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Ferdinand sollte der Nachfolger seines Vaters Leopold in der Toskana werden. Doch der frühe Tod Kaiser Josephs II. brachte seinen Vater Leopold auf den Kaiserthron nach [[Wien]], und Ferdinand wurde [[1791]] regierender Großherzog der Toskana. 1791 bis [[1799]] setzte Ferdinand die ererbte Neutralitätspolitik fort, konnte aber sein Land nicht vor dem Krieg bewahren. Im März 1799 marschierten die Truppen des [[Napoleon Bonaparte|revolutionären]] [[Frankreich]] in die Toskana ein, was Ferdinand zur Emigration nach [[Wien]] zwang. Er musste das Land verlassen, obwohl er bei den Toskanern sehr beliebt war – er hatte nämlich einige Reformen der Französischen Revolution vorweggenommen; dadurch waren die Toskaner nicht wirklich in Revolutionsstimmung.  
 
Ferdinand sollte der Nachfolger seines Vaters Leopold in der Toskana werden. Doch der frühe Tod Kaiser Josephs II. brachte seinen Vater Leopold auf den Kaiserthron nach [[Wien]], und Ferdinand wurde [[1791]] regierender Großherzog der Toskana. 1791 bis [[1799]] setzte Ferdinand die ererbte Neutralitätspolitik fort, konnte aber sein Land nicht vor dem Krieg bewahren. Im März 1799 marschierten die Truppen des [[Napoleon Bonaparte|revolutionären]] [[Frankreich]] in die Toskana ein, was Ferdinand zur Emigration nach [[Wien]] zwang. Er musste das Land verlassen, obwohl er bei den Toskanern sehr beliebt war – er hatte nämlich einige Reformen der Französischen Revolution vorweggenommen; dadurch waren die Toskaner nicht wirklich in Revolutionsstimmung.  
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Von 1803 bis 1805 war Ferdinand als Ferdinand I. [[Kurfürstentum Salzburg|Kurfürst]] des heutigen [[Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]] und wohnte im [[Schloss Mirabell]].
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==Ferdinand I., Kurfürst von Salzburg ==
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Von 1803 bis 1805 war Ferdinand als Ferdinand I. [[Kurfürstentum Salzburg|Kurfürst]] des heutigen [[Salzburg (Bundesland)|Landes Salzburg]]. Seine Residenz war damals das [[Schloss Mirabell]].
    
Am [[11. Februar]] 1803, an dem der in Wien residierende Salzburger [[Fürsterzbischof]] [[Hieronymus Graf Colloredo]] seine Abdankungsurkunde unterzeichnete, unterfertigte Ferdinand I. die Besitznahmsurkunde für Salzburg, [[Passau]] und [[Berchtesgaden]] sowie die Instruktion für den Besitznahmskommissär [[Heinrich Freiherr von Crumpipen|Freiherrn von Crumpipen]]. Am [[29. April]] 1803 zog Ferdinand III. in Salzburg ein.  
 
Am [[11. Februar]] 1803, an dem der in Wien residierende Salzburger [[Fürsterzbischof]] [[Hieronymus Graf Colloredo]] seine Abdankungsurkunde unterzeichnete, unterfertigte Ferdinand I. die Besitznahmsurkunde für Salzburg, [[Passau]] und [[Berchtesgaden]] sowie die Instruktion für den Besitznahmskommissär [[Heinrich Freiherr von Crumpipen|Freiherrn von Crumpipen]]. Am [[29. April]] 1803 zog Ferdinand III. in Salzburg ein.  
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Sein neues Herrschaftsgebiet umfasste vier bisher geistliche Territorien: das [[Fürsterzbistum Salzburg]], die [[Fürstpropstei Berchtesgaden]], einen Teil des [[Bistum Passau|Fürstbistums Passau]] (Grenzgebiet Mühlviertel zu [[Freistaat Bayern|Niederbayern]]) und das [[Hochstift Eichstätt|Fürstbistum Eichstätt]] (seit 1805 zu [[Bayern]] gehörig).  
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Sein neues Herrschaftsgebiet umfasste vier bisher geistliche Territorien: das einstige [[Fürsterzbistum Salzburg]] (also das Land Salzburg samt dem Rupertigau, dem Zillertal und dem Raum um Matrei im Osttirol), die [[Fürstpropstei Berchtesgaden]], einen Teil des [[Bistum Passau|Fürstbistums Passau]] (Grenzgebiet Mühlviertel zu [[Freistaat Bayern|Niederbayern]]) und das [[Hochstift Eichstätt|Fürstbistum Eichstätt]] (seit 1805 zu [[Bayern]] gehörig).  
    
Durch einen Geheimvertrag band sich Ferdinand außenpolitisch und militärisch ganz an seinen kaiserlichen Bruder, der ihn im Jahr [[1804]] für sieben Tage in Salzburg besuchte.
 
Durch einen Geheimvertrag band sich Ferdinand außenpolitisch und militärisch ganz an seinen kaiserlichen Bruder, der ihn im Jahr [[1804]] für sieben Tage in Salzburg besuchte.
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