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| | Baroness '''{{PAGENAME}}''' (* [[1923]]) ist Gründerin des [[Zentrum Russischer Kultur|Zentrums Russischer Kultur]] in Salzburg, langjährige Chorleiterin der [[Russisch-Orthodoxe Kirche Salzburg|russisch-orthodoxen Kirche Salzburg]]. | | Baroness '''{{PAGENAME}}''' (* [[1923]]) ist Gründerin des [[Zentrum Russischer Kultur|Zentrums Russischer Kultur]] in Salzburg, langjährige Chorleiterin der [[Russisch-Orthodoxe Kirche Salzburg|russisch-orthodoxen Kirche Salzburg]]. |
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| | + | == Familie == |
| | + | Ihr Großvater, Baron Theophil von Meyendorff, war der Generaladjudant des letzten russischen Zaren Nikolaus II. Sein Vater hatte noch gegen [[Napoleon]] gekämpft. Als der letzte Zar in der Nacht auf den 17. Juli [[1918]] mit seiner Familie ermordet wurde<ref>siehe [[Wikipedia]] [http://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_II._(Russland) Nikolaus II. (Russland)]</ref>, als Verwandte in Teppiche eingerollt, mit Benzin übergossen und angezündet wurden, entschloss sich die Familie von Meyendorff, aus [[Russland]] fliehen. Ihre Besitzungen in St. Petersburg und Moskau fielen an die Sowjets. |
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| | + | Über Istanbul ([[Türkei]]) und das damalige [[Jugoslawien]] gelangte die Familie nach [[Salzburg]], wo sie sich [[1945]] niederließ. |
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| | + | Elenas Vater, Nikolaus von Meyendorff, hatte nach der Flucht ein Studium der Kunst in Paris, [[Frankreich]], begonnen, und malte Kirchen aus. In Salzburg gibt es von ihm die Mosaiken im [[Mönchsbergaufzug]] und in der Kirche in [[Bürmoos]]. Er war auch für König Alexander von Jugoslawien<ref>siehe [[Wikipedia]] [http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_von_Jugoslawien Alexander von Jugoslawien]</ref> tätig. |
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| | + | Ihre Eltern, Nina und Nikolaus, starben in den [[1970er]] Jahren in Salzburg. |
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| | == Leben == | | == Leben == |
| − | Ihr Großvater, Baron Theophil von Meyendorff, war der Generaladjudant des letzten russischen Zaren Nikolaus II. Dessen Vater hatte noch gegen [[Napoleon]] gekämpft. Als der letzte Zar [[1918]] ermordet wurde, musste die Familie aus [[Russland]] fliehen. Ihr Großvater wurde in der Nacht auf den 17. Juni 1918 mit seiner Familie in Jekaterinenburg ermordet. {{PAGENAME}} erzählt, dass Verwandte in Teppiche eingerollt, mit Benzin übergossen und angezündet wurden. Ihre Besitzungen in St. Petersburg und Moskau fielen an die Sowjets. Über Istanbul(Türkei) und das damalige Jugoslawien floh die Familie nach [[Salzburg]], wo sie sich [[1945]] niederließ. Ihr Vater, Nikolaus von Meyendorff, begann nach der Flucht ein Studium der Kunst in Paris, [[Frankreich]], und malte Kirchen aus. In Salzburg gibt es von ihm die Mosaiken im [[Mönchsbergaufzug]] und in der Kirche in [[Bürmoos]]. Er war auch für König Alexander von Jugoslawien<ref>siehe [[Wikipedia]] [http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_von_Jugoslawien Alexander von Jugoslawien]</ref> tätig. Ihre Eltern, Nina und Nikolaus, starben in den [[1970er]] Jahren in Salzburg.
| + | {{PAGENAME}} war über 50 Jahre lang Chorleiterin der russisch-orthodoxen Kirche Salzburg, hatte ihre eigene Import-Export-Firma und managte Tenor Nicolai Gedda<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Nicolai_Gedda Wikipedia Nicolai Gedda]</ref>. |
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| − | {{PAGENAME}} war über 50 Jahre lang Chorleiterin der russisch-orthodoxen Kirche Salzburg, hatte ihre eigene Import-Export-Firma und managte Tenor Nicolai Gedda<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Nicolai_Gedda Wikipedia Nicolai Gedda]</ref>. [[2008]] erhielt {{PAGENAME}} den russischen Orden der Zarin Katharina II. für ihre Verdienste rund um wohltätige Aktionen und ihr Heimatland. In Salzburg gründetet sie das [[Zentrum Russischer Kultur]].
| + | [[2008]] erhielt {{PAGENAME}} den russischen Orden der Zarin Katharina II. für ihre Verdienste rund um wohltätige Aktionen und ihr Heimatland. In Salzburg gründete sie das [[Zentrum Russischer Kultur]]. |
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| − | In der Wohnung {{PAGENAME}}s in Salzburg-[[Lehen]] berichten Orden und Auszeichnungen, die an den Wänden hängen, von ihrem Ruf als heimliche Botschafterin Russlands in Salzburg. So reist sie denn auch jedes Jahr auf Einladung der russischen Regierung nach Moskau. Sie hilft den Russen, die ihren schlechten Ruf verlieren möchten, dabei, was sie besser machen können. | + | In der Wohnung {{PAGENAME}}s in Salzburg-[[Lehen]] berichten Orden und Auszeichnungen, die an den Wänden hängen, von ihrem Ruf als heimliche Botschafterin Russlands in Salzburg. So reist sie denn auch jedes Jahr auf Einladung der russischen Regierung nach Moskau. Sie hilft den Russen, die ihren schlechten Ruf verlieren möchten, dabei, indem sie ihnen rät, was sie besser machen können. |
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| − | Seit 1991 organisiert sie für schlechter gestellte russische Kinder in den Sommermonaten Urlaube in Salzburg. 2008 rief sie eine zweite Aktion ins Leben. Sie veranstaltet einen Wettbewerb in Sibirien, bei dem die 30 besten Musiker nach Salzburg eingeladen werden. | + | Seit 1991 organisiert sie für schlechter gestellte russische Kinder in den Sommermonaten Urlaube in Salzburg. |
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| | + | 2008 rief sie eine zweite Aktion ins Leben: Sie veranstaltet in Sibirien einen Wettbewerb, bei dem die 30 besten Musiker nach Salzburg eingeladen werden. |
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| | == Quelle == | | == Quelle == |
| − | {{Quelle SN|31. Dezember 2010}}
| + | Salzburger Nachrichten 31. Dezember 2010 [http://search.salzburg.com/articles/15657970 ''„Die heimliche russische Botschafterin“''] |
| | == Fußnoten == | | == Fußnoten == |
| | <references/> | | <references/> |