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Der jugendliche und sehr gebildete Abt Andreas Gruber gab anfangs Anlass zu großen Hoffnungen, er führte das Benediktinerkloster St. Peter dann aber in mehrfacher Hinsicht in größte Schwierigkeiten. Er häufte Schulden an und wollte den Konvent der [[Petersfrauen]] aufheben, um im Kloster ein Priesterseminar zu errichten. Das Kloster war aber vom [[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]] bereits den [[Franziskaner]]n versprochen, sodass Andreas seine Pläne aufgeben musste.  
 
Der jugendliche und sehr gebildete Abt Andreas Gruber gab anfangs Anlass zu großen Hoffnungen, er führte das Benediktinerkloster St. Peter dann aber in mehrfacher Hinsicht in größte Schwierigkeiten. Er häufte Schulden an und wollte den Konvent der [[Petersfrauen]] aufheben, um im Kloster ein Priesterseminar zu errichten. Das Kloster war aber vom [[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]] bereits den [[Franziskaner]]n versprochen, sodass Andreas seine Pläne aufgeben musste.  
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[[1583]] wurde die Aufhebung des Petersfrauenkonvents dann gegen den Widerstand der Mönche durchgesetzt.<ref>[[Heinz Dopsch]], [[Roswitha Juffinger]] (Hg.): ''St. Peter in Salzburg. Das älteste Kloster im deutschsprachigen Raum'', [[Druckhaus Nonntal]], Salzburg, 1982</ref>
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[[1583]] wurde die Aufhebung des Petersfrauenkonvents dann vom Erzbischof und gegen den Widerstand der Mönche von St. Peter durchgesetzt.<ref>[[Heinz Dopsch]], [[Roswitha Juffinger]] (Hg.): ''St. Peter in Salzburg. Das älteste Kloster im deutschsprachigen Raum'', [[Druckhaus Nonntal]], Salzburg, 1982</ref>
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Andreas Gruber wird in einem [[1842]] veröffentlichten Buch leicht überzeichnet, als ''Spieler und Wüstling'' bezeichnet, der ein Gut seines Klosters nach dem anderen verpfändete oder verkaufte. Obwohl ihn der damalige Koadjutor [[Georg von Kuenburg]] mehrmals zur Änderung seines Lebensstils aufforderte, ließ sich Gruber nicht davon abbringen. Kuenburg enthob ihn daraufhin am [[15. Jänner]] [[1584]] seines Amtes und sperrte den ehemaligen Abt sogar kurzfristig ein. Danach kam er auf Anordnung der kirchlichen Obrigkeit in das Kloster Mariazell<ref>Samuel Sugenheim: ''Baierns Kirchen- und Volks- Zustände'' 1842</ref>
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Andreas Gruber wird in einem [[1842]] veröffentlichten Buch (leicht überzeichnet) als ''Spieler und Wüstling'' bezeichnet, der ein Gut seines Klosters nach dem anderen verpfändete oder verkaufte. Obwohl ihn der damalige Koadjutor [[Georg von Kuenburg]] mehrmals zur Änderung seines Lebensstils aufforderte, ließ sich Gruber nicht davon abbringen. Kuenburg enthob ihn daraufhin am [[15. Jänner]] [[1584]] seines Amtes und sperrte den ehemaligen Abt sogar kurzfristig ein. Danach kam er auf Anordnung der kirchlichen Obrigkeit in das Kloster Mariazell<ref>Samuel Sugenheim: ''Baierns Kirchen- und Volks- Zustände'' 1842</ref>
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Gruber starb dort am 13. Dezember (am Tag der heiligen Lucia) 1609 und wurde in Mariazell bestattet. Sein Nachfolger [[Martin Hattinger]] ließ nach Grubers Tod einen Gedenkstein in der [[Marienkapelle (St.-Veits-Kapelle)|Marienkapelle]] setzen.
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Gruber starb dort am 13. Dezember (am Tag der heiligen Lucia) 1609 und wurde in Mariazell bestattet. Sein fähiger Nachfolger [[Martin Hattinger]] ließ nach Grubers Tod einen Gedenkstein in der [[Marienkapelle (St.-Veits-Kapelle)|Marienkapelle]] setzen. Auch konnte der die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Klosters - auch durch besondere Sparsamkeit - bald wieder weitgehend beheben.
    
==Quelle==
 
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