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Gegen das [[17. Jahrhundert]] erlosch das Geschlecht der Dachsberger, und der [[Erzbischof]] setzte auch andere Personen als Pfleger ein. Eine der letzten weiblichen Nachkommen der Dachsberger-Familie heiratete Wolf Adam von [[Haunsperger|Haunsperg]]. Als Nachkommen folgten Neidhart von Haunsperg und Christoph von Haunsperg. Letzter löste um 1600 das Pfleggericht auf. Dieses wird [[Sighartstein]] unterstellt.
 
Gegen das [[17. Jahrhundert]] erlosch das Geschlecht der Dachsberger, und der [[Erzbischof]] setzte auch andere Personen als Pfleger ein. Eine der letzten weiblichen Nachkommen der Dachsberger-Familie heiratete Wolf Adam von [[Haunsperger|Haunsperg]]. Als Nachkommen folgten Neidhart von Haunsperg und Christoph von Haunsperg. Letzter löste um 1600 das Pfleggericht auf. Dieses wird [[Sighartstein]] unterstellt.
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Die Tochter von Christoph, Juliane von Haunsperg, heiratete [[Levin von Mortaigne]], ein Salzburger Kammerherr, Gardehauptmann und Pflegerichter aus [[Golling]]. Nach seinem Tod übernahm sein Sohn [[Johann Dietrich von Haunsperg|Johann Dietrich]], der [[1647]] die Seeburg in den Besitz der steirischen [[Freiherren von Prankh]] übergibt.
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Die Tochter von Christoph, Juliane von Haunsperg, heiratete [[Levin von Mortaigne]], ein Salzburger Kammerherr, Gardehauptmann und Pflegerichter aus [[Golling]]. Nach seinem Tod übernahm sein Sohn [[Johann Dietrich von Mortaigne|Johann Dietrich]], der [[1647]] die Seeburg in den Besitz der steirischen [[Freiherren von Prankh]] übergibt.
    
Als Besitzer folgen [[1724]] [[Adam Franz-Xaver von Paumann]], Pfleger in [[Zell am See]], [[1731]] [[Ainkäs von Ainskäshofen|Johann Adam Ainkäs von Ainskäshofen und Petersheim]] und [[1737]] [[Josef Rupert von Pfeiffersberg]]. Die folgenden Besitzer bauten die Seeburg im [[Rokoko]]stil um: [[1752]] [[Lodron|Ernst Maria von Lodron]] und Antonia Gräfin von [[Arco]]. Dabei wurde die [[Schlosskapelle zum hl. Rupert in der Seeburg]] erbaut.
 
