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== Leben ==
 
== Leben ==
Josef Karl Hinterstoisser war der Sohn des Geldbriefträgers Franz Xaver [[Hinterstoisser]] (* [[14. Jänner]] [[1809]] in Salzburg; † [[7. Mai]] [[1888]] ebenda) und seiner Frau Theresia, geborene Gaßner (* [[14. Mai]] [[1810]] in Salzburg; † [[10. Mai]] [[1886]] in [[Wien]]). Er kam aus ärmlichen Verhältnissen. Sein Großvater Joseph Balthasar Hinterstoisser erwarb [[1807]] die Mühle [[Wartlstein]], verkaufte sie jedoch [[1827]] wieder, als sie durch einen Brand zerstört wurde. Nach Absolvierung des [[Akademisches Gymnasium Salzburg|Gymnasiums]] fuhr er auf einer Plätte nach Wien um dort ein Medizinstudium zu beginnen, das er sich durch Nachhilfe und die Fertigung anatomischer Modelle finanzierte. Seine Verhältnisse waren so prekär, dass er kein eigenes Zimmer hatte, sondern als Bettgeher<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Schlafg%C3%A4nger Wikipedia Bettgeher]</ref> unterkam. 1868 promovierte er zum Doktor der Medizin und kam als Aspirant ins Allgemeine Krankenhaus. Eine Vertretung eines Kollegen weckte in ihm das Interesse an der Psychiatrie.
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Josef Karl Hinterstoisser war der Sohn des Geldbriefträgers Franz Xaver [[Hinterstoisser]] (* [[14. Jänner]] [[1809]] in Salzburg; † [[7. Mai]] [[1888]] ebenda) und seiner Frau Theresia, geborene Gaßner (* [[14. Mai]] [[1810]] in Salzburg; † [[10. Mai]] [[1886]] in [[Wien]]). Er kam aus ärmlichen Verhältnissen. Sein Großvater Joseph Balthasar Hinterstoisser erwarb [[1807]] die Mühle [[Wartlstein]], verkaufte sie jedoch [[1827]] wieder, als sie durch einen Brand zerstört wurde. Nach Absolvierung des [[Akademisches Gymnasium Salzburg|Gymnasiums]] fuhr Hinterstoisser auf einer Plätte nach Wien um dort ein Medizinstudium zu beginnen, das er sich durch Nachhilfe und die Fertigung anatomischer Modelle finanzierte. Seine Verhältnisse waren so prekär, dass er kein eigenes Zimmer hatte, sondern als Bettgeher<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Schlafg%C3%A4nger Wikipedia Bettgeher]</ref> unterkam. 1868 promovierte er zum Doktor der Medizin und kam als Aspirant ins Allgemeine Krankenhaus. Eine Vertretung eines Kollegen weckte in ihm das Interesse an der Psychiatrie.
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Hinterstoisser wurde [[1874]] Direktor der Irrenanstalt Valduna in [[Vorarlberg]] und war von [[1875]] bis [[1905]] als Psychiater am Oberlandesgericht in Wien tätig. In dieser Zeit bewahrte er als Gutachter auf Bitten der Schauspielerin [[Katharina Schratt]] den Wiener Volksschauspieler [[Alexander Girardi]] (der möglicherweise mit dem Salzburger [[August Girardi]] verwandt war) vor dem Irrenhaus.
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Dr. Hinterstoisser wurde [[1874]] Direktor der Irrenanstalt Valduna in [[Vorarlberg]] und war von [[1875]] bis [[1905]] als Psychiater am Oberlandesgericht in Wien tätig. In dieser Zeit bewahrte er als Gutachter auf Bitten der Schauspielerin [[Katharina Schratt]] den Wiener Volksschauspieler [[Alexander Girardi]] (der möglicherweise mit dem Salzburger [[August Girardi]] verwandt war) vor dem Irrenhaus.
    
Er zählte zahlreiche Prominente des ''Fin de Siècle'' zu seinen Freunden, so [[Hans Makart]], Franz von Suppé und Alexander Girardi. Auch mit Dr. Hans Nepomuk Graf [[Wilczek]] (* 1837; † 1922) und Katharina Schratt pflegte er vertrauten Umgang.
 
Er zählte zahlreiche Prominente des ''Fin de Siècle'' zu seinen Freunden, so [[Hans Makart]], Franz von Suppé und Alexander Girardi. Auch mit Dr. Hans Nepomuk Graf [[Wilczek]] (* 1837; † 1922) und Katharina Schratt pflegte er vertrauten Umgang.
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