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Bild rechts: Die beiden Wanderpreise direkt nebeneinander. Oberhalb die "Wandergoaßl der Jungen", die sich seit 1940 im Besitz der Siezenheimer Schnalzer befindet und unterhalb die "Wandergoaßl der Alten", um die noch heute beim Rupertigau-Preisschnalzen gekämpft wird. Die "Wandergoaßl der Jungen" trägt wahrscheinlich noch den original Poschn, der mit „Ausschußseide“ gefertigt wurde. Neben dem Bast hat man damals nämlich auch Ausschussseide für die Herstellung des Poschns verwendet. Die beiden Goaßln waren ursprünglich wahrscheinlich gleich lang und hatten denselben Abschlussknauf. Da bei der "Wandergoaßl der Alten" auf dem Stiel kein Platz mehr für die vielen Plaketten mit den eingravierten Siegern war, hat man sich in den 1980er Jahren entschlossen, alle Plaketten bis auf die erste Plakette wieder zu entfernen. Dafür hat man den Holzstiel ausgehöhlt und in den Hohlraum eine Papierliste mit allen Siegern hineingesteckt. Der Metallknauf dient jetzt als "Verschluss". Womöglich hat man beim Aushölen sowohl den Stiel als auch den Metallknauf verkürzt.
 
Bild rechts: Die beiden Wanderpreise direkt nebeneinander. Oberhalb die "Wandergoaßl der Jungen", die sich seit 1940 im Besitz der Siezenheimer Schnalzer befindet und unterhalb die "Wandergoaßl der Alten", um die noch heute beim Rupertigau-Preisschnalzen gekämpft wird. Die "Wandergoaßl der Jungen" trägt wahrscheinlich noch den original Poschn, der mit „Ausschußseide“ gefertigt wurde. Neben dem Bast hat man damals nämlich auch Ausschussseide für die Herstellung des Poschns verwendet. Die beiden Goaßln waren ursprünglich wahrscheinlich gleich lang und hatten denselben Abschlussknauf. Da bei der "Wandergoaßl der Alten" auf dem Stiel kein Platz mehr für die vielen Plaketten mit den eingravierten Siegern war, hat man sich in den 1980er Jahren entschlossen, alle Plaketten bis auf die erste Plakette wieder zu entfernen. Dafür hat man den Holzstiel ausgehöhlt und in den Hohlraum eine Papierliste mit allen Siegern hineingesteckt. Der Metallknauf dient jetzt als "Verschluss". Womöglich hat man beim Aushölen sowohl den Stiel als auch den Metallknauf verkürzt.
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Bei der Erwachsenen-Wandergoaßl gelang dieses „Kunststück“ erst viel später. Die Pass Ainring I war es, die in den [[1960er]] Jahren die Wandergoaßl gleich 7 x (!) hintereinander gewann und zwar von [[1962]] bis [[1969]], wobei [[1964]] wegen des Armstorfer Gedächtnisschnalzens kein Wettbewerb stattfand. In dieser Zeit war man aber offensichtlich nicht mehr bereit, die bereits damals historische Wandergoaßl von [[1936]] für immer an die Siegerpass auszuhändigen, sodass Ainring I für ihre bis heute einmalige Siegesserie Duplikate der Wandergoaßl bekam. Neben Ainring I ist lediglich Siezenheim III im Besitz eines solchen Duplikates für ihre drei Siege 1999, 2000 sowie 2001. Siezenheim III wird demnächst ein weiteres Duplikat dieser Wandergoaßl erhalten und zwar für die Siege in den Jahren 2007, 2008 und 2009.
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Bei der Erwachsenen-Wandergoaßl gelang dieses „Kunststück“ erst viel später. Die Pass Ainring I war es, die in den [[1960er]] Jahren die Wandergoaßl gleich 7 x (!) hintereinander gewann und zwar von [[1962]] bis [[1969]], wobei [[1964]] wegen des Armstorfer Gedächtnisschnalzens kein Wettbewerb stattfand. In dieser Zeit war man aber offensichtlich nicht mehr bereit, die bereits damals historische Wandergoaßl von [[1936]] für immer an die Siegerpass auszuhändigen, sodass Ainring I für ihre bis heute einmalige Siegesserie Duplikate der Wandergoaßl bekam. Neben Ainring I ist lediglich Siezenheim III im Besitz eines solchen Duplikates für ihre Siegesserien 1999, 2000 und 2001 sowie 2007, 2008 und 2009.
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Um die "Wandergoaßl der Alten" wurde von 1936 bis 2007 bereits 54-mal gekämpft. In den Jahren 1936, 1938 sowie 1939 bei Bewerben in Salzburg/Maxglan. Die Wandergoaßl dürfte dann bis 1956 verschollen gewesen sein, da bereits einige Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges große Wettschnalzen stattfanden, Sieger aber erst wieder ab dem Jahr 1956 auf der Goaßl vermerkt sind. Nach der Gründung der „Schnalzervereinigung Rupertiwinkel“ am [[25. März]] [[1957]] wurde bei den Rupertigau-Preisschnalzen ab dem Jahr 1958 bis heute jedes Jahr um diese begehrte Trophäe gekämpft. Lediglich [[1964]] legte man ein „Pause“ ein, weil man in diesem Jahr das Jakob-Armstorfer-Gedächtnisschnalzen durchführte, ohne dabei einen Sieger zu küren. Man wollte damit den eben erst verstorbenen Jakob Armstorfer junior gebührend ehren, der sich um das Aperschnalzen besonders verdient gemacht hatte.
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Um die "Wandergoaßl der Alten" wurde von 1936 bis 2011 bereits 58-mal gekämpft. In den Jahren 1936, 1938 sowie 1939 bei Bewerben in Salzburg/Maxglan. Die Wandergoaßl dürfte dann bis 1956 verschollen gewesen sein, da bereits einige Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges große Wettschnalzen stattfanden, Sieger aber erst wieder ab dem Jahr 1956 auf der Goaßl vermerkt sind. Nach der Gründung der „Schnalzervereinigung Rupertiwinkel“ am [[25. März]] [[1957]] wurde bei den Rupertigau-Preisschnalzen ab dem Jahr 1958 bis heute jedes Jahr um diese begehrte Trophäe gekämpft. Lediglich [[1964]] legte man ein „Pause“ ein, weil man in diesem Jahr das Jakob-Armstorfer-Gedächtnisschnalzen durchführte, ohne dabei einen Sieger zu küren. Man wollte damit den eben erst verstorbenen Jakob Armstorfer junior gebührend ehren, der sich um das Aperschnalzen besonders verdient gemacht hatte.
    
