| Zeile 9: |
Zeile 9: |
| | Im gleichen Jahr heiratete Max Ott<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-dompfarre/TRBXI/?pg=132 Traungsbuch der Dompfarre Salzburg, Band XI, S. 130.]</ref> die Mutter seiner ersten Tochter, Eleonore (* [[25. April]] [[1859]] in [[Mattsee (Ort)|Mattsee]]; † [[11. Dezember]] [[1920]] in der [[Stadt Salzburg]])<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/mattsee/TFBV/?pg=153 Taufbuch der Pfarre Mattsee, Band V, S. 128]</ref>, die Tochter des Salzburger Kaminfegermeisters Jakob Feichtner. Insgesamt bekamen sie sechs Kinder: | | Im gleichen Jahr heiratete Max Ott<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-dompfarre/TRBXI/?pg=132 Traungsbuch der Dompfarre Salzburg, Band XI, S. 130.]</ref> die Mutter seiner ersten Tochter, Eleonore (* [[25. April]] [[1859]] in [[Mattsee (Ort)|Mattsee]]; † [[11. Dezember]] [[1920]] in der [[Stadt Salzburg]])<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/mattsee/TFBV/?pg=153 Taufbuch der Pfarre Mattsee, Band V, S. 128]</ref>, die Tochter des Salzburger Kaminfegermeisters Jakob Feichtner. Insgesamt bekamen sie sechs Kinder: |
| | * Eleonora (* [[14. Juni]] [[1882]] in Mattsee; † [[2. August]] [[1941]] in der Stadt Salzburg)<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/mattsee/TFBVI/?pg=62 Taufbuch der Pfarre Mattsee, Band VI, S. 36.]</ref>, legitimiert, seit 1917 verheiratet mit Otto Brunner, | | * Eleonora (* [[14. Juni]] [[1882]] in Mattsee; † [[2. August]] [[1941]] in der Stadt Salzburg)<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/mattsee/TFBVI/?pg=62 Taufbuch der Pfarre Mattsee, Band VI, S. 36.]</ref>, legitimiert, seit 1917 verheiratet mit Otto Brunner, |
| − | * Rupertine Juliana (* [[23. September]] [[1884]] in Salzburg)<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-dompfarre/TFBXV+/?pg=175 Taufbuch der Dompfarre Salzburg, Band XV, S. 169.]</ref>, seit [[1917]] verheiratet mit [[Heinrich Schönberg]], | + | * Rupertine Juliana (* [[23. September]] [[1884]] in der Stadt Salzburg)<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-dompfarre/TFBXV+/?pg=175 Taufbuch der Dompfarre Salzburg, Band XV, S. 169.]</ref>, seit [[1917]] verheiratet mit [[Heinrich Schönberg]], |
| − | * Max Jakob (* [[6. November]] [[1885]] in Salzburg; † 7. Oktober 1898 ebenda)<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-dompfarre/TFBXV+/?pg=235 Taufbuch der Dompfarre Salzburg, Band XV, S. 229.]</ref>, | + | * Max Jakob (* [[6. November]] [[1885]] in der Stadt Salzburg; † 7. Oktober 1898 ebenda)<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-dompfarre/TFBXV+/?pg=235 Taufbuch der Dompfarre Salzburg, Band XV, S. 229.]</ref>, |
| − | * Emma Juliana (* [[5. April]] [[1888]] in Salzburg; † [[18. April]] 1888)<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-dompfarre/TFBXV+/?pg=323 Taufbuch der Dompfarre Salzburg, Band XV, S. 317.]</ref>, | + | * Emma Juliana (* [[5. April]] [[1888]] in der Stadt der Stadt Salzburg; † [[18. April]] 1888)<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-dompfarre/TFBXV+/?pg=323 Taufbuch der Dompfarre Salzburg, Band XV, S. 317.]</ref>, |
| − | * Maria Anna (* [[21. März]] [[1889]] in Salzburg)<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-dompfarre/TFBXV+/?pg=357 Taufbuch der Dompfarre Salzburg, Band XV, S. 351.]</ref> und | + | * Maria Anna (* [[21. März]] [[1889]] in der Stadt Salzburg)<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-dompfarre/TFBXV+/?pg=357 Taufbuch der Dompfarre Salzburg, Band XV, S. 351.]</ref> und |
| − | * [[Franz Ott|Franz Anton]] (* [[9. August]] [[1894]] in Salzburg)<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-dompfarre/TFBXVI/?pg=122 Taufbuch der Dompfarre Salzburg, Band XVI, S. 120]</ref>. | + | * [[Franz Ott|Franz Anton]] (* [[9. August]] [[1894]] in der Stadt Salzburg)<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-dompfarre/TFBXVI/?pg=122 Taufbuch der Dompfarre Salzburg, Band XVI, S. 120]</ref>. |
