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Das Geschlecht der '''Zach''' war eine Gewerkenfamilie in [[Dienten am Hochkönig|Dienten]].

==Geschichte==
Wie auch bei anderen [[Gewerke|Gewerken]], ist das Geschlecht der Zach seit Jahrhunderten in Dienten nicht mehr vorhanden, aber der [[Zachhof|Hof]] steht noch immer an der Straße zum Dientner Sattel. Das stark gemauerte Haus hat Haustor und Fenster aus abgeschrägtem Tuffstein. Über dem spätgotischen Eselsrücken der Haustür ist die Jahreszahl [[1578]] ersichtlich; der Hof ist sicher noch älter. In der Stammtafel von der Familie Zach ist im Jahre [[1407]] schon das Gut in Dienten (der Hof) genannt. Der südseitige Teil des Hauses ist mit Eisenklammern zusammengehalten.

Der ehrwürdigste Raum ist die große Stube gewesen, in der die Gewerken zusammenkamen und berieten.

Wie die alte [[Die Sage von der weißen und blauen Frau vom Zachhof|Sage vom Zachhof]] erzählt, dass der Schatz von niemandem gefunden wurde, so sind auch die Bergschätze auf Spateisenstein am Altenberg und am Kollmannsegg nicht mehr fündig. Hier und auf der Summererhalt in 1.240 m Höhe, südwestlich des Dorfes, wurde hauptsächlich das Erz abgebaut.

Droben im Bergkirchlein auf dem Bühel befinden sich zwei Grabsteine von Wolfgang Zach dem älteren ([[1556]]) und einem jüngeren von [[1649]]. [[1505]] ließ Wolfgang der Ältere auf dieser schönen Anhöhe eine [[Gotik|gotische]] Ortskirche erbauen. In dieser Kirche befindet (befand) sich sowie im Pfarrhause ein von Zach gestiftetes wertvolles Epitaphium. Beide sind auf Leinwand kunstvoll gemalt und in [[Renaissance|Renaissancerahmen]] gefasst. Das in der Kirche befindliche Gemälde stellt die sieben hl. Sakramente dar und wurde anfangs des 17. Jahrhunderts gemalt, während das im Pfarrhause befindliche aus der Mitte des 16. Jahrhunderts stammt und das Jüngste Gericht zum Gegenstande hat. Für beide wurden wiederholt hohe Summen geboten.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19230812&query=%22zach+dienten%22~100&ref=anno-search&seite=1 ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom 12. August 1923, Seite 1</ref>

Neben den Zach und Einkäs gehörten die Schruef, Schreier und Jud zu den bekanntesten Gewerken. Das Eisenwerk in Dienten war von [[1409]] bis [[1427]] unter den Gewerken Zach, Schruef und Schwayer im Gange und wurde im Jahre [[1654]] durch Erzbischof [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein|Guidobald]] von Joh. Jak. Jud angekauft.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19380402&query=%22gewerken+dienten%22~100&ref=anno-search&seite=13 ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom 2. April 1938, Seite 13</ref>Von diesen müssen die Zach zu den bedeutendsten gezählt haben.

Mitte des 17. Jahrhunderts endete die Tätigkeit der Familie Zach in Dienten. Heute dürfte es weltweit noch etwa 300 Personen geben, die ihren Namen von dem berühmten Bauerngeschlecht der Zach in Dienten ableiten. Es ist auch bekannt, dass die Zach seinerzeit dem Erz nachgezogen und daher mit dem Versiegen des Erzsegens von Dienten abgewandert sind. Sie siedelten sich nach 1649 in Augsburg an.


Das [[1971]] der Gemeinde Dienten verliehene Wappen geht auf das Wappen der Gewerkenfamilie Zach zurück!


Eine ausführliche STAMMTAFEL der Familie Zach ist nachzulesen im Dientner "Heimatbuch" (erhältlich im Gemeindeamt, auch leihweise).

==Quelle==
* [https://www.dienten.gv.at/Das_Geschlecht_der_Zach Homepage der Gemeinde Dienten (Das Geschlecht der Zach)]
== Einzelnachweise ==
<references/>

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