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Der Krimmler Tauernweg verläuft vom Ortszentrum Krimml nach Süden durch das [[Krimmler Achental]] und dann südwestlich durch das [[Windbachtal]] über den [[Krimmler Tauern]] ins [[Ahrntal]] in [[Südtirol]], [[Italien]]. Der letzte Wegabschnitt vom Windbachtal auf die Passhöhe in 2 633 [[M ü. A.|Metern]] steht seit Anfang März [[2022]] unter Denkmalschutz.
 
Der Krimmler Tauernweg verläuft vom Ortszentrum Krimml nach Süden durch das [[Krimmler Achental]] und dann südwestlich durch das [[Windbachtal]] über den [[Krimmler Tauern]] ins [[Ahrntal]] in [[Südtirol]], [[Italien]]. Der letzte Wegabschnitt vom Windbachtal auf die Passhöhe in 2 633 [[M ü. A.|Metern]] steht seit Anfang März [[2022]] unter Denkmalschutz.
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"Aufgrund der Witterung im Hochgebirge stellen befestigte Säumerwege als [[Alpenübergänge]] in einem derart guten Erhaltungszustand eine große Seltenheit dar", heißt es in der Begründung des Bundesdenkmalamts. Als [[Krimmler Judenflucht|Fluchtroute für Holocaustüberlebende]] besitze der Weg eine wichtige zeitgeschichtliche Bedeutung. "Der etwa 1 bis 1,2 m breite Weg ist dammartig durch größere Randsteine aus Findlingen begrenzt und dazwischen streckenweise mit kleineren Steinen oder größeren Platten gepflastert. Bachläufe werden mittels großformatiger Steinsetzungen überwunden. Zum Teil existiert ein wegbegleitendes Entwässerungssystem mit gepflasterten Entwässerungsrinnen oder quer in die Trasse gesetzte lange Steine, um das Hangwasser vom Weg abzuleiten. Wenig unterhalb der Passhöhe sind in steileren Passagen und bei Geröllfeldern große monolithische Steinplatten stufenartig zu Treppen geschlichtet und kleinere Stützmauern errichtet worden." (zitiert nach Quelle BDA).
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"Aufgrund der Witterung im Hochgebirge stellen befestigte [[Säumer]]wege als [[Alpenübergänge]] in einem derart guten Erhaltungszustand eine große Seltenheit dar", heißt es in der Begründung des Bundesdenkmalamts. Als [[Krimmler Judenflucht|Fluchtroute für Holocaustüberlebende]] besitze der Weg eine wichtige zeitgeschichtliche Bedeutung. "Der etwa 1 bis 1,2 m breite Weg ist dammartig durch größere Randsteine aus Findlingen begrenzt und dazwischen streckenweise mit kleineren Steinen oder größeren Platten gepflastert. Bachläufe werden mittels großformatiger Steinsetzungen überwunden. Zum Teil existiert ein wegbegleitendes Entwässerungssystem mit gepflasterten Entwässerungsrinnen oder quer in die Trasse gesetzte lange Steine, um das Hangwasser vom Weg abzuleiten. Wenig unterhalb der Passhöhe sind in steileren Passagen und bei Geröllfeldern große monolithische Steinplatten stufenartig zu Treppen geschlichtet und kleinere Stützmauern errichtet worden." (zitiert nach Quelle BDA).
    
Lang wurde um die Sanierung des stellenweise mit Steinplatten befestigten Wegs gestritten. Der Einsatz eines Baggers hatte [[2020]] die Kritiker auf den Plan gerufen, das Bundesdenkmalamt die Arbeiten gestoppt. Das Endergebnis war, dass sich der örtliche [[Alpenverein]] im Herbst [[2021]] als Wegerhalter zurückzog.  Da sich der Krimmler [[Bürgermeister der Gemeinde Krimml|Bürgermeister]] [[Erich Czerny]] ([[ÖVP]]) nicht in der Lage sieht, durch Mittel der Gemeinde die Wegsanierung und -erhaltung zu bestreiten wandte er sich an das [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]] mit der Bitte um Unterstützung. Nun wird das Land zusammen mit der [[Nationalparkverwaltung Hohe Tauern]] das Projekt abwickeln.
 
Lang wurde um die Sanierung des stellenweise mit Steinplatten befestigten Wegs gestritten. Der Einsatz eines Baggers hatte [[2020]] die Kritiker auf den Plan gerufen, das Bundesdenkmalamt die Arbeiten gestoppt. Das Endergebnis war, dass sich der örtliche [[Alpenverein]] im Herbst [[2021]] als Wegerhalter zurückzog.  Da sich der Krimmler [[Bürgermeister der Gemeinde Krimml|Bürgermeister]] [[Erich Czerny]] ([[ÖVP]]) nicht in der Lage sieht, durch Mittel der Gemeinde die Wegsanierung und -erhaltung zu bestreiten wandte er sich an das [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]] mit der Bitte um Unterstützung. Nun wird das Land zusammen mit der [[Nationalparkverwaltung Hohe Tauern]] das Projekt abwickeln.
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