| | | | |
| | == Politische Karriere == | | == Politische Karriere == |
| | In Salzburg richtete er bald sein Interesse auf die lokale Politik. Am [[29. April]] [[1892]] wählte ihn der dritte Wahlkörper in den Gemeinderat der Landeshauptstadt, wo er sich vor allem in technischen und finanziellen Fragen bewährte. Unter Bürgermeister [[Franz Berger]] wurde er [[1900]] Zweiter und [[1903]] Erster Bürgermeister-Stellvertreter. Ab [[1902]] gehörte er auch dem Salzburger Landtag an. | | In Salzburg richtete er bald sein Interesse auf die lokale Politik. Am [[29. April]] [[1892]] wählte ihn der dritte Wahlkörper in den Gemeinderat der Landeshauptstadt, wo er sich vor allem in technischen und finanziellen Fragen bewährte. Unter Bürgermeister [[Franz Berger]] wurde er [[1900]] Zweiter und [[1903]] Erster Bürgermeister-Stellvertreter. Ab [[1902]] gehörte er auch dem Salzburger Landtag an. |
| | | | |
| − | Am [[7. September]] [[1912]] wurde er als Nachfolger Bergers zum Bürgermeister von Salzburg gewählt. Dieses Amt übte er nach den einstimmigen Wiederwahlen der Jahre [[1915]] und [[1918]] bis zum [[30. Juni]] [[1919]] aus. Nach dem Zusammenbruch der Österreichisch-Ungarischen Monarchie, der einen massiven Umbruch und Einschnitt in die österreichische Politik mit sich brachte, wurde Ott 1918 unter [[Alois Winkler (Priester)|Alois Winkler]] zum [[Landeshauptmann-Stellvertreter]] bestellt. Im Jahr darauf wurde er erneut in dieser Funktion bestätigt, worauf er sich vom Bürgermeisteramt und aus dem Gemeinderat zurückzog. | + | Am [[7. September]] [[1912]] wurde er als Nachfolger Bergers zum Bürgermeister der Stadt Salzburg gewählt. Dieses Amt übte er nach den einstimmigen Wiederwahlen der Jahre [[1915]] und [[1918]] bis zum [[30. Juni]] [[1919]] aus. Nach dem Zusammenbruch der Österreichisch-Ungarischen Monarchie, der einen massiven Umbruch und Einschnitt in die österreichische Politik mit sich brachte, wurde Ott 1918 unter [[Alois Winkler (Priester)|Alois Winkler]] zum [[Landeshauptmann-Stellvertreter]] bestellt. Im Jahr darauf wurde er erneut in dieser Funktion bestätigt, worauf er sich vom Bürgermeisteramt und aus dem Gemeinderat zurückzog. |
| | | | |
| | [[1927]] gelang ihm als Listenführer der [[Großdeutsche Volkspartei|Großdeutschen Volkspartei]] die Rückkehr in den Gemeinderat und, obwohl Vertreter der kleinsten Fraktion, die erneute Wahl zum Salzburger Bürgermeister. Trotz der politischen Umwälzungen des Jahres [[1934]] konnte sich Ott auch im austrofaschistischen [[Ständestaat]] noch bewähren, musste sein Amt aber bereits [[1935]] (das war immerhin sein achtzigstes Lebensjahr) seinem Nachfolger [[Richard Hildmann]] übergeben. | | [[1927]] gelang ihm als Listenführer der [[Großdeutsche Volkspartei|Großdeutschen Volkspartei]] die Rückkehr in den Gemeinderat und, obwohl Vertreter der kleinsten Fraktion, die erneute Wahl zum Salzburger Bürgermeister. Trotz der politischen Umwälzungen des Jahres [[1934]] konnte sich Ott auch im austrofaschistischen [[Ständestaat]] noch bewähren, musste sein Amt aber bereits [[1935]] (das war immerhin sein achtzigstes Lebensjahr) seinem Nachfolger [[Richard Hildmann]] übergeben. |
| Zeile 25: |
Zeile 25: |
| | Max Ott war Initiator und Förderer zahlreicher Stiftungen und machte sich während seiner Funktionsperioden als Bürgermeister wesentlich um die Entwicklung eines modernen Gemeinwesens verdient. | | Max Ott war Initiator und Förderer zahlreicher Stiftungen und machte sich während seiner Funktionsperioden als Bürgermeister wesentlich um die Entwicklung eines modernen Gemeinwesens verdient. |
| | | | |