==Überblick über die Gewinner der „Wandergoaßl der Alten“ seit 1936==
 
==Überblick über die Gewinner der „Wandergoaßl der Alten“ seit 1936==
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2010    Maxglan, Wals III,              177
 
2010    Maxglan, Wals III,              177
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2011    Roth, Siezenheim III,          185
 
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==Die erfolgreichsten Orte beim Gewinn der Wandergoaßl von 1936==
 
==Die erfolgreichsten Orte beim Gewinn der Wandergoaßl von 1936==
 
*Ainring: 15 x
 
*Ainring: 15 x
*Siezenheim: 13 x
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*Siezenheim: 14 x
 
*Gois: 10 x
 
*Gois: 10 x
 
*Perach: 7 x
 
*Perach: 7 x
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==Die erfolgreichsten Passen beim Gewinn der Wandergoaßl von 1936==
 
==Die erfolgreichsten Passen beim Gewinn der Wandergoaßl von 1936==
 
*Ainring I: 13 x
 
*Ainring I: 13 x
*Siezenheim III: 8 x
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*Siezenheim III: 9 x
 
*Gois I, Perach I : je 7 x
 
*Gois I, Perach I : je 7 x
 
*Siezenheim II: 4 x
 
*Siezenheim II: 4 x
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==Quellen==
 
==Quellen==
*Von Johann Punz, Trainer der Schnalzerpass Siezenheim III, 21.2.2009'''
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*Von Johann Punz, Trainer der Schnalzerpass Siezenheim III, 1.3.2011'''
 
*Hans Roth ''Das Aperschnalzen, Sänger- und Musikantenzeitung 1/89'', Seite 18.  
 
*Hans Roth ''Das Aperschnalzen, Sänger- und Musikantenzeitung 1/89'', Seite 18.  
 
*Adolf Haslinger, Peter Mittermayr ''Salzburger Kulturlexikon'', Residenzverlag 1987, Seite 53  
 
*Adolf Haslinger, Peter Mittermayr ''Salzburger Kulturlexikon'', Residenzverlag 1987, Seite 53  
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