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| | Am Mittwoch, den [[25. September]] [[1963]] wurden unter den Brücken am Straßenrand am hintersten Brückenpfeiler ein Sprengstoffpaket entdeckt. An einer Batterie angehängt lagerten darüber drei Wecker mit Zündkapseln. Da die Wecker jedoch nicht liefen, bestand nach Ansicht der [[Sicherheitsdirektion Salzburg]] kaum die Gefahr einer Explosion. Bei einer Explosion wäre die darüber befindliche Brücke höchstwahrscheinlich schwer beschädigt worden.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=oyGQhd0laLRcFmM1geMZs3WvdNIdufkWtjQ0LMZQyE%2B%2BOXRHz90x%2B385t1XHrivxy7yvoEn5blmJ44dEx4clp9emtQbNmdp32irEwsDYOZI0k55%2Bfs5J2%2B93c%2Ftqx%2FNr&id1=19630926_05&q=%2522Wallersee-Ostbucht%2522#slide5 www.sn.at], Archiv der 'Salzburger Nachrichten', Ausgabe vom 26. September 1963, Seite 5</ref> | | Am Mittwoch, den [[25. September]] [[1963]] wurden unter den Brücken am Straßenrand am hintersten Brückenpfeiler ein Sprengstoffpaket entdeckt. An einer Batterie angehängt lagerten darüber drei Wecker mit Zündkapseln. Da die Wecker jedoch nicht liefen, bestand nach Ansicht der [[Sicherheitsdirektion Salzburg]] kaum die Gefahr einer Explosion. Bei einer Explosion wäre die darüber befindliche Brücke höchstwahrscheinlich schwer beschädigt worden.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=oyGQhd0laLRcFmM1geMZs3WvdNIdufkWtjQ0LMZQyE%2B%2BOXRHz90x%2B385t1XHrivxy7yvoEn5blmJ44dEx4clp9emtQbNmdp32irEwsDYOZI0k55%2Bfs5J2%2B93c%2Ftqx%2FNr&id1=19630926_05&q=%2522Wallersee-Ostbucht%2522#slide5 www.sn.at], Archiv der 'Salzburger Nachrichten', Ausgabe vom 26. September 1963, Seite 5</ref> |
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| − | Am späten Abend des [[1. August]] [[1979]] kam es zu einem folgenschweren Auffahrunfall, beim vier Menschen starben. Seit 18 Stunden war der 32jährige [[Jugoslawien|jugoslawische]] Lenker von Split kommend in Richtung Deutschland auf der Tauernautobahn unterwegs gewesen. Im Auto befanden sich noch seine Frau, seine achtjährige Tochter und sein fünfjähriger Sohn. Bei [[Golling]] hatte er nochmals seinen Tank mit Sprit befüllt, wo auch die Frau mit ihrem Mann das Lenkrad getauscht hatte. Kurz vor der Abzweigung München-Wien glaubte die Frau ein Reh oder ähnliches gesehen zu haben. Daraufhin verlangsamte der Fahrer seine Fahrt, blinkte und fuhr an den rechten Fahrbahnrand. | + | Am späten Abend des [[1. August]] [[1979]] kam es zu einem folgenschweren Auffahrunfall, bei dem vier Menschen starben. Seit 18 Stunden war der 32jährige [[Jugoslawien|jugoslawische]] Lenker von Split kommend in Richtung Deutschland auf der Tauernautobahn unterwegs gewesen. Im Auto befanden sich noch seine Frau, seine achtjährige Tochter und sein fünfjähriger Sohn. Bei [[Golling]] hatte er nochmals seinen Tank mit Sprit befüllt, wo auch die Frau mit ihrem Mann das Lenkrad getauscht hatte. Kurz vor der Abzweigung München-Wien glaubte die Frau ein Reh oder ähnliches gesehen zu haben. Daraufhin verlangsamte der Fahrer seine Fahrt, blinkte und fuhr an den rechten Fahrbahnrand. Laut des kraftfahrzeugtechnischen Gutachters Dkfm. Dr. [[Helmut Krackowizer]], der noch in der Nacht zur Unfallstelle gerufen worden war, war der Pkw zu diesem Zeitpunkt mit höchstens 60 km/h unterwegs. |
