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| | Friedrich Josef Dürnberger war der Sohn des gleichnamigen k.k. Försters Friedrich Dürnberger und seiner Frau Maria, geborene Scharfetter. Der [[Pfarrer von Oberndorf bei Salzburg|Stadtpfarrer]] von [[Stadtpfarre Salzburg-Gnigl|Salzburg-Gnigl]], [[Franz Dürnberger]] (* [[1903]]; † [[1974]]), war sein Bruder. | | Friedrich Josef Dürnberger war der Sohn des gleichnamigen k.k. Försters Friedrich Dürnberger und seiner Frau Maria, geborene Scharfetter. Der [[Pfarrer von Oberndorf bei Salzburg|Stadtpfarrer]] von [[Stadtpfarre Salzburg-Gnigl|Salzburg-Gnigl]], [[Franz Dürnberger]] (* [[1903]]; † [[1974]]), war sein Bruder. |
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| − | Er besuchte die [[Mittelschule Campus Mirabell|Knaben-Bürgerschule]] in der [[Stadt Salzburg]] und war im Johanneum in der [[Schrannengasse]] untergebracht. | + | Er besuchte die [[Mittelschule Campus Mirabell|Knaben-Bürgerschule]] in der [[Stadt Salzburg]] und wohnte im Knabeninstitut ''Johanneum'' in der [[Schrannengasse (Salzburg)|Schrannengasse]] 4. |
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| | Den gesamten [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] verbrachte er im [[k.u.k. Infanterieregiment "Erzherzog Rainer" Nr. 59]] an der [[Russland|russischen]] und an der [[italien]]ischen Front. Nach russischer Kriegsgefangenschaft kehrte er nach Salzburg zurück und arbeitete in einem Kontor. Abends studierte er die Geschichte seiner Heimat und fertigte zahlreiche Zeichnungen, von deren Verkauf er lebte.<ref>[[Ludwig Praehauser|Praehauser, Ludwig]]: ''Ein junges Talent'', in: [[Salzburger Volksblatt]], [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19190918&seite=3&zoom=33 18. September 1919, S. 3.]</ref> | | Den gesamten [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] verbrachte er im [[k.u.k. Infanterieregiment "Erzherzog Rainer" Nr. 59]] an der [[Russland|russischen]] und an der [[italien]]ischen Front. Nach russischer Kriegsgefangenschaft kehrte er nach Salzburg zurück und arbeitete in einem Kontor. Abends studierte er die Geschichte seiner Heimat und fertigte zahlreiche Zeichnungen, von deren Verkauf er lebte.<ref>[[Ludwig Praehauser|Praehauser, Ludwig]]: ''Ein junges Talent'', in: [[Salzburger Volksblatt]], [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19190918&seite=3&zoom=33 18. September 1919, S. 3.]</ref> |
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| | Unter dem Titel ''Zu dem Tode des Kunstmalers Fritz Dürnberger'' schrieb die [[Salzburger Chronik]] am 13. April 1926: | | Unter dem Titel ''Zu dem Tode des Kunstmalers Fritz Dürnberger'' schrieb die [[Salzburger Chronik]] am 13. April 1926: |
| | : ''Das Tragische Ende dieses begabten Künstlers hat allseits Anteilnahme ausgelöst, insbesondere der gänzlich mittellos zurückgebliebenen Familie wird tiefes Mitleid entgegengebracht. Bei Dürnberger hatten sich schon seit einiger Zeit geistge Störungen bemerkbar gemacht, sodaß seine Ueberführung in die Landesheilanstalt bereits beschlossene Tatsache geworden war. Im letzten Moment hatte Dürnberger von dieser Tatsache erfahren und dann in einem unbewachten Augenblick Hand an sich gelegt. Gestern hat die Beerdigung Dürnbergers stattgefunden. Der "Raunerbund" war, einem Wunsche des Verstorbenen gemäß, mit der Regimentsfahne ausgerückt, dann Dürnberger hatte immer gewünscht, daß die Fahne seines Regimentes hinter seinem Sarge getragen werde. Ehemalige Kriegskameraden in der alten Raineruniform umgaben den Sarg. Als man ihn in die Tiefe senkte, ertönten die Klänge eines Trauermarsches und drei Kanonenschüsse.'' | | : ''Das Tragische Ende dieses begabten Künstlers hat allseits Anteilnahme ausgelöst, insbesondere der gänzlich mittellos zurückgebliebenen Familie wird tiefes Mitleid entgegengebracht. Bei Dürnberger hatten sich schon seit einiger Zeit geistge Störungen bemerkbar gemacht, sodaß seine Ueberführung in die Landesheilanstalt bereits beschlossene Tatsache geworden war. Im letzten Moment hatte Dürnberger von dieser Tatsache erfahren und dann in einem unbewachten Augenblick Hand an sich gelegt. Gestern hat die Beerdigung Dürnbergers stattgefunden. Der "Raunerbund" war, einem Wunsche des Verstorbenen gemäß, mit der Regimentsfahne ausgerückt, dann Dürnberger hatte immer gewünscht, daß die Fahne seines Regimentes hinter seinem Sarge getragen werde. Ehemalige Kriegskameraden in der alten Raineruniform umgaben den Sarg. Als man ihn in die Tiefe senkte, ertönten die Klänge eines Trauermarsches und drei Kanonenschüsse.'' |
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| | == Literatur == | | == Literatur == |
| | * ''Das Frankenburger Würfelspiel (15. Mai 1625). Zum Bilde von Fritz Dürnberger''. Erlach 1925. | | * ''Das Frankenburger Würfelspiel (15. Mai 1625). Zum Bilde von Fritz Dürnberger''. Erlach 1925. |