| − | Zu seinen nachhaltigsten Leistungen zählt sein Einsatz für den Bau des [[Kraftwerk Wiestal|Wasserkraftwerkes]] im [[Wiestal]], durch das die Stadt Salzburg mit ausreichend Strom versorgt werden konnte. Er bemühte sich um den Bau neuer Schulgebäude (z. B. [[Plainschule|Elisabethschule]]) und um die Errichtung moderner Wohn- und Verkehrsbauten. In seiner Amtszeit kam es zur Errichtung des Schwimmbades im [[Salzburger Volksgarten|Franz-Joseph-Park (Volksgarten)]], des [[Volksgartenbad|Franz-Joseph-Bades (später Volksgartenbad)]], und zur Pachtung der alten [[Leopoldskroner Weiher#Schwimmschule|Schwimmschule]] in der Gemeinde [[Leopoldskron-Moos (Gemeinde)|Leopoldskron-Moos]]. Weiters erfolgten die Regulierung der [[Salzach]] im Bereich des [[Makartplatz]]es, der Ankauf des [[Gaswerk|Gas-]] und des [[Erstes_Salzburger_Elektricit%C3%A4tswerk|Elektrizitätswerk]]es, der Ausbau der [[Fürstenbrunner Wasserleitung]] und, verbunden mit der Erweiterung des [[Neutor]]s, der Ausbau der [[Straßenbahn|Stadtbahn]] bis in die [[Riedenburg]]. | + | Zu seinen nachhaltigsten Leistungen zählt sein Einsatz für den Bau des [[Speicherkraftwerk Wiestal (historisch)|Wasserkraftwerkes]] im [[Wiestal]], durch das die Stadt Salzburg mit ausreichend Strom versorgt werden konnte. Er bemühte sich um den Bau neuer Schulgebäude (z. B. [[Plainschule|Elisabethschule]]) und um die Errichtung moderner Wohn- und Verkehrsbauten. In seiner Amtszeit kam es zur Errichtung des Schwimmbades im [[Salzburger Volksgarten|Franz-Joseph-Park (Volksgarten)]], des [[Volksgartenbad|Franz-Joseph-Bades (später Volksgartenbad)]], und zur Pachtung der alten [[Leopoldskroner Weiher#Schwimmschule|Schwimmschule]] in der Gemeinde [[Leopoldskron-Moos (Gemeinde)|Leopoldskron-Moos]]. Weiters erfolgten die Regulierung der [[Salzach]] im Bereich des [[Makartplatz]]es, der Ankauf des [[Gaswerk|Gas-]] und des [[Erstes Salzburger Elektricitätswerk|Elektrizitätswerk]]es, der Ausbau der [[Fürstenbrunner Wasserleitung]] und, verbunden mit der Erweiterung des [[Neutor]]s, der Ausbau der [[Straßenbahn|Stadtbahn]] bis in die [[Riedenburg]]. |
| | | | |
| | Ein persönliches Anliegen war ihm während seiner Amtsperioden die Ausgestaltung und Erweiterung des [[Salzburger Kommunalfriedhof]]s. So sorgte er [[1914]] für die Errichtung einer neuen Aussegnungshalle (Planung durch [[Jakob Ceconi]]) und [[1931]] für den Bau eines Krematoriums (Planung durch [[Karl Ceconi]]), womit bei Feuerbestattungen nicht mehr nach [[Oberösterreich]] ausgewichen werden musste. | | Ein persönliches Anliegen war ihm während seiner Amtsperioden die Ausgestaltung und Erweiterung des [[Salzburger Kommunalfriedhof]]s. So sorgte er [[1914]] für die Errichtung einer neuen Aussegnungshalle (Planung durch [[Jakob Ceconi]]) und [[1931]] für den Bau eines Krematoriums (Planung durch [[Karl Ceconi]]), womit bei Feuerbestattungen nicht mehr nach [[Oberösterreich]] ausgewichen werden musste. |
| Zeile 40: |
Zeile 40: |
| | * [[23. April]] [[1916]]: Komturkreuz des Franz-Joseph-Ordens | | * [[23. April]] [[1916]]: Komturkreuz des Franz-Joseph-Ordens |
| | * [[22. Mai]] [[1916]]: König-Ludwig-Kreuz | | * [[22. Mai]] [[1916]]: König-Ludwig-Kreuz |
| − | * [[6. Februar]] [[1917]]: Ehrenzeichen II. Klasse vom Roten Kreuz | + | * [[6. Februar]] [[1917]]: Ehrenzeichen II. Klasse vom [[Rotes Kreuz|Roten Kreuz]] |
| | * [[4. Jänner]] [[1918]]: Goldene [[Mozart-Medaille]] | | * [[4. Jänner]] [[1918]]: Goldene [[Mozart-Medaille]] |
| | * [[13. März]] [[1918]]: Kriegskreuz II. Klasse für Zivilverdienste | | * [[13. März]] [[1918]]: Kriegskreuz II. Klasse für Zivilverdienste |
| Zeile 83: |
Zeile 83: |
| | [[Kategorie:Ehrenbürger der Stadt Salzburg]] | | [[Kategorie:Ehrenbürger der Stadt Salzburg]] |
| | [[Kategorie:Zuagroaste]] | | [[Kategorie:Zuagroaste]] |
| | + | [[Kategorie:Deutschland]] |
| | [[Kategorie:Bayern]] | | [[Kategorie:Bayern]] |
| − | [[Kategorie:Deutschland]]
| |
| | [[Kategorie:Geboren 1855]] | | [[Kategorie:Geboren 1855]] |
| | [[Kategorie:Gestorben 1941]] | | [[Kategorie:Gestorben 1941]] |