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, 19:30, 20. Mär. 2011
Der '''Kupfererzbergbau Limberg''' befand sich in [[Bruckberg]], eine Katastralgemeinde von [[Zell am See]].
==Geschichte==
Am Limberg, auch Beilberg und jetzt Bruckberg genannt, westlich von [[Schüttdorf]] gelegen, kommt Kupferkies vor, der schon im Mittelalter abgebaut wurde und neben [[Thumersbach]] das zweite bedeutende Zeller Bergbaurevier bildete. Man geht davon aus, dass dieser Kupfererzbergbau längere Zeit in Betrieb war. Hier führt schwarzgrauer Schiefer Quarzadern, in denen die Erze eingesprengt sind. Die Erzgänge waren aber eher dürftig und lagen weit auseinander und die Stollen mussten stark verzimmert werden.
Die Erze wurden im Winter über den zugefrorenen See in das Poch- und Waschwerk nach Thumersbach gebracht. [[1778]] hatte das dortige Pochwerk drei Räder, die unterschlächtig angetrieben wurden. Zwei Räder hatten dreißig Schusser, die die Erze zerstampften. Neben den Pochtrögen befanden sich die Mehl- und Schlammsümpfe. Dort wurde das Erzmehl noch weiter gereinigt. Der dadurch entstandene Schlich wurde nach [[Leogang]] in die dortige Schmelzhütte gebracht.
==Gewerken==
[[1492]] bestand in Zell am See eine Knappenbruderschaft, die sich einen eigenen Frühmesser stiften konnte. [[1568]] waren Carl und Hans [[Rosenberger]] Besitzer der Grube. [[1593]] hatten die Rosenberger drei Gruben in Betrieb. Der daraus lukrierte Gewinn betrug damals 1.900 Gulden.
Ein Zeichen für die aber bereits abnehmende Produktivität der Gruben war aber die Tatsache, dass eine Kommission, die das Bergwerk auf ihren Ertrag hin untersuchte, vorschlug, den Betrieb für zwei Jahre von der Fron zu befreien, um die Gewerken zu größeren Abbauaktivitäten anzuregen.
Um [[1613]] und [[1623]] wurden ein geringer Ertrag und Absatzschwierigkeiten beklagt. Damals lagen 1.000 Zentner Vitriol und Schwefel auf Lager, die nicht verkauft werden konnten.
Um [[1630]] erwarben die Augsburger [[Fugger]] das Bergwerk, haben es aber schon [[1649]] aufgelassen. Sie verkauften nachfolgend das Sackzieherhäusl, das Pucherhäusl zu Schied und das Kanzleistübl. Auch entfernten sie den Eisenbeschlag vom großen Pucherrad und gaben dieses damit dem Verfall preis.
[[1742]] erwarben nach längerem Stillstand Balthasar Wenk, Verweser in [[Großarl]], und der Schüttbauer Sebastian Mayr das Bergwerk und nahmen es wieder in Betrieb. Es bestanden damals zehn Stollen, aber nur in drei Stollen wurde Erz abgebaut.
[[1778]] wurde in Limberg auch ein Zementwerk errichtet. Die damalige Zementschlammgewinnung erfolgte folgendermaßen: aus den alten Bauern floss Vitriolwasser. In dieses wurden Eisen eingelegt, die von dem vitriolhältigen Wasser mit rotem Kupfer überzogen wurden. Dieses wurde nach einiger Zeit abgeschabt und als sog. Zementschlamm weiter verarbeitet.
Unter der österreichischen Regierung wurden am Limberg noch zwei Gruben betrieben. Seit [[1809]] gab es im Ebenmais und im Kendlbachwald zwei Neuschürfe. [[1816]] wurden in der Hieronymusgrube ergiebige Erzanbrüche angefahren, was zur Folge hatte, dass 86 Arbeiter beschäftigt werden konnten. Zu dieser Zeit wurde der Schlich zur Verhüttung nicht mehr nach Leogang, sondern nach [[Mühlbach im Pinzgau]] gebracht.
Im Jahr [[1863]] wurde das Bergwerk endgültig stillgelegt.
==Quellen==
Josef Lahnsteiner, Unterpinzgau, Zell am See, Taxenbach, Rauris, Selbstverlag, Hollersbach, 1960
[[Kategorie:Geologie]]
[[Kategorie:Bergbau]]
[[Kategorie:Geschichte]]
[[Kategorie:Zell am See]]
[[Kategorie:Pinzgau]]