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| | [[Datei:Wellenberg Nationalparkplatz 01.jpg|thumb|Wellenberg am [[Nationalparkplatz]] auf der [[Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]]]] | | [[Datei:Wellenberg Nationalparkplatz 01.jpg|thumb|Wellenberg am [[Nationalparkplatz]] auf der [[Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]]]] |
| | [[Datei:Wellenberg Nationalparkplatz 02.jpg|thumb|Modell für das Kunstwerk]] | | [[Datei:Wellenberg Nationalparkplatz 02.jpg|thumb|Modell für das Kunstwerk]] |
| − | [[Datei:Wellenberg Nationalparkplatz 03.jpg|thumb|Aufbau des Kunstwerks im Steinbruch im Dorfertal, [[Osttirol]]]] | + | [[Datei:Wellenberg Nationalparkplatz 03.jpg|thumb|Aufbau des Kunstwerks im Steinbruch im Dorfertal, [[Osttirol]]]] |
| − | [[Datei:Wellenberg Nationalparkplatz 04.jpg|thumb|Aufbau des Kunstwerks am [[Nationalparkplatz]] auf der [[Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]]]] | + | [[Datei:Wellenberg Nationalparkplatz 04.jpg|thumb|Aufbau des Kunstwerks am [[Nationalparkplatz]] auf der [[Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]]]] |
| | '''Wellenberg''' ist ein begehbares Kunstwerk des [[Neumarkt am Wallersee|Neumarkter]] Künstlers [[Johann Weyringer]] am [[Nationalparkplatz]] vor dem [[Besucherzentrum Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]] am Endpunkt der [[Gletscherstraße]], einer Stichstraße der [[Großglockner Hochalpenstraße]] auf [[Kärnten|Kärntner]] Seite. | | '''Wellenberg''' ist ein begehbares Kunstwerk des [[Neumarkt am Wallersee|Neumarkter]] Künstlers [[Johann Weyringer]] am [[Nationalparkplatz]] vor dem [[Besucherzentrum Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]] am Endpunkt der [[Gletscherstraße]], einer Stichstraße der [[Großglockner Hochalpenstraße]] auf [[Kärnten|Kärntner]] Seite. |
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| | == Ein Flug um den Großglockner brachte die entscheidende Idee == | | == Ein Flug um den Großglockner brachte die entscheidende Idee == |
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| − | Weyringer verbrachte im Sommer 1997 eine Woche auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, um Ideen für sein Kunstwerk zu sammeln. [[Hans Knaus]], der Vater des [[Roy Knaus]] und Besitzer des Hubschrauberunternehmens [[Heli Austria GmbH|Heli Austria]], nahm Weyringer auf einen Rundflug um den [[Großglockner (Berg)|Großglockner]] mit. Dabei sah Weyringer geschuppte Schneeverfrachtungen, die er dann im Aufbau der Bodenplatten seines Wellenberges künstlerisch umsetzte. | + | Weyringer verbrachte im Sommer 1997 eine Woche auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, um Ideen für sein Kunstwerk zu sammeln. Hans Knaus, der Vater des Roy Knaus und Besitzer des Hubschrauberunternehmens [[Heli Austria GmbH|Heli Austria]], nahm Weyringer auf einen Rundflug um den [[Großglockner (Berg)|Großglockner]] mit. Dabei sah Weyringer geschuppte Schneeverfrachtungen, die er dann im Aufbau der Bodenplatten seines Wellenberges künstlerisch umsetzte. |
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| | Die Platten des Wellenbergs sind aus dem harten [[Serpentin]]it der [[Hohen Tauern]], einem Chloritschiefer. Die wellenförmige Anordnung von Blöcken und Platten versinnbildlichen die Gebirgsbildung. Das begehbare elf Meter lange Bronzeboot auf der Spitze des Wellenberges steht für das Zeitgefühl der Menschen. Weyringer möchte die Besucher zu einer geistigen Zeitreise in die Vergangenheit einladen, als das Gebiet der [[Pasterze]] noch ein Almboden mit Weidevieh war. Erst eine kleine Eiszeit im [[Mittelalter]] ließ die Pasterze entstehen. Oder, wenn man der Sage Glauben schenkt, gottlose [[Senner]]innen und [[Senner]] wurden mit meterdicken Eisschichten mit dem Tode bestraft. Der Serpentinit wiederum stellt ein Urgestein dar, das sich einst auf dem Meeresgrund befand und durch die Faltung der Alpen im Bereich der Hohen Tauern an die Erdoberfläche gepresst wurde. | | Die Platten des Wellenbergs sind aus dem harten [[Serpentin]]it