Als Besitzer folgen [[1724]] [[Adam Franz-Xaver von Paumann]], Pfleger in [[Zell am See]], [[1731]] [[Ainkäs von Ainskäshofen|Johann Adam Ainkäs von Ainskäshofen und Petersheim]] und [[1737]] [[Josef Rupert von Pfeiffersberg]]. Die folgenden Besitzer bauten die Seeburg im [[Rokoko]]stil um: [[1752]] [[Lodron|Ernst Maria von Lodron]] und Antonia Gräfin von [[Arco]]. Dabei wurde die [[Schlosskapelle zum hl. Rupert in der Seeburg]] erbaut.
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Die folgenden Jahrzehnte stellten dann die wahrscheinlich glanzvollste Zeit von Schloss Seeburg dar. Es wurde Treffpunkt seinerzeit berühmter Persönlichkeiten wie [[Wolfgang Amadeus Mozart]]. [[1825]] erwarb der geadelte Südfrüchtehändler und Armeelieferant [[Dimas von Widerwahl]]. Nach dessen Tod wurde das Anwesen versteigert. Damit endetet die Zeit von Schloss Seeburg als Adelswohnsitz.  
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Die folgenden Jahrzehnte stellten dann die wahrscheinlich glanzvollste Zeit von Schloss Seeburg dar. Es wurde Treffpunkt seinerzeit berühmter Persönlichkeiten wie [[Wolfgang Amadeus Mozart]]. [[1825]] erwarb der geadelte Südfrüchtehändler und Armeelieferant [[Dimas von Widerwahl]]. Nach dessen Tod wurde das Anwesen versteigert. Damit endete die Zeit von Schloss Seeburg als Adelswohnsitz.  
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[[Mathias Bayrhammer]] „ der Seekirchner Geldhiesl“, hatte mit seiner ''Bayrhammerschen Stiftung'' aus seinem riesigen Vermögen eine reich dotierte Armenstiftung verfügt. [[Lorenz Ibertsperger von Erlach]], der noch Bayrhammer [[1848]] als Stiftspatron einsetzt, kümmerte sich nach dessen Tod [[1845]] um die Errichtung der Stiftung. Er erwarb [[1849]] die Seeburg und ließ sie gründlich umbauen. ([[1850]] wurde sie um ein Stockwerk aufgestockt, einige Steinlagen der Ringmauer dafür abgetragen, die Zimmer- und Bettenanzahl wurde erhöht). [[1850]] starb von Erlach, [[Carl von Ernst]] wurde Betreuer des Schlosses und [[1878]] übernahm [[Amanda Hübsch]], Tochter von Lorenz Ibertsperger, das Stiftpatronat bis zum Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]]. [[1919]] ging das Schloss in die Gemeindeverwaltung von Seekirchen über.
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[[Mathias Bayrhammer]], „ der Seekirchner Geldhiesl“, hatte mit seiner ''Bayrhammerschen Stiftung'' aus seinem riesigen Vermögen eine reich dotierte Armenstiftung verfügt. [[Lorenz Ibertsperger von Erlach]], der noch Bayrhammer [[1848]] als Stiftspatron einsetzt, kümmerte sich nach dessen Tod [[1845]] um die Errichtung der Stiftung. Er erwarb [[1849]] die Seeburg und ließ sie gründlich umbauen ([[1850]] wurde sie um ein Stockwerk aufgestockt, einige Steinlagen der Ringmauer dafür abgetragen, die Zimmer- und Bettenanzahl wurde erhöht). [[1850]] starb von Erlach, [[Carl von Ernst]] wurde Betreuer des Schlosses und [[1878]] übernahm [[Amanda Hübsch]], Tochter von Lorenz Ibertsperger, das Stiftpatronat bis zum Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]]. [[1919]] ging das Schloss in die Gemeindeverwaltung von Seekirchen über.
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Durch einen Blitzschlag am [[21. Juli]] [[1930]] brannte der Mansardendachstuhl des Schlosses völlig ab. Vom Juni 1939 bis Juni 1941 waren zusätzlich Landdienstmädel einquartiert. Im Winter 1940/41 diente das Schloss als Schülerheim. 1941 wurde es von der Nationalsozialistische Volkswohlfahrt (NSV) beschlagnahmt. Die [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#P|Pfründner]] müssen ausziehen. Anstatt dessen wird der Reichsbann einquartiert.
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Durch einen Blitzschlag am [[21. Juli]] [[1930]] brannte der Mansardendachstuhl des Schlosses völlig ab. Vom Juni [[1939]] bis zum Juni [[1941]] waren zusätzlich Landdienstmädel einquartiert. Im Winter 1940/41 diente das Schloss als Schülerheim. 1941 wurde es von der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV) beschlagnahmt. Die [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#P|Pfründner]] müssen ausziehen. Anstatt dessen wird der Reichsbann einquartiert.
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Ab 1947 diente die Seeburg als Hauptschulinternat. 1977/78 wurden das [[ Stifts- & Heimatmuseum Schloss Seeburg]] sowie Standesamt, Gemeindesaal und Kindergarten eingerichtet. Nach einer im April 1999 beendeten Sanierung der gesamten Anlage befindet sich die [[Privatuniversität Schloss Seeburg]] im Gebäude. Darüber hinaus werden die Räume für Seminare, Feiern und Hochzeiten vermietet. Der [[Schlosswirt Seeburg]] befindet sich ebenfalls innerhalb der Schlossmauern.
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Ab [[1947]] diente die Seeburg als Hauptschulinternat. 1977/78 wurden das [[Stifts- & Heimatmuseum Schloss Seeburg]] sowie Standesamt, Gemeindesaal und Kindergarten eingerichtet. Nach einer im April 1999 beendeten Sanierung der gesamten Anlage befindet sich die [[Privatuniversität Schloss Seeburg]] im Gebäude. Darüber hinaus werden die Räume für Seminare, Feiern und Hochzeiten vermietet. Der [[Schlosswirt Seeburg]] befindet sich ebenfalls innerhalb der Schlossmauern.
    
==Quelle==
 
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