Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
4 Bytes hinzugefügt ,  12:35, 25. Jan. 2011
K
Zeile 62: Zeile 62:  
== Geschichte ==</noinclude>
 
== Geschichte ==</noinclude>
 
=====Von Hirschfurt zu Lend=====
 
=====Von Hirschfurt zu Lend=====
Die Entstehung des Ortes Lend hängt eng mit dem [[Goldbergbau]] im [[Raurisertal]] und im [[Gasteiner Tal]] zusammen. Am Beginn des [[16. Jahrhundert]] wurden die Wälder des Gemeindegebietes von Lend zu Holzkohle gebrannt und an die Schmelzhütten geliefert. Holzkohlemeiler standen damals am Teufenbach, am Embach  und  >in der Lend<. Im Zusammenwirken von Erzbischof und Gewerken wurde eine „Lende“ angelegt, um das Holz, das auch aus den Wäldern des Oberpinzgaues auf der [[Salzach]] heran gedriftet wurde, „lenden“ (anlanden) zu können. Daher stammt der heutige Name Lend. Vorher hieß Lend Hirschfurt. Zu dieser Zeit waren die Abhänge links und rechts der Salzach dicht mit Buchen und Erlen bewachsen, das Flussbett war seicht und der Fluss teilte sich in mehrere Arme. Daher konnte das Wild mühelos von einer Flussseite zur anderen wechseln, was den Namen Hirschfurt erklärt.   
+
Die Entstehung des Ortes Lend hängt eng mit dem [[Goldbergbau]] im [[Raurisertal]] und im [[Gasteiner Tal]] zusammen. Am Beginn des [[16. Jahrhundert]] wurden die Wälder des Gemeindegebietes von Lend zu Holzkohle gebrannt und an die Schmelzhütten geliefert. Holzkohlemeiler standen damals am Teufenbach, am Embach  und  >in der Lend<. Im Zusammenwirken von Erzbischof und Gewerken wurde eine „Lende“ angelegt, um das Holz, das auch aus den Wäldern des Oberpinzgaues auf der [[Salzach]] heran gedriftet wurde, „lenden“ (anlanden) zu können. Daher stammt der heutige Name Lend. Vorher hieß Lend Hirschfurt. Zu dieser Zeit waren die Abhänge links und rechts der Salzach dicht mit Buchen und Erlen bewachsen, das Flussbett war seicht und der Fluss teilte sich in mehrere Arme. Daher konnte das [[Wild]] mühelos von einer Flussseite zur anderen wechseln, was den Namen Hirschfurt erklärt.   
    
Es existierten damals drei Bauernlehen namens Hirschfurt, Goldhub und Burglehen. An der Mündung der [[Gasteiner Ache]] in die Salzach stand ein stattliches Gebäude mit der Bezeichnung >Das Recht zu Goldegg<, das den Herren von [[Goldegg]] gehörte. Mit dem Aussterben dieses Geschlechtes verfiel das Gebäude. [[1547]] erbaute der Gewerke Christoff [[Weitmoser]] an dessen Stelle eine Schmelzhütte, man kann aus heutiger Sicht sagen, dass das der Anfang eines Industrieortes war. In der Folge wurden Schmieden, Back- und Wohnhäuser für die Schmelzer und deren Familien errichtet.
 
Es existierten damals drei Bauernlehen namens Hirschfurt, Goldhub und Burglehen. An der Mündung der [[Gasteiner Ache]] in die Salzach stand ein stattliches Gebäude mit der Bezeichnung >Das Recht zu Goldegg<, das den Herren von [[Goldegg]] gehörte. Mit dem Aussterben dieses Geschlechtes verfiel das Gebäude. [[1547]] erbaute der Gewerke Christoff [[Weitmoser]] an dessen Stelle eine Schmelzhütte, man kann aus heutiger Sicht sagen, dass das der Anfang eines Industrieortes war. In der Folge wurden Schmieden, Back- und Wohnhäuser für die Schmelzer und deren Familien errichtet.
28.595

Bearbeitungen

Navigationsmenü