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Er studierte an der Wiener Technischen Hochschule Architektur, weilte dann in den Jahren 1885 bis 1887 zur weiteren technischen und künstlerischen Ausbildung in Dresden, war dann als Architekt in Wien tätig, wandte sich aber bald dem Studium des alten Kunstgewerbes zu und machte sich auf diesem Gebiet einen Namen.  
 
Er studierte an der Wiener Technischen Hochschule Architektur, weilte dann in den Jahren 1885 bis 1887 zur weiteren technischen und künstlerischen Ausbildung in Dresden, war dann als Architekt in Wien tätig, wandte sich aber bald dem Studium des alten Kunstgewerbes zu und machte sich auf diesem Gebiet einen Namen.  
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Mit 28 Jahren wurde er zum Direktor des Mährischen Gewerbemuseums (später Erzherzog-Rainer-Museum für Kunst und Gewerbe) in Brünn, Mähren, ernannt. In dieser Stellung blieb er fast 30 Jahre, bis 1921.  
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Mit 28 Jahren wurde er zum Direktor des Mährischen Gewerbemuseums (später Erzherzog-Rainer-Museum für Kunst und Gewerbe) in Brünn, Mähren, ernannt. In dieser Stellung blieb er fast 30 Jahre, bis 1921.
    
===Salzburg===
 
===Salzburg===
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Leisching nahm eine Zentralposition im Museumswesen Österreichs, mit Ausnahme Wiens, ein. Er regte  die im Jahre 1900 erfolgte Gründung des „Verbandes österreichischer Kunstgewerbemuseen“ an, der ab 1912 „Verband österreichischer Museen“ hieß und den er viele Jahre lang leitete.  
 
Leisching nahm eine Zentralposition im Museumswesen Österreichs, mit Ausnahme Wiens, ein. Er regte  die im Jahre 1900 erfolgte Gründung des „Verbandes österreichischer Kunstgewerbemuseen“ an, der ab 1912 „Verband österreichischer Museen“ hieß und den er viele Jahre lang leitete.  
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Er „war ein durchaus moderner Museumsgestalter, der sich nicht auf die Vermehrung und Verwaltung der musealen Sammlung beschränkte, sondern seine Aufgabe in der Herstellung lebendiger Wechselwirkungen zwischen den Museen, Künstlern, Kunsthandwerkern und weitesten Kreisen der Bevölkerung sah.“  
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Er „war ein durchaus moderner Museumsgestalter, der sich nicht auf die Vermehrung und Verwaltung der musealen Sammlung beschränkte, sondern seine Aufgabe in der Herstellung lebendiger Wechselwirkungen zwischen den Museen, Künstlern, Kunsthandwerkern und weitesten Kreisen der Bevölkerung sah.“
    
„Luft, Licht, systematische Anordnung auf wissenschaftlicher Grundlage, aber nach künstlerischen und kunsterzieherischen Gesichtspunkten“, war der oberste Grundsatz, der Leisching bei seiner Arbeit leitete. Durch ihn erfolgte der Umbau des bislang sehr traditionellen Salzburger Museums; in Salzburg setzte er wissenschaftliche Kriterien im Sammlungs- und Aufstellungswesen durch. Vor allem galt es Raum zu schaffen, der durch die leihweise Abgabe der „Naturwissenschaftlichen Sammlungen“ an das neue [[Haus der Natur|Naturkundemuseum]] gewonnen wurde, ferner durch Aussonderung der weniger wichtigen oder nicht einwandfreien Stücke in die „Studiensammlung“ des Depots und durch Übertragung der „Volkskundlichen Abteilung“ in das [[Monatsschlössl]] in [[Hellbrunn]], wo er im Jahr 1924 gemeinsam  mit [[Karl Adrian]] das [[Volkskunde Museum|Volkskunde-Museum]] gründete.
 
„Luft, Licht, systematische Anordnung auf wissenschaftlicher Grundlage, aber nach künstlerischen und kunsterzieherischen Gesichtspunkten“, war der oberste Grundsatz, der Leisching bei seiner Arbeit leitete. Durch ihn erfolgte der Umbau des bislang sehr traditionellen Salzburger Museums; in Salzburg setzte er wissenschaftliche Kriterien im Sammlungs- und Aufstellungswesen durch. Vor allem galt es Raum zu schaffen, der durch die leihweise Abgabe der „Naturwissenschaftlichen Sammlungen“ an das neue [[Haus der Natur|Naturkundemuseum]] gewonnen wurde, ferner durch Aussonderung der weniger wichtigen oder nicht einwandfreien Stücke in die „Studiensammlung“ des Depots und durch Übertragung der „Volkskundlichen Abteilung“ in das [[Monatsschlössl]] in [[Hellbrunn]], wo er im Jahr 1924 gemeinsam  mit [[Karl Adrian]] das [[Volkskunde Museum|Volkskunde-Museum]] gründete.
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==Würdigung==
 
