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== Die Nutzung der Zirbe im Alpenraum ==
 
== Die Nutzung der Zirbe im Alpenraum ==
Bekannt ist die Zirbe durch ihr schön gemasertes und sehr lange duftendes Holz. Wegen des geringen Unterschieds zwischen Frühjahrs- und Herbstholz treten die Jahresringe wenig hervor. Daher wurde und wird im alpinen Raum seit vielen Jahrhunderten die Zirbe als begehrtes Holz für Schnitzarbeiten genutzt, während im außeralpinen Raum vor allem das Holz von Linden für Schnitzarbeiten verwendet wird. Schon gotische Madonnen und Heiligenfiguren lassen sich durch das verwendete Holz dem Alpenraum zuordnen. Das Zirbenholz wurde aber auch für Betten, für Kinderwiegen und für Bauernkästen verarbeitet – auch kunstvoll vertäfelte Zirbenzimmer sind im Alpenraum bekannt. Die Beliebtheit vor allem der Südtiroler Zirbenmöbel in ihrer  Farbe, Maserung und ihrem Geruches war im 19. Jahrhundert teilweise mit ein Grund für den weiteren Rückgang der Zirbe. Teilweise wurden sogar ganze Häuser bzw. Villen  aus Zirbenholz gebaut.  
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Bekannt ist die Zirbe durch ihr schön gemasertes und sehr lange duftendes Holz. Wegen des geringen Unterschieds zwischen Frühjahrs- und Herbstholz treten die Jahresringe wenig hervor. Daher wurde und wird im alpinen Raum seit vielen Jahrhunderten die Zirbe als begehrtes Holz für Schnitzarbeiten genutzt, während im außeralpinen Raum vor allem das Holz von Linden für Schnitzarbeiten verwendet wird. Schon gotische Madonnen und Heiligenfiguren lassen sich durch das verwendete Holz dem Alpenraum zuordnen. Das Zirbenholz wurde aber auch für Betten, für Kinderwiegen und für Bauernkästen verarbeitet – auch kunstvoll vertäfelte Zirbenzimmer sind im Alpenraum bekannt. Die Beliebtheit vor allem der Südtiroler Zirbenmöbel mit ihrer  besonderen Farbe, Maserung und ihrem Geruch war im 19. Jahrhundert teilweise mit ein Grund für den weiteren Rückgang der Zirbe. Teilweise wurden sogar ganze Häuser bzw. Villen  aus Zirbenholz erbaut.  
 
In der k.u.k. [[Habsburgermonarchie|Monarchie]] Österreich-Ungarn wurden nicht selten Kaiserdenkmäler in höher gelegenen Alpentälern mit Zirben umrahmt. Solche feierlich gepflanzten Bäume wurden damals "Jubliäumsbäume" genannt.<ref>Grazer Volksblatt, 14. 05. 1908</ref> Übrigens hatte auch der [[Salzburger Stadtverein]] um [[1900]] versucht, Zirben in der [[Stadt Salzburg]] zu pflanzen, etwa auf den [[Salzburger Stadtberge|Stadtbergen]]. Nicht eine solche Zirbe hat aber bis heute überlebt.  
 
In der k.u.k. [[Habsburgermonarchie|Monarchie]] Österreich-Ungarn wurden nicht selten Kaiserdenkmäler in höher gelegenen Alpentälern mit Zirben umrahmt. Solche feierlich gepflanzten Bäume wurden damals "Jubliäumsbäume" genannt.<ref>Grazer Volksblatt, 14. 05. 1908</ref> Übrigens hatte auch der [[Salzburger Stadtverein]] um [[1900]] versucht, Zirben in der [[Stadt Salzburg]] zu pflanzen, etwa auf den [[Salzburger Stadtberge|Stadtbergen]]. Nicht eine solche Zirbe hat aber bis heute überlebt.  
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Die Samen waren (ähnlich wie heute die Piniensamen) mit ihrem nussartigen Geschmack gelegentlich als schmackhafte Backzutat für Kekse und Kuchen bekannt, und wurden oft auch falsche Pignoli genannt. Die Zirbensamen bilden übrigens bis heute die Hauptnahrung des Tannenhähers.<ref name="Medicus"></ref>
 
Die Samen waren (ähnlich wie heute die Piniensamen) mit ihrem nussartigen Geschmack gelegentlich als schmackhafte Backzutat für Kekse und Kuchen bekannt, und wurden oft auch falsche Pignoli genannt. Die Zirbensamen bilden übrigens bis heute die Hauptnahrung des Tannenhähers.<ref name="Medicus"></ref>
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Die Zirbe war in fürsterzbischöflicher Zeit von den Baumfällern auch deshalb begehrt, weil sie das duftende Harz als» Tschik anstelle von Kaugummi verwendete. Das Harz der Zirbe wurde aber auch von eigenen "Pechbrockern" gewonnen, in dem in die Rinde aufgehackt wurde und das ausfließende Harz in eigenen Gefäßen aufgefangen wurde.  
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Die Zirbe war in fürsterzbischöflicher Zeit von den Baumfällern auch deshalb begehrt, weil sie das duftende Harz als» Tschik anstelle von Kaugummi verwendete. Das Harz der Zirbe wurde aber auch von eigenen "Pechbrockern" gewonnen, in dem in die Rinde aufgehackt wurde und das ausfließende Harz in eigenen Gefäßen aufgefangen wurde.
    
== Zirben in Salzburg ==
 
== Zirben in Salzburg ==
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