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Morawetz soll aber schon in Wien ein Freund des runden Leders gewesen sein und eine enge Beziehung zum jüdischen Fußballklub SC Hakoah gehabt haben. Aus seinen Geschäftsreisen nach England brachte er die ersten Fußbälle und Fußballschuhe mit nach Österreich. In Salzburg investierte er seine Leidenschaft in den SAK. Morawetz wurde 1922 aus dem Verein ausgeschlossen, da er jüdischer Herkunft war und der Verein in diesem Jahr einen "Arierparagraphen" einführte. Er wechselte daraufhin zum 1. SSK 1919, dessen Präsident er wurde.
 
Morawetz soll aber schon in Wien ein Freund des runden Leders gewesen sein und eine enge Beziehung zum jüdischen Fußballklub SC Hakoah gehabt haben. Aus seinen Geschäftsreisen nach England brachte er die ersten Fußbälle und Fußballschuhe mit nach Österreich. In Salzburg investierte er seine Leidenschaft in den SAK. Morawetz wurde 1922 aus dem Verein ausgeschlossen, da er jüdischer Herkunft war und der Verein in diesem Jahr einen "Arierparagraphen" einführte. Er wechselte daraufhin zum 1. SSK 1919, dessen Präsident er wurde.
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Bei den Athleten drehte sich anfangs aber nicht alles um Fußball. Mit dem Sportplatz samt Aschenbahn gediehen in der Zwischenkriegszeit noch weitere Sektionen. Vor allem die blau-gelben Leichtathleten sprinteten von einem Rekord zum nächsten. [[Alexej Stachowitsch]] verhalf den Leichtathleten in den [[1930er]]-Jahren zu Spitzenleistungen. Die Oktoberrevoultion 1917 zwang seine zum russischen Hochadel gehörende Familie zum Auswandern. Sie fand 1923 auf dem Anwesen des Onkels [[Basilius von Paschkoff|Wassilij von Paschkoff]] auf dem [[Mönchsberg]] Unterschlupf. Während Bruder Michael beim Salzburger Tennisclub STC anheuerte, brach Alexej sämtliche Streckenrekorde für den SAK. Er wurde Landesmeister im 100- und 200-Meter-Lauf und sollte [[1936]] zu den Olympischen Spielen nach Berlin fahren. Stachowitsch entschied sich aber für die Matura.
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Bei den Athleten drehte sich anfangs aber nicht alles um Fußball. Mit dem Sportplatz samt Aschenbahn gediehen in der Zwischenkriegszeit noch weitere Sektionen. Vor allem die blau-gelben Leichtathleten sprinteten von einem Rekord zum nächsten. [[Alexej Stachowitsch]] verhalf den Leichtathleten in den [[1930er]]-Jahren zu Spitzenleistungen. Die Oktoberrevoultion 1917 zwang seine zum russischen Hochadel gehörende Familie zum Auswandern. Sie fand 1923 auf dem Anwesen des Onkels [[Basilius von Paschkoff|Wassilij von Paschkoff]] auf dem [[Mönchsberg]] Unterschlupf. Während Bruder [[Michael Stachowitsch|Michael]] beim Salzburger Tennisclub STC anheuerte, brach Alexej sämtliche Streckenrekorde für den SAK. Er wurde Landesmeister im 100- und 200-Meter-Lauf und sollte [[1936]] zu den Olympischen Spielen nach Berlin fahren. Stachowitsch entschied sich aber für die Matura.
    
In der gemeinsamen Liga mit [[Oberösterreich]] holten die SAK-Fußspieler 1934 und 1935 den Meister. In beiden Jahren scheiterte der Klub am höchsten damals erreichbaren Ziel für Amateurvereine. Im Finale der Amateurstaatsmeisterschaft scheiterte der SAK an Sturm Graz und - durch eine Entscheidung am Grünen Tisch - an Baden. Die 1933 gegründete Austria war damals noch kein ernst zunehmender Gegner. 15 Mal in Folge holten die Athleten von 1924 bis 1938 den Landesmeistertitel. Das Glanzstück folgte 1936 bei den Sommerspielen in Berlin. Die Brüder [[Eduard Kainberger|Edi]] und [[Karl Kainberger]], [[Adolf Laudon]] und [[Ernst Bacher]] errangen mit dem belächelten „Team der Namenlosen“ Olympia-Silber. „''Mein Vater hat nie viel darüber erzählt. Es war nicht sein Stil, damit anzugeben. Er hat einfach gut gespielt und hat das nie an die große Glocke gehängt''“, erinnert sich Sohn Peter Bacher an den Salzburger Mittelfeldspieler, der damals mit der österreichischen Amateur-Elf in Berlin den zweiten Platz hinter Italien belegte. Der Olympia-Torhüter Edi Kainberger schaffte später den Sprung ins Ausland zu 1860 München.
 
In der gemeinsamen Liga mit [[Oberösterreich]] holten die SAK-Fußspieler 1934 und 1935 den Meister. In beiden Jahren scheiterte der Klub am höchsten damals erreichbaren Ziel für Amateurvereine. Im Finale der Amateurstaatsmeisterschaft scheiterte der SAK an Sturm Graz und - durch eine Entscheidung am Grünen Tisch - an Baden. Die 1933 gegründete Austria war damals noch kein ernst zunehmender Gegner. 15 Mal in Folge holten die Athleten von 1924 bis 1938 den Landesmeistertitel. Das Glanzstück folgte 1936 bei den Sommerspielen in Berlin. Die Brüder [[Eduard Kainberger|Edi]] und [[Karl Kainberger]], [[Adolf Laudon]] und [[Ernst Bacher]] errangen mit dem belächelten „Team der Namenlosen“ Olympia-Silber. „''Mein Vater hat nie viel darüber erzählt. Es war nicht sein Stil, damit anzugeben. Er hat einfach gut gespielt und hat das nie an die große Glocke gehängt''“, erinnert sich Sohn Peter Bacher an den Salzburger Mittelfeldspieler, der damals mit der österreichischen Amateur-Elf in Berlin den zweiten Platz hinter Italien belegte. Der Olympia-Torhüter Edi Kainberger schaffte später den Sprung ins Ausland zu 1860 München.
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