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[[Datei:Bergbaumuseum Leogang.jpg|thumb|Das Bergbaumuseum und sein Kustos, [[Hermann Mayrhofer]], 2009.]]
 
[[Datei:Bergbaumuseum Leogang.jpg|thumb|Das Bergbaumuseum und sein Kustos, [[Hermann Mayrhofer]], 2009.]]
 
[[Datei:Bergbau- und Gotikmuseum Leogang Bibliothek.jpg|thumb|Die neue Bibliothek 2020.]]
 
[[Datei:Bergbau- und Gotikmuseum Leogang Bibliothek.jpg|thumb|Die neue Bibliothek 2020.]]
Das '''{{PAGENAME}}''' befindet sich in der Gemeinde [[Leogang]] im [[Pinzgau]] und erinnert vor allem an die [[Bergbaugeschichte Leogang]]s.
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Das '''Bergbau- und Gotikmuseum Leogang''' befindet sich in der Gemeinde [[Leogang]] im [[Pinzgau]] und erinnert vor allem an die [[Bergbaugeschichte Leogang]]s.
    
==Das Museum==
 
==Das Museum==
Das Museum ist in einem aus dem Jahr [[1593]] stammenden [[Gewerke]]<nowiki>nhaus</nowiki> im Ortsteil [[Hütten]] untergebracht. Neben mehr als 70 verschiedenen [[Mineralien]] sind auch Exponate aus der Bergbaugeschichte des Ortes zu sehen.  
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Das Museum ist in einem aus dem Jahr [[1593]] stammenden [[Gewerke]]<nowiki>nhaus</nowiki> im Ortsteil [[Hütten]] untergebracht. Neben mehr als 70 verschiedenen [[Mineralien]] sind auch Exponate aus der Bergbaugeschichte des Ortes zu sehen. [[1989]] wurde der [[Leoganger Bergbaumuseumsverein]] gegründet, [[1992]] das Museum als „Bergbaumuseum Leogang“ eröffnet. Anfänglich verfügte man über keine Exponate, nach 20 Jahren sind es 3&nbsp;000, eigene und Leihgaben.  
    
3&nbsp;000 Jahre [[Bergbau|Bergbaugeschichte]]: [[Kupfererzbergbau|Kupfer]], [[Bleierzbergbau|Blei]], Kobalt, [[Quecksilberbergbau|Quecksilber]], [[Nickelerzbergbau|Nickel]] und [[Rohmagnesitbergbau|Magnesit]] wurden hier aus den Bergen geholt. Begehrt war vor allem [[Silbererzbergbau|Silber]], das die Knappen für die [[Salzburger Erzbischöfe]] schürften (die [[Salzburger Silbermünzen]]). Die Hoyerstube thematisiert die Vertreibung von insgesamt 20&nbsp;000 Lutheranern ([[Salzburger Exilanten]]), unter ihnen viele Knappen, aus dem [[Erzbistum Salzburg]] im Jahr [[1731]]. Die Gebrüder Hoyer, welche die Lutheraner anführten, brachten Leogang den Ruf ein, der „ärgste Ketzerherd“ zu sein.  
 
3&nbsp;000 Jahre [[Bergbau|Bergbaugeschichte]]: [[Kupfererzbergbau|Kupfer]], [[Bleierzbergbau|Blei]], Kobalt, [[Quecksilberbergbau|Quecksilber]], [[Nickelerzbergbau|Nickel]] und [[Rohmagnesitbergbau|Magnesit]] wurden hier aus den Bergen geholt. Begehrt war vor allem [[Silbererzbergbau|Silber]], das die Knappen für die [[Salzburger Erzbischöfe]] schürften (die [[Salzburger Silbermünzen]]). Die Hoyerstube thematisiert die Vertreibung von insgesamt 20&nbsp;000 Lutheranern ([[Salzburger Exilanten]]), unter ihnen viele Knappen, aus dem [[Erzbistum Salzburg]] im Jahr [[1731]]. Die Gebrüder Hoyer, welche die Lutheraner anführten, brachten Leogang den Ruf ein, der „ärgste Ketzerherd“ zu sein.  
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Seit 2012 besitzt das Museum auch die [[Gebetsnuss der Maria von Burgund]]. Ein besonderes Kunstwerk ist das [[Kreuz aus Limoges]].
 
Seit 2012 besitzt das Museum auch die [[Gebetsnuss der Maria von Burgund]]. Ein besonderes Kunstwerk ist das [[Kreuz aus Limoges]].
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==Geschichte==
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=== Februar 2019: Meisterwerk heimischer Hafnerkunst kehrt zurück nach Leogang ===
[[1989]] wurde der [[Leoganger Bergbaumuseumsverein]] gegründet, [[1992]] das Museum als „Bergbaumuseum Leogang“ eröffnet. Anfänglich verfügte man über keine Exponate, nach 20 Jahren sind es 3&nbsp;000, eigene und Leihgaben.
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== Februar 2019: Meisterwerk heimischer Hafnerkunst kehrt zurück nach Leogang ==
   
Vor einigen Jahren hatte Kustos [[Hermann Mayrhofer]] den Hinweis bekommen, dass [[1816]], dem Jahr, in dem Salzburg seine Selbstständigkeit verlor und zum [[Habsburgermonarchie|Habsburgerreich]] kam, mehrere hochwertige Kachelöfen nach [[Wien]] transportiert worden waren. 2019 gelang es Mayrhofer, ein um [[1550]] in der [[Stadt Salzburg]] entstandene Meisterwerk heimischer Hafnerkunst nach Leogang zurück zu bringen. Der Kachelofen gehört nach Expertenmeinung zu den vier bedeutendsten im Land. Der wertvollste von ihnen befindet sich in der "Goldenen Stube" in der [[Festung Hohensalzburg]].
 
Vor einigen Jahren hatte Kustos [[Hermann Mayrhofer]] den Hinweis bekommen, dass [[1816]], dem Jahr, in dem Salzburg seine Selbstständigkeit verlor und zum [[Habsburgermonarchie|Habsburgerreich]] kam, mehrere hochwertige Kachelöfen nach [[Wien]] transportiert worden waren. 2019 gelang es Mayrhofer, ein um [[1550]] in der [[Stadt Salzburg]] entstandene Meisterwerk heimischer Hafnerkunst nach Leogang zurück zu bringen. Der Kachelofen gehört nach Expertenmeinung zu den vier bedeutendsten im Land. Der wertvollste von ihnen befindet sich in der "Goldenen Stube" in der [[Festung Hohensalzburg]].