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| | ==== Nutzung der Almen==== | | ==== Nutzung der Almen==== |
| | :'' siehe auch [[Almwirtschaft im Pinzgau um 1935]] | | :'' siehe auch [[Almwirtschaft im Pinzgau um 1935]] |
| − | Im Hollerbach wurden [[1950]] insgesamt 368 Kühe und 414 Kälber aufgetrieben, zudem 2 276 Schafe und 85 Schweine. Den Tiefpunkt der [[Almwirtschaft|Almbewirtschaftung]] lag um das Jahr [[1970]], wo nur mehr 254 Kühe und 285 Kälber und 790 Schafe auf den Hollersbacher Almen weideten. Schweinehaltung und Pferdehaltung gingen im Tal fast gänzlich zurück. Seit 1970 steigen die Zahlen der Weidetiere wieder erheblich an: [[1980]] waren wieder 309 Kühe, 570 Kälber und über 800 Schafe auf der Weide. Durch die besonderen Förderung im Zuge der Errichtung des Nationalparkes stiegen die Viehauftriebszahlen deutlich weiter an.
| + | In Hollersbach wurden [[1950]] insgesamt 368 Kühe und 414 Kälber aufgetrieben, zudem 2 276 Schafe und 85 Schweine. Den Tiefpunkt der [[Almwirtschaft|Almbewirtschaftung]] lag um das Jahr [[1970]], wo nur mehr 254 Kühe und 285 Kälber und 790 Schafe auf den Hollersbacher Almen weideten. Schweinehaltung und Pferdehaltung gingen im Tal fast gänzlich zurück. Seit 1970 steigen die Zahlen der Weidetiere wieder erheblich an: [[1980]] waren wieder 309 Kühe, 570 Kälber und über 800 Schafe auf der Weide. Durch die besonderen Förderung im Zuge der Errichtung des Nationalparkes stiegen die Viehauftriebszahlen deutlich weiter an. |
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| | === Fremdenverkehr === | | === Fremdenverkehr === |
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| | ==== Wanderungen ==== | | ==== Wanderungen ==== |
| − | Das Hollerbachtal ist heute ein beliebtes Ausflugsziel. Drei Gastwirtschaften bestehen heute im Talbereich, nach dem die Edelweißhütte (1 219 m ü. A.) nicht mehr als Gastwirtschaft geführt wird: | + | Das Hollersbachtal ist heute ein beliebtes Ausflugsziel. Drei Gastwirtschaften bestehen heute im Talbereich, nach dem die Edelweißhütte (1 219 m ü. A.) nicht mehr als Gastwirtschaft geführt wird: |
| | * die Seestube am Eingang (885 m ü. A.) zum Tal | | * die Seestube am Eingang (885 m ü. A.) zum Tal |
| | * die Senningeralm in der Mitte des Tales (1 130 m ü. A.) | | * die Senningeralm in der Mitte des Tales (1 130 m ü. A.) |
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| | Das [[Speicherkraftwerk Hollersbach]] wurde in den Jahren [[1947]] bis [[1949]] errichtet. [[2010]] und [[2011]] wurde das Kraftwerk erneuert und das Stauziel um gut 1,5 m erhöht. Zugehörige Kraftwerkshaus wurde an der Mündung des Hollersbaches in die Salzach verlegt. Damit kann das Kraftwerk zusätzlich zehn Meter Gefälle nutzen. | | Das [[Speicherkraftwerk Hollersbach]] wurde in den Jahren [[1947]] bis [[1949]] errichtet. [[2010]] und [[2011]] wurde das Kraftwerk erneuert und das Stauziel um gut 1,5 m erhöht. Zugehörige Kraftwerkshaus wurde an der Mündung des Hollersbaches in die Salzach verlegt. Damit kann das Kraftwerk zusätzlich zehn Meter Gefälle nutzen. |
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| − | Vorgesehen war vor (sehr beschränkt auch um 1970) im Hollersbachtal die Errichtung von hohen Staumauern beim Kratzenbbergsee einerseits und südlich der Edelweißhütte anderseits zur energetischen Erzeugung von Spitzenstrom. Das Wasser der umgebenden Tauerntäler, vor allem im Westen, sollte dabei teilweise in die neu geschaffenen [[Speichersee]]n abgeleitet werden. In der Folge hat sich aber die Begründung eines Nationalparks gegenüber der energetischen Nutzung des Tales durchgesetzt. Schon vor und um [[1900]] waren vom Verein Naturpark Stuttgart vier große prägende Nationalparke im deutschsprachigen Raum angedacht worden (Wattenmeer, Lüneburger Heide, Bayrischer Wald, und Hohe Tauern), die [[1909]] durch den Verein zum Ankauf von Flächen im Stubachtal geführt hatten. | + | Vorgesehen war vor (sehr beschränkt auch um 1970) im Hollersbachtal die Errichtung von hohen Staumauern beim Kratzenbbergsee einerseits und südlich der Edelweißhütte anderseits zur energetischen Erzeugung von Spitzenstrom. Das Wasser der umgebenden Tauerntäler, vor allem im Westen, sollte dabei teilweise in die neu geschaffenen [[Speichersee]]n abgeleitet werden. In der Folge hat sich aber die Begründung eines Nationalparks gegenüber der energetischen Nutzung des Tales durchgesetzt. Schon vor und um [[1900]] waren vom Verein Naturpark Stuttgart vier große prägende Nationalparke im deutschsprachigen Raum angedacht worden (Wattenmeer, Lüneburger Heide, Bayrischer Wald, und Hohe Tauern), die [[1909]] durch den Verein zum Ankauf von Flächen im Stubachtal geführt hatten. |
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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |