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[[Datei:Eva Maria Filzmoser.jpg|thumb|Eva Maria Filzmoser]]
 
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'''Eva Maria Filzmoser''' (* [[1980]] in [[Palting]], [[Innviertel]]) ist Direktorin von "CDM Watch".
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'''Eva Maria Filzmoser''' (* [[1980]] in Palting, [[Innviertel]]) ist Direktorin von "CDM Watch".
    
==Leben==
 
==Leben==
Eva Maria Filzmoser studiert [[Rechtswissenschaftliche Fakultät an der Universität Salzburg|Jus]] in [[Salzburg]], Wien, Spanien und Holland. Ihr Hauptwohnsitz ist aktuell die belgische Hauptstadt Brüssel.
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Eva Maria Filzmoser studiert [[Rechtswissenschaftliche Fakultät an der Universität Salzburg|Jus]] in [[Salzburg]], Wien, Spanien und [[Niederlande|Holland]]. Ihr Hauptwohnsitz ist aktuell die [[Belgien|belgische]] Hauptstadt Brüssel.
    
==Vorgestellt==
 
==Vorgestellt==
Es geht um Geld, um sehr viel Geld. Es geht um den Missbrauch von in der EU gehandelten CO<sub>2</sub>-Zertifikaten und um den Klimaschutz. Und es geht um eine Salzburgerin, die "ein großes Rad ins Rollen gebracht hat", wie sie sagt. Eva Maria Filzmoser hat mit ihrer Brüsseler NGO "CDM Watch" federführend dafür gesorgt, dass die Europäische Union sogenannte Schwindelzertifikate vor allem aus Indien und China ab [[2013]] vom Markt nimmt: Chemiefirmen produzieren das hochaggressive Klimagift HFC 23, um es anschließend zu zerstören und sich dafür mit CO<sub>2</sub>-Zertifikaten belohnen zu lassen. EU-Industrien kaufen diese Zertifikate, um ihre eigenen Klimabilanzen aufzubessern. Für die Produzenten von HFC-23, einem Abfallprodukt bei der Kühlmittelherstellung, fallen satte Gewinn an. Ein Emissionsgutschein für eine Tonne CO<sub>2</sub> bringt derzeit etwa zwölf Euro. Die entsprechende Entsor gung von HFC-23 aber kostet nur 17 Cent. Allein China kassiert so rund 650 Millionen Dollar pro Jahr. Mehr als 60 Prozent aller [[2009]] in der EU gehandelten Zertifikate stammen aus HFC-23-Projekten.
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Es geht um Geld, um sehr viel Geld. Es geht um den Missbrauch von in der EU gehandelten CO<sub>2</sub>-Zertifikaten und um den Klimaschutz. Und es geht um eine Salzburgerin, die "ein großes Rad ins Rollen gebracht hat", wie sie sagt. Eva Maria Filzmoser hat mit ihrer Brüsseler NGO "CDM Watch" federführend dafür gesorgt, dass die Europäische Union sogenannte Schwindelzertifikate vor allem aus Indien und China ab [[2013]] vom Markt nimmt: Chemiefirmen produzieren das hochaggressive Klimagift HFC&nbsp;23, um es anschließend zu zerstören und sich dafür mit CO<sub>2</sub>-Zertifikaten belohnen zu lassen. EU-Industrien kaufen diese Zertifikate, um ihre eigenen Klimabilanzen aufzubessern. Für die Produzenten von HFC&nbsp;23, einem Abfallprodukt bei der Kühlmittelherstellung, fallen satte Gewinne an. Ein Emissionsgutschein für eine Tonne CO<sub>2</sub> bringt derzeit etwa zwölf Euro. Die entsprechende Entsorgung von HFC&nbsp;23 aber kostet nur 17 Cent. Allein China kassiert so rund 650 Millionen Dollar pro Jahr. Mehr als 60 Prozent aller [[2009]] in der EU gehandelten Zertifikate stammen aus HFC-23-Projekten.
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Filzmoser übernahm "CDM Watch" Anfang 2009 - soll heißen: den einzigen dort vorhandenen Job. "Ich habe die Stellenausschreibung gesehen und mich beworben", erzählt sie. Erst seit Ende 2010 hat sie drei weitere Mitarbeiter. EU-Regierungen und andere NGO wollten die seit [[2005]] nicht mehr aktive "CDM Watch" wiederbeleben. "Man wollte jemanden, der den CO<sub>2</sub>-Markt kritisch analysiert", sagt Filzmoser. Immerhin gehe es ja auch um die Glaubwürdigkeit des gesamten "Clean Developent Mechanism" (CDM), eines unter dem Dach der UNO entwickelten Systems des Ablasshandels: Wer im Westen nicht selbst Emissionen einsparen will, investiert in Klimaschutzprojekte in Schwellen- und Entwicklungsländern und lässt sich die Einsparungen gutschreiben.
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Filzmoser übernahm "CDM Watch" Anfang 2009 - soll heißen: den einzigen dort vorhandenen Job. "Ich habe die Stellenausschreibung gesehen und mich beworben", erzählt sie. Erst seit Ende 2010 hat sie drei weitere Mitarbeiter. EU-Regierungen und andere NGOs wollten die seit [[2005]] nicht mehr aktive "CDM Watch" wiederbeleben. "Man wollte jemanden, der den CO<sub>2</sub>-Markt kritisch analysiert", sagt Filzmoser. Immerhin gehe es ja auch um die Glaubwürdigkeit des gesamten "Clean Development Mechanism" (CDM), eines unter dem Dach der UNO entwickelten Systems des Ablasshandels: Wer im Westen nicht selbst Emissionen einsparen will, investiert in Klimaschutzprojekte in Schwellen- und Entwicklungsländern und lässt sich die Einsparungen gutschreiben.
    
"Der Betrug mit HFC-Projekten war bekannt", betont die Salzburgerin, allerdings sei das Problem, weil gleichzeitig ein hochprofitables Geschäftmodell, konsequent ignoriert worden, bis - ja, bis Filzmoser und der UNO-Experte Lambert Schneider ein eigenes, theoretisches, aber klimatechnisch sauberes HFC-Modellprojekt bei der UNO zur Genehmigung einreichten. Mit einem Schlag war die Weltpresse hellwach. Anfragen aus den USA, Fernost und Europa überschlugen sich. Der Druck wurde immer größer - vor wenigen Wochen dann beschlossen die 27 EU-Staaten den HFC-Bann.
 
"Der Betrug mit HFC-Projekten war bekannt", betont die Salzburgerin, allerdings sei das Problem, weil gleichzeitig ein hochprofitables Geschäftmodell, konsequent ignoriert worden, bis - ja, bis Filzmoser und der UNO-Experte Lambert Schneider ein eigenes, theoretisches, aber klimatechnisch sauberes HFC-Modellprojekt bei der UNO zur Genehmigung einreichten. Mit einem Schlag war die Weltpresse hellwach. Anfragen aus den USA, Fernost und Europa überschlugen sich. Der Druck wurde immer größer - vor wenigen Wochen dann beschlossen die 27 EU-Staaten den HFC-Bann.

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