==Würdigung==
: ''“Ehrliche Liebe zur Sache, aus langer Erfahrung geschöpfte Vertrautheit mit der Materie, kluge Abwägung der Probleme und sichere Zielsetzung, gepaart mit stärkster Willenskraft, das einmal als richtig Erkannte auch durchzusetzen, waren die Grundfesten, auf denen J. Leischings Erfolge sich aufbauten. Dabei war er von hohem Adel der Gesinnung, liebenswürdig und wohlwollend, immer hilfsbereit, wenn es galt, zu helfen und künstlerische Bestrebungen zu fördern.“'' ([[Max Silber]], Nachruf)
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:''“Ehrliche Liebe zur Sache, aus langer Erfahrung geschöpfte Vertrautheit mit der Materie, kluge Abwägung der Probleme und sichere Zielsetzung, gepaart mit stärkster Willenskraft, das einmal als richtig Erkannte auch durchzusetzen, waren die Grundfesten, auf denen J. Leischings Erfolge sich aufbauten. Dabei war er von hohem Adel der Gesinnung, liebenswürdig und wohlwollend, immer hilfsbereit, wenn es galt, zu helfen und künstlerische Bestrebungen zu fördern.“'' ([[Max Silber]], Nachruf)
    
==Veröffentlichungen (Auswahl)==
 
==Veröffentlichungen (Auswahl)==
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==Familie==
 
==Familie==
Julius Leisching war verheiratet mit der Wienerin Mathilde Benedikter.  
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Julius Leisching war verheiratet mit der Wienerin Mathilde geb. Benedikter.  
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Aus der Ehe gingen die Kinder Gottfried (* 1894) und Edith (verh. Irresberger, * 31. Mai 1896 Brünn) hervor.
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Aus der Ehe gingen die Kinder Gottfried (* 1894) und Edith (verh. [[Irresberger]], * 31. Mai 1896 Brünn) hervor.
    
== Quellen ==
 
== Quellen ==
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* Gassner: Eintrag „'''Leisching''' Julius“, in: [http://www.oeaw.ac.at/oebl/publikationen.htm ''Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950'' (ÖBL),]Band 5 (ISBN 3-7001-2146-6), Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, [http://www.biographien.ac.at/oebl_5/110.pdf S. 110]
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* [[Josef Gassner (Historiker)|Gassner]]: Eintrag „'''Leisching''' Julius“, in: [http://www.oeaw.ac.at/oebl/publikationen.htm ''Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950'' (ÖBL),]Band 5 (ISBN 3-7001-2146-6), Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, [http://www.biographien.ac.at/oebl_5/110.pdf S. 110]
 
* Zum Abschnitt „Familie“: Familienüberlieferung, überkommen auf den [[Benutzer:Karl Irresberger|Artikel(erst)verfasser]]
 
* Zum Abschnitt „Familie“: Familienüberlieferung, überkommen auf den [[Benutzer:Karl Irresberger|Artikel(erst)verfasser]]
 
* Max Silber: ''Julius Leisching †'', in: Salzburger Museumsblätter 1933, Nr. 3-4.
 
* Max Silber: ''Julius Leisching †'', in: Salzburger Museumsblätter 1933, Nr. 3-4.
* Peter Husty: ''Julius Leisching – ein durchaus moderner Museumsgestalter''. In: Institut für Kunstgeschichte an der Universität Salzburg (Hg.):  ''Das Wesen Österreichs ist nicht Zentrum, sondern Peripherie. Gedenkschrift für Hugo Rokyta (1912-1999)'', Salzburg 2002. ISBN: 3899190025. Hier zitiert nach http://www.museumaktuell.de/index.php?site=wissenschaftler_2&step=2&Rubrik=Architekt www.museumaktuell.de]
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* Peter Husty: ''Julius Leisching – ein durchaus moderner Museumsgestalter''. In: Institut für Kunstgeschichte an der Universität Salzburg (Hg.):  ''Das Wesen Österreichs ist nicht Zentrum, sondern Peripherie. Gedenkschrift für Hugo Rokyta (1912-1999)'', Salzburg 2002. ISBN: 3899190025. Hier zitiert nach [http://www.museumaktuell.de/index.php?site=wissenschaftler_2&step=2&Rubrik=Architekt www.museumaktuell.de]
    
== Weblinks ==
 
== Weblinks ==

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