der [[Hohen Tauern]], einem Chloritschiefer. Die wellenförmige Anordnung von Blöcken und Platten versinnbildlichen die Gebirgsbildung. Das begehbare elf Meter lange Bronzeboot auf der Spitze des Wellenberges steht für das Zeitgefühl der Menschen. Weyringer möchte die Besucher zu einer geistigen Zeitreise in die Vergangenheit einladen, als das Gebiet der [[Pasterze]] noch ein Almboden mit Weidevieh war. Erst eine kleine Eiszeit im [[Mittelalter]] ließ die Pasterze entstehen. Oder, wenn man der Sage Glauben schenkt, gottlose [[Senner]]innen und [[Senner]] wurden mit meterdicken Eisschichten mit dem Tode bestraft. Der Serpentinit wiederum stellt ein Urgestein dar, das sich einst auf dem Meeresgrund befand und durch die Faltung der Alpen im Bereich der Hohen Tauern an die Erdoberfläche gepresst wurde. |
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| | Bevor Weyringer mit der Umsetzung seiner Idee beginnen konnte, schuf er davon ein Modell im Garten seines Ateliers in Neumarkt am Wallersee. Dann musste er ein Boot im Originalmaßstab bauen, um es in Bronze gießen lassen zu können. Aber woher elf Meter lange [[Tanne]]<nowiki>nholz</nowiki>-Bootsbretter hernehmen? Der Neumarkter Zimmermeister Schreder wusste Rat und wandte sich an das „[[Landesfürstlich privilegiertes Schifferschützen-Corps Oberndorf an der Salzach|Landesfürstlich privilegierte Schifferschützen-Corps Oberndorf an der Salzach]]“, bestehen doch dessen Zillen aus ähnlich langen Hölzern. Über die Schiffergarde erhielt Weyringer das passende Holz. | | Bevor Weyringer mit der Umsetzung seiner Idee beginnen konnte, schuf er davon ein Modell im Garten seines Ateliers in Neumarkt am Wallersee. Dann musste er ein Boot im Originalmaßstab bauen, um es in Bronze gießen lassen zu können. Aber woher elf Meter lange [[Tanne]]<nowiki>nholz</nowiki>-Bootsbretter hernehmen? Der Neumarkter Zimmermeister Schreder wusste Rat und wandte sich an das „[[Landesfürstlich privilegiertes Schifferschützen-Corps Oberndorf an der Salzach|Landesfürstlich privilegierte Schifferschützen-Corps Oberndorf an der Salzach]]“, bestehen doch dessen Zillen aus ähnlich langen Hölzern. Über die Schiffergarde erhielt Weyringer das passende Holz. |
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| − | Der Bronzeguss erfolgte von Bildhauer [[Max Auböck]] in der Salzburger [[Glockengießerei Oberascher]] im [[Gusswerk]] in Salzburg-[[Kasern]]. Beide Unternehmen, sowohl die Zimmerei Schreder als auch die Gießerei Oberascher, gibt es heute nicht mehr. | + | Der Bronzeguss erfolgte von Bildhauer Max Auböck in der Salzburger [[Glockengießerei Oberascher]] im [[Gusswerk]] in Salzburg-[[Kasern]]. Beide Unternehmen, sowohl die Zimmerei Schreder als auch die Gießerei Oberascher, gibt es heute nicht mehr. |
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| | Nachdem also das Boot geschaffen war, mussten geeignete Serpentinit-Platten im Steinbruch der Firma Lauster im Dorfertal in [[Osttirol]] gefunden werden. 200 Tonnen Krustenplatten, also Steinplatten mit Naturbruchseite, Platten, die beim Schneiden glatter Blöcke als Abfall anfallen, sammelte Weyringer im Laufe von gut einem Jahr. Ihm zur Seite standen mehrere Helfer und gemeinsam wurden die Platten im Steinbruch zum Wellenberg aufgebaut. Es entstanden Sitz-Steine, begehbare Flächen und Kantensteine, wie sich Weyringer bei seinem Flug über den Großglockner inspirieren ließ. | | Nachdem also das Boot geschaffen war, mussten geeignete Serpentinit-Platten im Steinbruch der Firma Lauster im Dorfertal in [[Osttirol]] gefunden werden. 200 Tonnen Krustenplatten, also Steinplatten mit Naturbruchseite, Platten, die beim Schneiden glatter Blöcke als Abfall anfallen, sammelte Weyringer im Laufe von gut einem Jahr. Ihm zur Seite standen mehrere Helfer und gemeinsam wurden die Platten im Steinbruch zum Wellenberg aufgebaut. Es entstanden Sitz-Steine, begehbare Flächen und Kantensteine, wie sich Weyringer bei seinem Flug über den Großglockner inspirieren ließ. |
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