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[[Datei:Weltkugel bei nächtlicher Beleuchtung P1040049.JPG|thumb|Weltkugel bei nächtlicher Beleuchtung vor der [[Oesterreichische Nationalbank_Zweiganstalt Nord Salzburg|Oesterreichischen Nationalbank in Salzburg]].]]
 
[[Datei:Weltkugel bei nächtlicher Beleuchtung P1040049.JPG|thumb|Weltkugel bei nächtlicher Beleuchtung vor der [[Oesterreichische Nationalbank_Zweiganstalt Nord Salzburg|Oesterreichischen Nationalbank in Salzburg]].]]
 
[[Datei:Weltkugel_Neustadt_Salzburg_20_Okt_2019.jpg|thumb|Der ehemalige Standort der Weltkugel im Oktober 2019.]]
 
[[Datei:Weltkugel_Neustadt_Salzburg_20_Okt_2019.jpg|thumb|Der ehemalige Standort der Weltkugel im Oktober 2019.]]
Eine '''Weltkugel als Weltuhr''' mit Angaben der gerade gültigen Weltzeiten um den gesamten Erdball herum stand in der [[Neustadt]] in der [[Stadt Salzburg]].
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Eine '''Weltkugel als Weltuhr''' mit Angaben der gerade gültigen Weltzeiten um den gesamten Erdball herum steht in der [[Neustadt]] in der [[Stadt Salzburg]].
    
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
Die Weltuhr mit einem Durchmesser von 2,2 Metern hatte ein Stahlskelett und die Außenhülle aus getriebenen Kupferblech. Sie stand an der Kreuzung der [[Wolf-Dietrich-Straße]] und der [[Franz-Josef-Straße]] neben dem [[Nationalbank-Gebäude Stadt Salzburg|Nationalbank-Gebäude]]   
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Die Weltuhr mit einem Durchmesser von 2,2 Metern hat ein Stahlskelett und die Außenhülle aus getriebenen Kupferblech. Sie steht an der Kreuzung der [[Wolf-Dietrich-Straße]] und der [[Franz-Josef-Straße]] neben dem [[Nationalbank-Gebäude Stadt Salzburg|Nationalbank-Gebäude]].  
    
Im Jahr [[1956]] wurde das Nationalbank-Gebäude an der [[Franz-Josef-Straße]] seiner Bestimmung übergeben, die Bank übersiedelte von der [[Paris-Lodron-Straße]] in die Neustadt.
 
Im Jahr [[1956]] wurde das Nationalbank-Gebäude an der [[Franz-Josef-Straße]] seiner Bestimmung übergeben, die Bank übersiedelte von der [[Paris-Lodron-Straße]] in die Neustadt.
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Als [[2001]] der gesamte Platz neu gestaltet wurde, erfuhr auch die Weltkugel einen Umbau. Die Uhren wurden abmontiert, dafür konnte sie sich erstmals um ihre Achse drehen. So wie bei der echten Weltkugel dauerte eine Umdrehung 24 Stunden - die Zeiten konnte man an im Boden eingelassenen Markierungen ablesen. Dafür, dass sich die Kugel im richtigen Tempo drehte, sorgte ein Turmuhrwerk. Später kam dann der Längenraster mit den an ihm angebrachten Uhrzeiten dazu.
 
Als [[2001]] der gesamte Platz neu gestaltet wurde, erfuhr auch die Weltkugel einen Umbau. Die Uhren wurden abmontiert, dafür konnte sie sich erstmals um ihre Achse drehen. So wie bei der echten Weltkugel dauerte eine Umdrehung 24 Stunden - die Zeiten konnte man an im Boden eingelassenen Markierungen ablesen. Dafür, dass sich die Kugel im richtigen Tempo drehte, sorgte ein Turmuhrwerk. Später kam dann der Längenraster mit den an ihm angebrachten Uhrzeiten dazu.
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Nach einer Renovierung im Jahr [[2008]], zu der auch die Oesterreichische Nationalbank maßgeblich beigetragen hat, erstrahlte sie wieder in neuem Glanz. Die  Weltkugel galt auch als Wahrzeichen der Salzburger Neustadt.
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Nach einer Renovierung im Jahr [[2008]], zu der auch die Oesterreichische Nationalbank maßgeblich beigetragen hat, erstrahlte sie wieder in neuem Glanz. Die  Weltkugel gilt auch als Wahrzeichen der Salzburger Neustadt.
    
