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mehr v.a. zur historischen Geographie, insbesondere zum Isonzo
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Das Küstenland hatte eine Größe von etwa 8.000 km² und rund 900.000 Einwohner (1910). Die Hauptstadt war Triest (italienisch ''Trieste'', slowenisch ''Trst''); sie hatte als größter See- und Handelshafen der Donaumonarchie enorme wirtschaftliche Bedeutung für diese. Von den Einwohnern des Küstenlandes waren fast die Hälfte Italiener, ein Viertel Slowenen, ein Fünftel Kroaten und fünf Prozent Deutsche.<ref>Vgl. den Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96sterreichisches_K%C3%BCstenland ''„Österreichisches Küstenland“''.]</ref>
 
Das Küstenland hatte eine Größe von etwa 8.000 km² und rund 900.000 Einwohner (1910). Die Hauptstadt war Triest (italienisch ''Trieste'', slowenisch ''Trst''); sie hatte als größter See- und Handelshafen der Donaumonarchie enorme wirtschaftliche Bedeutung für diese. Von den Einwohnern des Küstenlandes waren fast die Hälfte Italiener, ein Viertel Slowenen, ein Fünftel Kroaten und fünf Prozent Deutsche.<ref>Vgl. den Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96sterreichisches_K%C3%BCstenland ''„Österreichisches Küstenland“''.]</ref>
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===Entstehung===
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===Entstehung und Gliederung===
 
Das Küstenland (lateinisch/italienisch ''Litorale'') wurde aus den habsburgischen Territorien ''Gefürstete Grafschaft Görz und Gradisca''<ref>Vgl. den Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_G%C3%B6rz ''„Grafschaft Görz“''.]</ref>, ''Markgrafschaft Istrien''<ref>Vgl. den Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Istrien ''„Istrien“''.]</ref> und (''Freie'') ''Stadt Triest''<ref>Vgl. den Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Triest ''„Triest“''.]</ref> gebildet.
 
Das Küstenland (lateinisch/italienisch ''Litorale'') wurde aus den habsburgischen Territorien ''Gefürstete Grafschaft Görz und Gradisca''<ref>Vgl. den Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_G%C3%B6rz ''„Grafschaft Görz“''.]</ref>, ''Markgrafschaft Istrien''<ref>Vgl. den Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Istrien ''„Istrien“''.]</ref> und (''Freie'') ''Stadt Triest''<ref>Vgl. den Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Triest ''„Triest“''.]</ref> gebildet.
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===Aufteilung===
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Alle drei Gebiete unterstanden gemeinsam dem kaiserlichen Statthalter in Triest hatten aber jeweils eine eigene Selbstverwaltung.
Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]], der mit Niederlage und Zerfall der Österreichisch-Ungarischen Monarchie endete, fiel das Küstenland zur Gänze der Siegermacht [[Italien]] zu. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] aber wurden – aufgrund der Kriteriums der überwiegenden Nationalität – die Gebiete östlich und südlich der Städte Triest und Görz (italienisch ''Gorizia'', slowenisch ''Gorica'') abgetrennt. Der bei Italien verbliebene Teil bildet jetzt mit Friaul (Provinz Udine) die autonome Region Friuli-Venezia Giulia (deutsch: [[Friaul-Julisch Venetien]]).
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Nach der 1867 erfolgten Umbildung des Kaisertums Österreich zur Österreichisch-Ungarischen Monarchie gehörte das Küstenland zur österreichischen Reichshälfte.
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===Görz und Gradisca===
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Die Grafschaft Görz und Gradisca bestand hauptsächlich aus dem Einzugsgebiet des Flusses Isonzo – slowenisch: Soča – das im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] Schauplatz erbitterter Kämpfe zwischen italienischen und österreichisch-ungarischen Truppen war.
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In ethnischer Hinsicht wurde die nördlich gelegene Grafschaft Görz und Gradisca im Norden und Osten hauptsächlich von Slowenen, im Süden von Italienern bewohnt.
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Hauptstadt war Görz (italienisch ''Gorizia'', slowenisch ''Gorica'').
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===Triest===
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Triest, hauptsächlich von Italienern bewohnt. war der Haupthafen der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. In kultureller Hinsicht war es eine ist es insbesondere mit den Namen der Schrifsteller Italo Svevo (* 1861 † 1928) und [[James Joyce]] (* 1882, † 1941) verbunden.
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==Istrien==
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In ethnischer Hinsicht wurde die südlich von Triest gelegene Markgrafschaft Istrien an den Küsten und auf den Inseln von Italienern, im Binnenland vor allem von Kroaten (im Norden von Slowenen) bewohnt.
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Zur österreichisch-ungarischen Zeit war Pola – kroatisch: Pula – die größte Stadt Istriens und der Hauptkriegshafen der Monarchie.
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==Aufteilung==
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Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]], der mit Niederlage und Zerfall der Österreichisch-Ungarischen Monarchie endete, fiel das Küstenland zur Gänze der Siegermacht [[Italien]] zu. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] aber wurden – aufgrund der Kriteriums der überwiegenden Nationalität – die Gebiete östlich und südlich der Städte Triest und Görz abgetrennt. Der bei Italien verbliebene Teil bildet jetzt mit Friaul (Provinz Udine) die autonome Region Friuli-Venezia Giulia (deutsch: [[Friaul-Julisch Venetien]]).
    