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| − | In diesem Augenblick prallte von hinten kommend der 42jährige Postoberoffizial P. aus [[Wals]] mit seinem Wagen auf den ausrollenden Pkw des Jugoslawen. P. war zusammen mit seiner 42jährigen Lebensgefährtin auf einem Ausflug gewesen, anschließend einkehrt und befanden sich nun auf dem Heimweg. Nach eigenen Angaben hatte P. drei Halbe Bier getrunken. Der Gutachter stellte später 1,23 Promille Alkohol im Blut fest. | + | In diesem Augenblick prallte von hinten kommend der 42jährige Postoberoffizial P. aus [[Wals]] mit seinem Wagen auf den ausrollenden Pkw des Jugoslawen. P. war zusammen mit seiner 42jährigen Lebensgefährtin auf einem Ausflug gewesen, anschließend einkehrt und sie befanden sich nun auf dem Heimweg. Nach eigenen Angaben hatte P. drei Halbe Bier getrunken. Der Gutachter stellte später 1,23 Promille Alkohol im Blut fest. |
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| − | Vor Gericht gab P. an, dass vor ihm plötzlich das Auto aufgetaucht sei und er ungebremst mit höchstens 120 km/h (laut gerichtlich beeidetem Gutachter Dkfm. Dr. [[Helmut Krackowizer]], der noch in der Nacht zur Unfallstelle gerufen worden war) auf das Auto des Jugoslawen auf. Der vollgefüllte Tank platze und das Auto fing explosionsartig Feuer. Während der jugoslawische Fahrer mit schweren Brandwunden in Panik aus dem Auto stürzte, verbrannten seine Frau und beiden Kinder hilflos im Auto. Die Beifahrerin des Unfallverursachers wurde beim Aufprall durch die Windschutzscheibe geschleudert und starb an inneren Verletzungen. | + | Vor Gericht gab P. an, dass vor ihm plötzlich das Auto aufgetaucht sei und er ungebremst mit höchstens 120 km/h (laut des kraftfahrzeugtechnischen Gutachters) auf das Auto des Jugoslawen auf. Der vollgefüllte Tank platzte und das Auto fing explosionsartig Feuer. Während der jugoslawische Fahrer mit schweren Brandwunden in Panik aus dem Auto stürzte, verbrannten seine Frau und beiden Kinder hilflos im Auto. Die Beifahrerin des Unfallverursachers wurde beim Aufprall durch die Windschutzscheibe geschleudert und starb an inneren Verletzungen. |
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| − | P. aus Wals bekannte sich bei der Gerichtsverhandlung im Mai [[1980]] nicht schuldig. Er sei nicht eingeschlafen, war sich seiner Alkoholisierung nicht bewusst und hatte alles unternommen, um den Unfall zu verhindern. Die kraftfahrtechnische Untersuchungsanstalt in Wien hatte jedoch festgestellt, dass der jugoslawischen Lenker zum Zeitpunkt des Unfalls Brems-, Deck- und auch die Abblendlichter eingeschaltet haben musste. Gutachter Krackowizer meinte, dass P. ''das Auto des Jugoslawen offensichtlich nicht wahrgenommen bzw. übersehen hatte''. | + | P. aus Wals bekannte sich bei der Gerichtsverhandlung im Mai [[1980]] nicht schuldig. Er sei nicht eingeschlafen, war sich seiner Alkoholisierung nicht bewusst gewesen und hatte alles unternommen, um den Unfall zu verhindern. Die kraftfahrzeugtechnische Untersuchungsanstalt in Wien hatte jedoch festgestellt, dass der jugoslawische Lenker zum Zeitpunkt des Unfalls Brems-, Deck- und auch die Abblendlichter eingeschaltet haben musste. Gutachter Krackowizer meinte, dass P. ''das Auto des Jugoslawen offensichtlich nicht wahrgenommen bzw. übersehen hatte''. |
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| − | Der Unfallverursacher wurde zu 20 Monaten unbedingter Freiheitsstrafe verurteilt, der überlebende Ehemann des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung und Körperverletzung freigesprochen. | + | Der Unfallverursacher wurde zu 20 Monaten unbedingter Freiheitsstrafe verurteilt, der überlebende Ehemann des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung und Körperverletzung freigesprochen. |
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