2016 wollte die Nationalbank nach der Schließung ihrer Salzburger Niederlassung ihre Weltkugel der Stadt schenken. Vergeblich, wie Michael Lanik erzählt: "Diese hat sich immer um die Instandhaltung gekümmert. Die Stadt wollte die Weltuhr nicht übernehmen. Es gibt momentan niemanden, der sich nach Schließung der Filiale darum kümmern könnte." Salzburgs Kulturreferent ist [[Vizebürgermeister]] [[Bernhard Auinger]] (SPÖ). Warum hat die Stadt damals abgelehnt und nun stillschweigend zugesehen, dass die Kugel nach Wien ins Depot verschwindet? Auinger: “Sie ist ein Wahrzeichen des Stadtteiles. Aber wir haben im Kulturamt auch keine Mitarbeiter, die eine Uhr warten oder betreuen könnte. Und darum ist es letztlich gegangen. Wir stellen den Platz weiterhin zur Verfügung, können uns aber technisch nicht darum kümmern.“
 
2016 wollte die Nationalbank nach der Schließung ihrer Salzburger Niederlassung ihre Weltkugel der Stadt schenken. Vergeblich, wie Michael Lanik erzählt: "Diese hat sich immer um die Instandhaltung gekümmert. Die Stadt wollte die Weltuhr nicht übernehmen. Es gibt momentan niemanden, der sich nach Schließung der Filiale darum kümmern könnte." Salzburgs Kulturreferent ist [[Vizebürgermeister]] [[Bernhard Auinger]] (SPÖ). Warum hat die Stadt damals abgelehnt und nun stillschweigend zugesehen, dass die Kugel nach Wien ins Depot verschwindet? Auinger: “Sie ist ein Wahrzeichen des Stadtteiles. Aber wir haben im Kulturamt auch keine Mitarbeiter, die eine Uhr warten oder betreuen könnte. Und darum ist es letztlich gegangen. Wir stellen den Platz weiterhin zur Verfügung, können uns aber technisch nicht darum kümmern.“
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Wann genau die Weltkugel dann abmontiert wurde, ist derzeit noch nicht recherchiert. Es muss zwischen März 2018 und Oktober 2019 (siehe Bild) gewesen sein. Einer Meldung der [[Flachgauer Nachrichten]] vom 31. Oktober 2019 nach, sollen Vandalen die Weltkugel aus der Verankerung gerissen und zerstört haben haben. Im Oktober wurde die beschädigte Kugel zum Köstendorfer Unternehmen Metalltech Neudecker gebracht. Nach der Begutachtung der Schäden aus der Werkstatt in Köstendorf im Auftrag der Hauseigentümer Geldservice Austria abgeholt, einer Tochtergesellschaft der Nationalbank. Man brachte sie nach Wien in ein Depot. Dort lag sie seit August 2021 bis Frühjahr 2022. Dann kehrte sie nach Köstendorf zur Firma Neudecker zurück, die mit der Restaurierung und Instandsetzung beauftragt wurde. Für die fachgerechte Vergoldung der Kontinente sorgte Malermeister Paul Bonfils. "Wir haben für die Kontinente und Inseln 800 Blatt Blattgold im Wert von 1.500 bis 2.000 Euro benötigt", schildert er. Für ihn bedeutete das rund eine Woche Arbeit.
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Wann genau die Weltkugel dann abmontiert wurde, ist nicht bekannt. Es muss zwischen März 2018 und Oktober 2019 (siehe Bild) gewesen sein. Einer Meldung der [[Flachgauer Nachrichten]] vom [[31. Oktober]] [[2019]] nach, sollen Vandalen die Weltkugel aus der Verankerung gerissen und zerstört haben haben. Im Oktober wurde die beschädigte Kugel zum Köstendorfer Unternehmen Metalltech Neudecker gebracht. Nach der Begutachtung der Schäden aus der Werkstatt in Köstendorf im Auftrag der Hauseigentümer Geldservice Austria abgeholt, einer Tochtergesellschaft der Nationalbank. Man brachte sie nach Wien in ein Depot. Dort lag sie seit August 2021 bis Frühjahr 2022. Dann kehrte sie nach Köstendorf zur Firma Neudecker zurück, die mit der Restaurierung und Instandsetzung beauftragt wurde. Für die fachgerechte Vergoldung der Kontinente sorgte Malermeister Paul Bonfils. "Wir haben für die Kontinente und Inseln 800 Blatt Blattgold im Wert von 1.500 bis 2.000 Euro benötigt", schildert er. Für ihn bedeutete das rund eine Woche Arbeit.
    
Dass die Weltuhr jetzt wieder in neuem Glanz erstrahlt und auch technisch auf dem neuesten Stand ist, ist das Ergebnis mehrerer beteiligter Unternehmen. Die Firma Neudecker hat die Metalltechnikarbeiten ausgeführt. Die auf Turmuhren spezialisierte Salzburger Firma Schauer-Sachs hat das Drehwerk gewartet, Elektro Markl die Elektrik.
 
Dass die Weltuhr jetzt wieder in neuem Glanz erstrahlt und auch technisch auf dem neuesten Stand ist, ist das Ergebnis mehrerer beteiligter Unternehmen. Die Firma Neudecker hat die Metalltechnikarbeiten ausgeführt. Die auf Turmuhren spezialisierte Salzburger Firma Schauer-Sachs hat das Drehwerk gewartet, Elektro Markl die Elektrik.