Weges auch in römischer Zeit. Auch der [[Skarabäus]]fund nahe der [[Rojacherhütte]] am [[Hoher Sonnblick|Hohen Sonnblick]] weist darauf hin.
Der [[Münzfund beim Veitbauern]] in Wörth, er brachte venezianischen Dukaten aus dem Jahr [[1380]] an das Tageslicht, verweist direkt auf den mittelalterlichen Saumhandel. Ohne ihn wären diese Münzen mit Sicherheit nicht nach Wörth geraten.
==Wörther Wirtshäuser==
Wörth hatte daher schon früh große Bedeutung für den Saumverkehr, was die sehr alten Gasthäuser, früher Tafernen genannt, belegen. Der älteste ist der [[Andrelwirt]], der urkundlich zum ersten Mal im Jahr [[1520]] erwähnt wird.
Neben der einstigen Taferne zu Wörth, gab und gibt es noch weitere wichtige Gasthäuser. Es sind dies Standlwirt, Karthäuserwirt und der Gasthof Schied.
==Gegenwart==
Wörth ist neben Rauris die größte und einwohnerstärkste Ortschaft im Gemeindegebiet von Rauris. Bei der Volkszählung [[2001]] hatte Wörth 322 Einwohner. Die Wörther Kinder besuchen den Kindergarten in Rauris und wechseln dann in die Volksschule nach Wörth, wo früher auch die Eigenbrötlerin [[Roswitha Huber]] als Lehrerin tätig war. Wörth verfügt auch noch über eine Gemischtwarenhandlung, in der die Dinge des täglichen Bedarfs erworben werden können.
==Kulturveranstaltungen==
Wörth nimmt seit Anbeginn als Veranstaltungsort an den [[Rauriser Literaturtage|Rauriser Literaturtagen]] teil. Roswitha Huber hat mit der [[Kalchkendlalm]] und den dort stattfindenden Veranstaltungen, Kursen und Seminaren einen weiteren außerordentlichen Kulturaspekt in Wörth geschaffen.
==Quellen==
[[Josef Lahnsteiner]], Unterpinzgau Zell am See Taxenbach Rauris, Eigenverlag, Hollersbach, 1960
[[Kategorie:Geografie]]
[[Kategorie:Rauris]]
[[Kategorie:Pinzgau]]