Änderungen

2.389 Bytes hinzugefügt ,  14:17, 23. Jan. 2022
→‎1959: ergänzt
Zeile 221: Zeile 221:     
=== 1959 ===
 
=== 1959 ===
 +
Im Vorfeld der Veranstaltung kursierten Gerüchte, dass an einen offiziellen Start der Werksmannschaft von MV Agusta (Italien) in Salzburg nicht zu denken sei. Denn MV Agusta schickte dieses Jahr offiziell ihre Fahrer nur zu Weltmeisterschaftsläufen. Aber der Veranstalter hatte die beiden Weltmeister Carlo Ubiali ([[ITA]]) , der wie im Vorjahr mit einer vom Werk geliehenen Maschinen kam, und John Surtees ([[GBR]]), der mit zwei Norton kam (350 und 500 cm³), privat eingeladen. Auch Surtess' Werkskollege
 +
John Hartle (GBR) wollte zunächst mit einer Norton kommen, ebenso so der Weltmeister Geoffry Duke plante mit seiner Norton 350 und einer weiteren Viertellitermaschine, deren Namen noch nicht feststand, nach Salzburg zu kommen.<ref>{{Quelle SN|17. März 1959}}</ref>
 +
 +
Der ''[[Salzburger Schnürlregen]]'' machte dann leider dem Veranstalter [[ARBÖ]] einen großen Strich durch die Rechnung - nur rund 20&nbsp;000 Besucher erlebten spannende Rennen von rund 80 Rennfahrern aus 14 Ländern. In der Klasse bis 500 cm³ gab es ein spannendes Verfolgungsrennen, das der Engländer John Hartle auf der einzigen in Salzburg an den Start gegangene Vierzylinder-MV-Agusta für sich entschied. John Hartle fuhr in diesem Rennen auch mit 115,3 km/h die schnellste Regenrennenrunde, die bisher auf dem Kurs in Liefering gefahren wurde. Der in Führung gelegene BMW-Star Dickie Dale (GBR) musste in der zehnten Runde infolge eines Motorschadens aufgeben.
 +
 +
Weltmeister Carlo Ubbiali feierte seinen fünften Salzburger Sieg ''en suite''. Ernst Degner und Horst Fügner, beide aus der [[DDR]] auf MZ, waren in der Viertelliterklasse ohne ernst zu nehmende Konkurrenz. In diesem Rennen wurde der Salzburger [[Rudolf Thalhammer|Rudi Thalhammer]] Fünfter. Einen guten Eindruck hinterließ der junge Mechaniker aus Südrhodesien, Garry Hocking, der die gut besetzte 350-cm³-Klasse gewann. Die Sensation des Tages gab es dann in der Beiwagenklasse. Weltmeister Schneider/Strauß fielen nach sieben Runden in Führung liegend wegen Ventilbruch aus und mussten den Sieg den Schweizer Scheidegger/Burgkard überlassen.
 +
 +
Ein ausgezeichnetes Rennen fuhr der [[Hallein]]er [[Erwin Lechner]] auf einer Werks-[[KTM]] in der 125-cm²-Klasse. Vom Start bis ins Ziel verteidigte er seinen vierten Platz hinter dem Sieger Carlo Ubbiali, Horst Fügner und Ernst Degner.<ref>{{Quelle SN|2. Mai 1959}}</ref> 
 +
 
Die Sieger:
 
Die Sieger:
 
*125 cm³-Klasse: Carlo Ubbiali, Italien, auf MV Augusta, 98,81 km/h und Ernst Degner die schnellste Runde mit 101,23 km/h; [[Erwin Lechner]] wird auf [[KTM]] Vierter;
 
*125 cm³-Klasse: Carlo Ubbiali, Italien, auf MV Augusta, 98,81 km/h und Ernst Degner die schnellste Runde mit 101,23 km/h; [[Erwin Lechner]] wird auf [[KTM]] Vierter;