Somit gehören heute
 
Somit gehören heute
 
* zu Italien: Julisch Venetien<ref>Zur Namensgeschichte vgl. den Wikipedia-Artikel [http://it.wikipedia.org/wiki/Venezia_Giulia#La_prima_definizione_della_Venezia_Giulia|''„Venezia Giulia“'' (italienisch)]; der Name „Venezia Giulia“ wurde im Jahr 1863 geprägt, um der österreichischen Sichtweise des Gebietes als Küstenland Österreichs eine spezifisch italienische entgegenzusetzen und die Behauptung der „natürlichen“ Zusammengehörigkeit mit dem Venetien, das bereits zu Italien gehörte, herauszustellen. Eine analoge Neubenennung war später der Name „Julische Krain“ (vgl. nur den Wikipedia-Artikel [http://sl.wikipedia.org/wiki/Furlanija_-_Julijska_krajina ''„Furlanija - Julijska krajina“'' („Friaul-Julisch-Venetien“, slowenisch).]</ref>  mit ua. den Städten Triest, Duino (Touristenattraktion: Schloss Miramare), Monfalcone, Görz und Gradisca,
 
* zu Italien: Julisch Venetien<ref>Zur Namensgeschichte vgl. den Wikipedia-Artikel [http://it.wikipedia.org/wiki/Venezia_Giulia#La_prima_definizione_della_Venezia_Giulia|''„Venezia Giulia“'' (italienisch)]; der Name „Venezia Giulia“ wurde im Jahr 1863 geprägt, um der österreichischen Sichtweise des Gebietes als Küstenland Österreichs eine spezifisch italienische entgegenzusetzen und die Behauptung der „natürlichen“ Zusammengehörigkeit mit dem Venetien, das bereits zu Italien gehörte, herauszustellen. Eine analoge Neubenennung war später der Name „Julische Krain“ (vgl. nur den Wikipedia-Artikel [http://sl.wikipedia.org/wiki/Furlanija_-_Julijska_krajina ''„Furlanija - Julijska krajina“'' („Friaul-Julisch-Venetien“, slowenisch).]</ref>  mit ua. den Städten Triest, Duino (Touristenattraktion: Schloss Miramare), Monfalcone, Görz und Gradisca,
 
* zu Slowenien als „Primorska“:<ref>Vgl. den Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Slowenien#Landschaften''„Slowenien“''.]</ref>  
 
* zu Slowenien als „Primorska“:<ref>Vgl. den Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Slowenien#Landschaften''„Slowenien“''.]</ref>  
** der Großteil des im Ersten Weltkrieg erbittert umkämpften ''Isonzo''tals (auf der slowenischen Seite: ''Soča''tal) – einer der landschaftlich berühmtesten Teile Sloweniens –, an das sich die liebliche Weinlandschaft ''Brdo'' anschließt (die auf italienischer Seite ''Collio'' heißt),
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** der Großteil ''Isonzo''tals (auf der slowenischen Seite: ''Soča''tal) – einer der landschaftlich berühmtesten Teile Sloweniens –, an das sich die liebliche Weinlandschaft ''Brdo'' anschließt (die auf italienischer Seite ''Collio'' heißt), sowie
** sowie die Umgebung von Triest bis zur Stadt Piran auf der Halbinsel Istrien in Slowenien,
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** die Umgebung von Triest bis zur Stadt Piran auf der Halbinsel Istrien in Slowenien,
* zu Kroatien fast die gesamte Halbinsel Istrien mit den bekannten Städten Pula (italienisch: Pola; seinerzeit österreichisch-ungarischer Kriegshafen) und Opatja; (italienisch: Abbazia).
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* zu Kroatien fast die gesamte Halbinsel Istrien mit den bekannten Städten Pula (italienisch: Pola) und Opatja (italienisch: Abbazia).
    
Im Küstenland begegneten einander die drei bodenständigen Kulturen (italienisch, slowenisch und kroatisch) sowie, etwas flüchtiger, auch die österreichisch-deutsche. Das Zeitalter des Nationalismus überlebten Sprachminderheiten auf der jeweils anderen Seite der Grenze und natürlich auch Ortsnamen mit „doppelter Nationalität“: Die italienischen Städte ''Gorizia'' und ''Gradisca d'Isonzo'' haben z.B. Namen slawischer Wurzel: ''Gorica'' bedeutet „Kleiner Ort“, ''Gradisca d'Isonzo'' „Befestigung“.
 
Im Küstenland begegneten einander die drei bodenständigen Kulturen (italienisch, slowenisch und kroatisch) sowie, etwas flüchtiger, auch die österreichisch-deutsche. Das Zeitalter des Nationalismus überlebten Sprachminderheiten auf der jeweils anderen Seite der Grenze und natürlich auch Ortsnamen mit „doppelter Nationalität“: Die italienischen Städte ''Gorizia'' und ''Gradisca d'Isonzo'' haben z.B. Namen slawischer Wurzel: ''Gorica'' bedeutet „Kleiner Ort“, ''Gradisca d'Isonzo'' „Befestigung“.
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* [[Johann Lorenz Hagenauer]], Begründer der Triester Linie der [[Hagenauer]]
 
* [[Johann Lorenz Hagenauer]], Begründer der Triester Linie der [[Hagenauer]]
 
* [[Heinrich Medicus]] (* [[1857]], † [[1943]]), Finanzpräsident
 
* [[Heinrich Medicus]] (* [[1857]], † [[1943]]), Finanzpräsident
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* [[Giorgio Strehler]] (* [[1921]], † [[1997]])
    
===Görz===
 
===Görz===

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