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Martin Hell war Sohn des Volksschuldirektors [[Martin Johann Hell]] (* [[1842]]; † [[1922]]).
 
Martin Hell war Sohn des Volksschuldirektors [[Martin Johann Hell]] (* [[1842]]; † [[1922]]).
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Nach seinem Studium an der Technischen Hochschule in Wien war er von [[1914]] bis [[1945]] im Dienst der [[Salzburger Landesregierung]] tätig. Daneben beschäftigte er sich aber intensiv mit [[Landesarchäologe|Archäologie]], die er von [[1909]] bis zu seinem Tode betrieb. Weiters brachte er zahlreiche Publikationen zu Bereichen der Ur- und Frühgeschichte heraus.
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Nach seinem Studium an der Technischen Hochschule in [[Wien]] war er von [[1914]] bis [[1945]] im Dienst der [[Salzburger Landesregierung]] tätig. Daneben beschäftigte er sich aber intensiv mit [[Landesarchäologe|Archäologie]], die er von [[1909]] bis zu seinem Tode betrieb. Weiters brachte er zahlreiche Publikationen zu Bereichen der Ur- und Frühgeschichte heraus.
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Er dissertierte im Jahr [[1926]] an der Universität in Wien über „Neue Beiträge zur Vor- und Frühgeschichte des Dürrnberges bei Hallein“.<ref>[[Ernst Penninger|Penninger, Ernst]]: ''Die Straßennamen der Stadt Hallein'', in: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde|Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde (MGSLK)]] 110/111, 1970/71, S.&nbsp;348&nbsp;f.</ref>
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Er dissertierte im Jahr [[1926]] an der Universität in Wien über „Neue Beiträge zur Vor- und Frühgeschichte des [[Dürrnberg (Hallein)|Dürrnberges]] bei Hallein“.<ref>[[Ernst Penninger|Penninger, Ernst]]: ''Die Straßennamen der Stadt Hallein'', in: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde|Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde (MGSLK)]] 110/111, 1970/71, S.&nbsp;348&nbsp;f.</ref>
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Seine Forschungen, immer in engster Zusammenarbeit mit seiner aus [[Bad Reichenhall]] stammenden Frau Lina, geborene Hamberger, waren auch grundlegend für die Urgeschichte des [[Dürrnberg]]es.
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Seine Forschungen, immer in engster Zusammenarbeit mit seiner aus [[Bad Reichenhall]] stammenden Frau Lina, geborene Hamberger, waren auch grundlegend für die Urgeschichte des Dürrnberges.  
Seine Freizeit widmete er gemeinsam mit seiner Frau Lina unermüdlich der geologischen und paläontologischen Erforschung des Bundeslandes Salzburg. Als Nachfolger von Eberhard Fugger übernahm er 1919 die Leitung der Mineralogisch-paläontologischen Abteilung des Städtischen Museums. Gemeinsam mit Weggefährten gründete er die  Sektion Salzburg des Vereins für Höhlenkunde und leitete den Verein von 1914 bis 1919. Martin Hell konnte rund 100 prähistorischen Siedlungen sowie  40 frühgeschichtliche Gräberfelder entdecken, darunter die  Siedlungen vom Falkenstein bei Krimml, des Klinglberg und des Brandstattbühels bei Schwarzach, die Siedlung auf dem Rabenstein bei Golling sowie die Siedlung auf dem Hellbrunner Berg. Er hat die ersten wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Dürrnberg durchgeführt und erkannte als erster dessen herausragende Bedeutung. Während seiner fast  70 Jahre dauernden Forschungsarbeit konnte Martin Hell eine  fast unvorstellbar große Fülle von archäologischer Funde sammeln.
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Von 1914 bis 1918 war er auch Obmann des [[Landesverein für Höhlenkunde in Salzburg|Landesvereins für Höhlenkunde in Salzburg]].<ref>Artikel [[Landesverein für Höhlenkunde in Salzburg]] und dortige Quelle (Morocutti).</ref> Er war Mitglied in vielen wissenschaftlichen Vereinigungen, aber auch Mitglied im Antisemitenbund und ab [[1933]] bei der [[Vaterländische Front|Vaterländischen Front]], der austrofaschistischen Monopol-Organisation. Aufgrund seiner Nähe zum [[Nationalsozialismus]] wurde er [[1945]], schon 60 Jahre alt aus dem öffentlichen Dienst entlassen.<ref>[https://www.uibk.ac.at/universitaet/profil/geschichte/ehrungen-biografien/die-geehrten-der-universitaet-innsbruck-von-1938-bis-1945.html#hell Homepage der Universität Innsbruck] (abgerufen am 10. Juli 2020)</ref> Wenig später erhielt Hell aber wieder zahlreiche Ehrungen für sein außerordentliches Lebenswerk.
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Seine Freizeit widmete er gemeinsam mit seiner Frau Lina unermüdlich der geologischen und paläontologischen Erforschung des Bundeslandes Salzburg. Als Nachfolger von [[Eberhard Fugger]] übernahm er [[1919]] die Leitung der Mineralogisch-paläontologischen Abteilung des [[Salzburg Museum|Städtischen Museums]]. Gemeinsam mit Weggefährten gründete er die [[Landesverein für Höhlenkunde in Salzburg|Sektion Salzburg des Vereins für Höhlenkunde]] und leitete den Verein von [[1914]] bis 1919. Martin Hell konnte rund 100 prähistorischen Siedlungen sowie 40 frühgeschichtliche Gräberfelder entdecken, darunter die Siedlungen vom [[Falkenstein (Wald im Pinzgau)|Falkenstein]] an der Grenze der Gemeinden [[Krimml]] und [[Wald im Pinzgau]], des Klinglberges und des [[Brandstattbühel]]s in [[Schwarzach im Pongau]], die Siedlung auf dem Rabenstein in [[Golling an der Salzach]] sowie die Siedlung auf dem [[Hellbrunner Berg]]. Er hatte die ersten wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Dürrnberg durchgeführt und erkannte als erster dessen herausragende Bedeutung. Während seiner fast 70 Jahre dauernden Forschungsarbeit konnte Martin Hell eine fast unvorstellbar große Fülle von archäologischer Funde sammeln.
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Er war Mitglied in vielen wissenschaftlichen Vereinigungen, aber auch Mitglied im Antisemitenbund und ab [[1933]] bei der [[Vaterländische Front|Vaterländischen Front]], der austrofaschistischen Monopol-Organisation. Aufgrund seiner Nähe zum [[Nationalsozialismus]] wurde er [[1945]], schon 60 Jahre alt, aus dem öffentlichen Dienst entlassen.<ref>[https://www.uibk.ac.at/universitaet/profil/geschichte/ehrungen-biografien/die-geehrten-der-universitaet-innsbruck-von-1938-bis-1945.html#hell Homepage der Universität Innsbruck] (abgerufen am 10. Juli 2020)</ref> Wenig später erhielt Hell aber wieder zahlreiche Ehrungen für sein außerordentliches Lebenswerk.
    
