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[[Datei:Schaukraftwerk, Antriebsriemen aus geleimtem Rindsleder.jpg|thumb|Schaukraftwerk, Antriebsriemen aus geleimtem Rindsleder]]
 
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[[Datei:Peltonturbine im Schaukraftwerk Nassfeld.jpg|thumb|Peltonturbine im Schaukraftwerk Nassfeld]]
 
[[Datei:Peltonturbine im Schaukraftwerk Nassfeld.jpg|thumb|Peltonturbine im Schaukraftwerk Nassfeld]]
Das ehemalige Kraftwerk der Gewerkschaft Radhausberg wurde [[1912]] unter der Leitung von [[Karl Imhof]] erbaut und ist als '''Schaukraftwerk Nassfeld''' zu besichtigen.
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Das ehemalige Kraftwerk der [[Gewerkschaft Radhausberg]] wurde [[1912]] unter der Leitung von [[Karl Imhof]] erbaut und ist als '''Schaukraftwerk Nassfeld''' zu besichtigen.
 
   
 
   
 
==Allgemeines==
 
==Allgemeines==
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==Technik==
 
==Technik==
 
Das Kraftwerk zeichnet sich durch eine für damalige Zeiten überaus moderne Technik aus. Haupt- und Ersatztturbine sind Peltonturbinen, wobei die Hauptturbine von zwei wasserzuführenden Düsen angetrieben wurde. Bemerkenswert ist der 20 m lange Antriebsriemen aus Rindsleder, der aus ca. zwei Meter langen Teilstücken zusammengeleimt wurde. Der damit betriebene Kompressor stammt von der Fa. Ingersoll-Rand CO in New York (Imperial Type 10) und wurde weltweit nur zwei oder drei Mal erzeugt. Die riesige Maschine musste damals mit Pferdefuhrwerken von der Bahn im [[Gasteinertal]] bis zum Aufstellungsort im Nassfeld transportiert werden. Angesichts der Dimensionen der Anlage und der damaligen Straße schwer vorstellbar.
 
Das Kraftwerk zeichnet sich durch eine für damalige Zeiten überaus moderne Technik aus. Haupt- und Ersatztturbine sind Peltonturbinen, wobei die Hauptturbine von zwei wasserzuführenden Düsen angetrieben wurde. Bemerkenswert ist der 20 m lange Antriebsriemen aus Rindsleder, der aus ca. zwei Meter langen Teilstücken zusammengeleimt wurde. Der damit betriebene Kompressor stammt von der Fa. Ingersoll-Rand CO in New York (Imperial Type 10) und wurde weltweit nur zwei oder drei Mal erzeugt. Die riesige Maschine musste damals mit Pferdefuhrwerken von der Bahn im [[Gasteinertal]] bis zum Aufstellungsort im Nassfeld transportiert werden. Angesichts der Dimensionen der Anlage und der damaligen Straße schwer vorstellbar.
   
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Das Krafthaus besaß eine Länge von 20 m und eine Breite von 10,8 m und wurde aus Ziegeln und Bruchsteinen erbaut. Es beherbergte  einen Maschinen-, einen Schaltraum und eine Reparaturwerkstätte. Weiters  wurde ein Magazin eingerichtet und im ersten Stock des Gebäudes befand  sich die Wohnung des Wärters.  Im Maschinenraum arbeitete eine Voith  Hochdruckfreistrahlturbine mit zwei Düsen und automatischer  Nadelregulierung. Die erforderliche Betriebswassermenge betrug 200 Liter  pro Sekunde bei einem Nettogefälle von 205,7 Meter. Die normale  Leistung zeigte bei 1000 Umdrehungen pro Minute 417 PS. Nachgeschaltet  war ein AEG Union Drehstromgenerator mit einer Leistung von 225 kVA bei  einer Spannung von 5500 V und eine Flottmann-Kompressoren-Anlage  mit 6  bis 8 at Betriebsdruck. Darüber hinaus war ein AEG Union  Drehstromtransformator mit einer Leistung von 150 kVA und der  Spannungsübersetzung von 5500 V auf 220 V vor Ort. Die  Hochspannungsleitungen führten vom Krafthaus zum 3500 m entfernten  Hieronymus-Stollen auf dem [[Radhausberg]], weiters zum [[Sieglitz-Unterbaustollen|Sieglitz-Unterbau-,  bzw. [[Imhof-Unterbaustollen]] und zur Erzaufbereitungsanlage in das  Naßfeld.
 
==Einsatz==
 
==Einsatz==
 
Der von diesem Kraftwerk erzeugte Strom wurde vor allem zum Stollenvortrieb und zur Belüftung der Stollen verwendet. Das Kraftwerk diente bis [[1944]] den erwähnten Zwecken im [[ Goldbergbau]]. Von 1944 bis [[1984]] wurde weiterhin Strom erzeugt, jedoch nicht mehr für den nun eingestellten Bergbau, sondern vor allem für den Gasteiner Heilstollen. Seit 1984 ist auch das Kraftwerk stillgelegt und wurde zuletzt als Schaukraftwerk reaktiviert. Da die Wasserzufuhr eingestellt ist, erfolgt der Antrieb der Turbine zu Vorführungszwecken durch einen zugeschalteten Gleichstrommotor.
 
Der von diesem Kraftwerk erzeugte Strom wurde vor allem zum Stollenvortrieb und zur Belüftung der Stollen verwendet. Das Kraftwerk diente bis [[1944]] den erwähnten Zwecken im [[ Goldbergbau]]. Von 1944 bis [[1984]] wurde weiterhin Strom erzeugt, jedoch nicht mehr für den nun eingestellten Bergbau, sondern vor allem für den Gasteiner Heilstollen. Seit 1984 ist auch das Kraftwerk stillgelegt und wurde zuletzt als Schaukraftwerk reaktiviert. Da die Wasserzufuhr eingestellt ist, erfolgt der Antrieb der Turbine zu Vorführungszwecken durch einen zugeschalteten Gleichstrommotor.
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==Quellen==
 
==Quellen==
 
* Herbert Gruber, Josef Gfrerer und Alois Berger, Schaubergwerkbetreuungsteam,  Montanmuseum Altböckstein
 
* Herbert Gruber, Josef Gfrerer und Alois Berger, Schaubergwerkbetreuungsteam,  Montanmuseum Altböckstein
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* [[Unterer Bockhartsee]]
    
[[Kategorie:Pongau|Nassfeld, Schaukraftwerk]]
 
[[Kategorie:Pongau|Nassfeld, Schaukraftwerk]]

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