Der Rothirsch ist seit den frühen Zwischeneiszeiten ein Bewohner der [[Ostalpen]]. Seine Vorfahren bewohnten Steppen und halboffene parkähnliche Landschaften. Mit der allmählich einsetzenden Bewaldung ihres hiesigen Lebensraumes wurde das Rotwild nach und nach zu Waldbewohnern. Vor der Besiedlung des [[Alpen]]raumes durch Menschen dürfte die Rotwilddichte von 0,5 bis 1 Exemplar pro Quadratkilometer betragen haben. Durch die Waldrodungen vom [[11. Jahrhundert|11.]] bis zum [[14. Jahrhundert]] und auch infolge der wegen des [[Bergbau]]es durchgeführten weitflächigen Schlägerungen entstanden größere Äsungsflächen, die wahrscheinlich zunächst zu einer Zunahme des Rotwildes führten. Als der Rothirsch zum Nahrungskonkurrenten der Haustiere geworden war und sein Potential als Fleischlieferant erkannt wurde, verfolgte man ihn rücksichtslos, sodass das Gebiet der Hohen Tauern längere Zeit als rotwildfrei zu bezeichnen war, was heute kaum bekannt ist. | Der Rothirsch ist seit den frühen Zwischeneiszeiten ein Bewohner der [[Ostalpen]]. Seine Vorfahren bewohnten Steppen und halboffene parkähnliche Landschaften. Mit der allmählich einsetzenden Bewaldung ihres hiesigen Lebensraumes wurde das Rotwild nach und nach zu Waldbewohnern. Vor der Besiedlung des [[Alpen]]raumes durch Menschen dürfte die Rotwilddichte von 0,5 bis 1 Exemplar pro Quadratkilometer betragen haben. Durch die Waldrodungen vom [[11. Jahrhundert|11.]] bis zum [[14. Jahrhundert]] und auch infolge der wegen des [[Bergbau]]es durchgeführten weitflächigen Schlägerungen entstanden größere Äsungsflächen, die wahrscheinlich zunächst zu einer Zunahme des Rotwildes führten. Als der Rothirsch zum Nahrungskonkurrenten der Haustiere geworden war und sein Potential als Fleischlieferant erkannt wurde, verfolgte man ihn rücksichtslos, sodass das Gebiet der Hohen Tauern längere Zeit als rotwildfrei zu bezeichnen war, was heute kaum bekannt ist. |