Seine letzte Ruhestätte fand Martin Hell auf dem [[Friedhof von St. Peter]].
 
Seine letzte Ruhestätte fand Martin Hell auf dem [[Friedhof von St. Peter]].
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[[1943]] erhielt er für seine Verdienste um die „Salzburger Vorgeschichtsforschung“ die Ehrenmitgliedschaft der Universität Innsbruck.<ref>[https://www.uibk.ac.at/universitaet/profil/geschichte/ehrungen-biografien/die-geehrten-der-universitaet-innsbruck-von-1938-bis-1945.html#hell Homepage der Universität Innsbruck] (abgerufen am 10. Juli 2020)</ref>
 
[[1943]] erhielt er für seine Verdienste um die „Salzburger Vorgeschichtsforschung“ die Ehrenmitgliedschaft der Universität Innsbruck.<ref>[https://www.uibk.ac.at/universitaet/profil/geschichte/ehrungen-biografien/die-geehrten-der-universitaet-innsbruck-von-1938-bis-1945.html#hell Homepage der Universität Innsbruck] (abgerufen am 10. Juli 2020)</ref>
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[[1953]] wurde ihm von der Universität München und [[1955]] von der Universität Wien das Ehrendoktorat verliehen. An [[23. November]] [[1955]] ehrte ihn die Wiener Universität durch die Verleihung des Ehrendoktorats für dessen Arbeiten auf dem Gebiet der Ur- und Frühgeschichte. Der Festakt fand im [[Chiemseehof]] in Salzburg statt.
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[[1953]] wurde ihm von der Universität [[München]] das Ehrendoktorat verliehen. An [[23. November]] [[1955]] ehrte ihn die Wiener Universität durch die Verleihung des Ehrendoktorats für dessen Arbeiten auf dem Gebiet der Ur- und Frühgeschichte. Der Festakt fand im [[Chiemseehof]] in Salzburg statt. 1953 erhielt er auch durch Bundespräsident Theodor Körner den Titel "Professor".  
1953 erhielt er durch Bundespräsident Theodor Körner den Titel "Professor". Von der Stadt Salzburg erhielt er den Paracelsusring, die Bayerische Akademie der Wissenschaften verehrte ihm die Medaille bene merenti in Silber.
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Von der Stadt Salzburg erhielt er den Paracelsusring, die Bayerische Akademie der Wissenschaften verehrte ihm die Medaille ''bene merenti'' in Silber.
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In [[Hallein]] erinnert die [[Prof.-Martin-Hell-Straße (Hallein)|Prof.-Martin-Hell-Straße]] an ihn.  
 
In [[Hallein]] erinnert die [[Prof.-Martin-Hell-Straße (Hallein)|Prof.-Martin-Hell-Straße]] an ihn.  
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[[Kategorie:Töchter und Söhne der Stadt Salzburg]]
 
[[Kategorie:Töchter und Söhne der Stadt Salzburg]]
 
[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]]
 
[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]]
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[[Kategorie:Geboren 1885]]
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[[Kategorie:Gestorben 1975]]

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